Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1901-09-26 · Heft 76-77 (26.9.1901) · page 42

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 76-77 (26.9.1901)
Date
1901-09-26
Page
– (sequence 42)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2446951-2449146-2449219--54333-2504968
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

42 42 Simon Giinzburg in Frankfurt a. M., starb 1682; wahrscheinlich derselbe, von dem das dortige Chewrabiick berichtet, dass er 1664 in den kleinen Bann kam, weil er über R. Meir Stern, Rabbiner von Fulda (später in Amsterdam) sich ungeziemend geäussert hatte5); seine Frau Schönchen, Tochter des Eisik Gelhäuser, starb 1657 (FG6) Nr. 822). 43) Simon Levi. Sohn des Jehuda Levi Ulmo Günzbnrg in Frankfurt und Neffe des Simon Giinzburg (Nr. 1), war in den Jahren 1590, 1593 und 1597 in Mantua und Venedig, 1593—94 in T h a n n hausen als Drucker thätig; hier gab er gemeinschaftlich mit Isack See (vg\. BIG, I, 26) ein Machsor nach deutschem Ritus heraus (Mtsch. XX11, 572), wie sie auch bei der Herausgabe von Simson b. Samuel's oy jrorp (Venedig 1597) thätig waren.7) 44. Elia Ulmo, Sohn des Jehuda Levi, Bruder des Vorigen, 1618 — 1622 Drucker in Basel, 1623 1630 in Hanau; bei den rrsipo nfrn: (ed. Basel 1618 S. 67) steht ein Gedicht von ihm. 5) Der betr. Beschluss lautet: i-inoa *jtpp pp78,i 7y p-n '737 rs lys j->Dyrj pyvV □’djid nm uj D’i3i3 onnn □: 17)3 p*pi i"38 pyatp i’8D *)n»sn )L' 'nnann ’bd i’7y pddj;aa ist 7npn osai fin 3lv' n7) d"i ‘T27 d* 7 mp7D ’jty iy3 jp’p )L' my ’8’->p pni iL3 ptem 7H8 bw -pnn nnn pi "jV wtf pffD n"a 7.1'v ' .i' 87 dj o'Jtp ') ~in niwipa» 131 Ditto 83' 8^i rav Tni O'jtf ,w irv37 pn 738' n7) nr jei fin ') "\VD Pint? DIB' piPL" 87 DJ 17L8 D'1P8 liyo' 87 PP8 n''")y 'T3n3) ipia3 oodw ni)3na p7£pr6 ny ~p' nbi uav Dy p8l B737D3 )J".11 )7V U’8ff P’7D3 liy pjvyP' 87) l’T3 ]7J’E'D85 8"73 8ipjP D’T PPCDDP 7D7D7 )8 7’D18 )7PD D'131 '7y3.1V pl P7'PD P)Vy7 l’7y PDS' DJ ’i7J3 )8 :-i"3n 7)7n *T'v 'n dv 7"jp ’bd tur .p'7y 6) Mit dieser Chiffre bezeichneu wir die soeben erschienene«, „Inschriften des alten Friedhofs der isr. Gemeinde zu Frankfurt a. 31,“ herausgegeben von Rabbiner Dr. Horovitz. 7) Ich besitze das von Simon Levi Giinzburg verfasste und erstmals in Mantua 1590 gedruckte Minhag.mbii'-b (Amsterdam >662) mit angehängtem Kallo-Lied (Cat. Bodl. Nr 3679); di* von Steinschneider (ibid Nr. 5526) ausgesprochene Vermutung, dass der Verfasser dieses Liedes, das als Akrostieh den Namen Jakob b. Elieser (Nr. 15) trägt und der in der Überschrift 3Dy ->"7P)D p8JP genannt wird, mit dem Rabbiner Jakob Ulmo in Fried bergidentisch ist, trifft nicht zu, da der Vater des Letzteren Ascher Aron hiess (vgl. oben Nr. )2). Simon Giinzburg, der Drucker, wird, nach dem von ihm in Frankfurt, bewohnten Haus, auch Simon zum Gembs genannt; vgl. Brüll Jabrb. V, 223 n. I. Ob der Drucker des 8’JP 'D (Oremona 1565), der sich ’l^n pyDB' nennt, mit dem hier genannten identisch ist, bedarf noch näherer Untersuchung. 