Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 76-77 (26.9.1901)
- Date
- 1901-09-26
- Page
- – (sequence 47)
- Language
- German
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WWMM MW 47 AünsU^tzn Ditzden Hki'i'n Gtzvüttei', Eieun^tsn vnnd -gußlt.kn Nac.Ubevn Dar dem Schreiben des Statthalters beigefügte „Extract“ u) lautet: Yerner haben wir antwurtten diss Herrzl Jud au ff sein vnndertlienig anhalten, an vnnsern Stadt. Radt zu Hildessheini Schreiben ertlieilt, das er sieh da.selb mit seinem llauss haben als .lud vnnd Medicus Nyrter richten vnd wohnen meclite, weill dan Er ein taugenliche vnnd gelegenliche Personn, die daroben vil guettes schallen mag. bevellmn wir Dir darauif hiemit gnedig, das Du Ihme von Ynnsertwegen neben v unseren Schreiben bey gern eitern Vnnserm Stad Radt zu solchem beförderlich seyest, Schutz vnnd Schyrm haltest, daran thuest vnnsern genedigen vnnd zuverlässigen willen. Vnnd sein ihn allen Dein gnädiger Herr. Datum Ihn vnnst*ver Stadt Gesek den 20. Juiiv Stilo Nouo Anno 1 584. Ernst Erwölter Churfürst. Diese Anlage trägt den Vermerk: Extract ('hurfurstlic.hs .Schreibens, an mich Stathalt.er Waltter von Mohenegk abganngen, vnnd den 15. diss monats .Tuny veberanntwurt. Näheres über das Heben und Wirken dieses jüdischen Arztes Hei z, der ein bedeutender Vertreter medizinischer Wissenschaft seiner Zeit war, konnten wir bisher nicht ermitteln, auch sein Todesjahr ist unbekannt. Litterarisches. Horovitz. Pr. .T. Untersuchungen über Phiions und Platons Lehre von der WePschöpfuug. 127 S. Marburg, Elwert’sche Verlagsbuchhandlung U*00. Einer alten Frage, die schon hei Hieronymus erwähnt wird, tritt der Verfasser der vorliegenden Schrift näher und unterwirft sie eingehender Erörterung und Untersuchung. Es handelt sich darum, festzustellen, wie die Gedankengiingß Philonx mit denen Plato’s Zusammenhängen, sei es direkt entlehnt oder doch indireekt, von ihnen abhängig sind, inwieweit Philo ein Schüler Plato’s genannt werden darf. Es lag nahe, diese Untersuchung an demjenigen Punkte anzugreifen, der lür die platonische, ganz besonders aber für die phiionische Lehre kennzeichnend und bedeutend ist, für sie gleichsam den Angelpunkt bildet, — an seiner Weltbildiingslehre. Wie sich die biblisch-jüdischen Gedailkenelemente mit platonischen, im Timäus niedergelegten, im phiionischen Buche „von der Weltschüpfung nach mosaischer Lehre“ verbinden, wie die letzteren trotz aller nebenher und mittendurch laufenden fremden , stoischen und neupythagoreischen, ßestandtheilen deutlich hervortreten und durch lexiealische, stilistische, am meisten aber mul hauptsächlich durch inhaltliche Anzeichen erkennbar sind, hat, uns der Verf. gezeigt, Pank seiner kritischen .Sondierungsarbeit und dem tiefen Eindringen in diese schwere Materie. Es ist eine Geschichte der Entwicklung phiionischer Ideen, wie sie im Geiste Phiions sich vollzogen bat, durch platonische, Gedanken angeregt und fortgebildet, die liier versucht, wird. Diese in einem deutlichen, wenn auch nur einzigen Beispiele zu zeigen, dazu bietet, der xofipOL; vor]xxk,'. „die intelligible Welt“ die günstigste Gelegenheit, weil sie, gleich wichtig und bedeutsam für di»; Werke beider Denker, zeigt, unter welchen Voraussetzungen und Bedingungen dieser Begriff von Beiden gebildet, aufgenommen und verwertet wird. — Wenn wir auch dieser Abhandlung nicht viele Leser, die bei der strengen Wissenschaftlichkeit derselben und der überaus schwierigen Materie nicht gerade zu erwarten sind, wünschen können, so wünschen wir ihr doch diese Wertschätzung und Anerkennung, die sie voll mul ganz verdient und die uns zu der Erwartung berechtigt, der Verfasser werde auch in Zukunft die jüd. Wissenschaft mit Arbeiten seines Fleisses und seines Wissens bereichern. Pr. J. H. Die Erwiderung auf meinen Artikel „Ferneres aus dem "I2fn 'D“ von l>r. H. Kotlek, ) Herr L. Mayer, Karlsruhe, bleibt trotz meiner Beweisführung in Nr. 2 des 2. Jahrgangs dieser Blätter dabei, dass um nicht entsprechend dem hehr. p~i „bildlich durcheilen" bedeuten könne. Ohne auf die Einzelheiten seines Artikels in Nr. 4 einzugehen, will ich ihm noch einmal folgendes erwidern: Die von mir zitirte Beweisstelle um mm N’I’N ’ND übersetzt Herr Mayer seihst mit „eilen, sich kurz fassen"; er geht also in der bildlichen Anwendung des Wortes um noch weiter als ich, indem er es nicht nur mit „in Gedanken durcheilen“ sondern auch noch einen Grad weiter „sich kurz fassen“ erklärt. Uebrigeus wird von Aruch die Stelle ’im DTn N’TN ’NÖ unter die Rubrik um laufen mit folgenden Worten gebracht,: wav fos ddid to “D imyz to’N nddd 'mm *) Wir erklären hiermit die Debatte für erledigt. Pie Redaktion. 11) Ibid. Fol. 24.