45. S^eligmann Ulmo Giinzburg8). Sohn des Moses Simon (Nr 1 n. 4), 1610—15 in Hanau, Korrektor der a'-iit: (ed. Hanau 1610, wo 8. 140 ein von ihm verfasstes Gedicht zu lesen ist), des ysty (das. 1612) und des ns n;: (das. 1615); er schrieb auch die Inhaltsangabe zu ms ratpj von Aron Samuel b. Mosche Schalom von Kremniz (das. 1611); sein Sohn Elia, Mitdrucker des genannten r;x pjj war 1615—17 Korrektor; vgl. Ersch & Gruber, Art. Jüd. Topographie, 8. 49 ff. 46. Akibar Bär, Sohn des gelehrten R. Jakob, gewöhnlich R. Akiba Frankfurter genannt; er stammte aus Neuss und war Schwiegersohn des Simon Giinzburg (Nr. 1), weshalb er sich auch (len Namen Giinzburg’ beilegte; er ist Vrf. von er rvonn rvr.eKrn*. rnt) (Basel 1599); in Berlin erschien 1713 mtr 'joncSi rzvb mrot Landsbutli (Amude Abo da Anhang 8. 7—lo) veröffentlicht von ihm zwei Klagelieder auf den Brand in Posen; er starb 1597 in Frankfurt; der berühmte Oberrabbiner von Prag, R. Löwe b. Bezalel, hielt ihm zu Ehren am 17. Ijar 1597 einen Trauervortrag; seine erste Frau war Ella und seine zweite Frau Fromet, beide Töchter des Simon Giinzburg (Nr. 1); ihre Sterbetage 8. oben 8. 26 und FG Nr 336 u. 480; sein gelehrter Sohn Jehuda starb am 1. Ein! (26/27. August) 1623 (FG Nr. 513). 47. David Giinzburg, Sohn des Isack; er stammte aus Litthauen, lebte 1595 in Fulda, wo er sein Werk EDtron res I. Teil schrieb, ((Jod. 688 der Bodl.), dann in Friedberg, wo er den II. Teil dieses Werkes schrieb, und zuletzt in Giinzburg, wo er b'zva nn (Üod. 791 der Bodl.) verfasste; nach seinem letzten Aufenthaltsorte nannte er sich David Giinzburg. 48. David Günzbnrg, Sohn des Meir, Privatgelehrter in Breis a c h und I h r i n g e n (1792 bis 1807); nach 14jährigem Talmudstudium besuchte er zuletzt die Jeschiwa des R. Salomon Kolm in Fürth; eine Sammlung seiner mtrn wurde nach seinem Tode von dessen Frau (Vögel, Tochter des R. Pliajim) unter dem Titel “in nzn herausgegeben (Frankfurt a. M. s. a.9), fehlt im Cat, Bodl. und bei Benjakob). 8) Der Herausgeber des jüdisch-deutschen Zuchtspiegels, „Seligmaim Ulmo von der Familie Günzburger“ (Prag 1691) war vermutlich sein Enkel. 9) Das Buch wurde in der Buchn. Steindruckerei von Jak. Friedrich Bach in Frankfurt a. M. gedruckt, wo 1841—47 hehr. Bücher erschienen; 1867 im Cat. Rosenthal S. 416 ist jedenfals falsch und muss wahrscheinlich 1847 heissen, da anzunehmen ist, dass um diese Zeit R. David Günzburg als Rabbiner in Schmieheim starb.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.