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Der Israelit · 1901-09-26 · Heft 76-77 (26.9.1901) · page 41

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 76-77 (26.9.1901)
Date
1901-09-26
Page
– (sequence 41)
Language
German
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für Jüdische Geschichte und Litte ratur. Herausgegeben von Or. tu. LSwensteln. Erscheint einigemal im Quartal in der Stärke von mindestens einem Bogen. — Alle für diese Beilage bestimmten Xannscripte und Anfragen sind an Herrn Bezirks-Rabbiner Dr. LOwanateln, Mosbach (Baden) zn richten. -p/lgiS- II. Jahrg. J\s. 6. — Beila.g'e zu. .M 76,77 des „Israelit“. Günzburg und die schwäbischen Gemeinden. (Fortsetzung.) 36. Samuel (Sanfel) Ulmo, ein angesehenes und wohlthätiges Gemeindemitglied von Pfersee; seine Frau Esther, Tochter des David Mirels- Neumark-Frankel und Schwester des Rabbiners Meschuiam Salomon Mirels in Hamburg-, starb am 5. (’heschwan (15. Oktober) 1692 in Pfersee (Ml’); er hatte zwei Töchter, von denen die ältere an den hochgelehrten Rabbiner Abraham Brod in P r a g verheiratet war!), während die jüngere, die Gattin des R. Perez von Marktbrei t-) wurde Den Todestag des Samuel IJlmo konnte ich nicht ermitteln; jedenfalls weilte er noch 1708 unter den Lebenden und ist wahrscheinlich in diesem od folgenden .Jahr gestorben. 37. Abraham Ulmo, Sohn des Samuel (Nr. 36), starb, jung an Jahren, 1685 in Pfersee. 38. David Ulmo genannt David Pfersee Sohn des Samuel (Nr. 36). starb 1700 in Frankfurt a. M. 1) Abraham Brod, Rabbiner in L ic h teil s tad t, Raudnitz, Prag, Metz und Frankfurt, wo er am 30. Nissan (10/11. April) 1717 aus dem Lohen schied (Löwensteiu, Nathanael Weil, 8. 7 ff.); in NTirV H'3 "WH fVX' Nr 130 befindet sieh ein Gutachten, das R. Abraham Brod 1001 im Hause seines Schwiegervaters in Pfersee niederscbrie't; vgl. auch Revue VIII, 261, wo Samuel irrtümlich als Rabbiner von Pfersee bezeichnet wird. Ebenso ist im Kanfniann-Gedenkbuch S. 458 die irrtümliche Mitteilung enthalten, dass Lipmann CIiätz der Schwiegervater des Abraham Brml war, während er bekanntlich dessen Grossvater von mütterlicher Seite war. 2) Vogel, die Tochter dieses l’erez von Marktbreit, " . . Ci ,.> Gatliii des R. Mosche, der als Rabbinatsassessor 20 .Iahre in II e i d i n g s f e 1 d wirkte und a. 1764 dort, starb. I £39. Samuel Jakob Günzburg. Sohn des Mose Elieser (Nr. 17), war lange Jahre. Vorsteher in Worms, wo er hochbetagt am 15. Nissan (27/28. März) 1649 starb, seine Frau Kress len, eine Tochter des Mose Hoheneck, starb 1651. Dieser Vorsteher Jakob Günzburg (auch Jakob (tUiiz genannt) war es auch, der sich vom Rat in Worms ein in seiner Hand befindliches Judeuprivileg d. a. 1544 bestätigen liess3). 40. Simon Günzburg, Sohn des Abraham4) uin’s Jahr 157h Vorsteher in Posen; er wird als ein sehr angesehener Mann, als Freund der polnischen Edelleute und Günstling des Königs Sigmund August bezeichnet (Grätz IX, 480). Ob der bei Wolf (bibl. hebr. I, 2205) und Uat. Bodl. Nr. 7214 genannte Mathematiker Simon Günzburg mit dem Unsrigen identisch ist, bleibt dahingestellt. 41. Leser Günzburg, Sohn des Simon (Nr. 40), sehr gelehrt und angesehen. Schwieg rsolin des berühmten R. Mose Isserles (soi) aus Kraka u. 3) Vgl. Geigt)-, Ztsch. f. Gesell, der Juden in Deutschland, 1889 8. 167. wo schon der Name „Jacob, Judt von Günzburg“ beweist, dass Wolfs Vermutung (das. n. 1) als ob derselbe mit dem Oberrabbiner Jakob von Worms, identisch wäre, der Grundlage entbehrt, über den Rabbiner Jakob von Worms s. BIG I, 5. 4) Abraham war der Sühn des gelehrten R. .Techiel aus Porto (hei Mantua); ich halte diesen R. Jeehiel für ideirisch mit jenem, der mit dem ihm verwandten R. Meir von Padua in gelehrtem Briefwechsel stand und von diesem wegen seiner tiefen talmudischen Kenntnisse in höchst, lohender Weise erwähnt wird; vgl □ ""TPD rV'lttf roHND Nr. 62 und 83. Das genannte Porto ist die gleiche Ortschaft, von der auch der Name Rapoport (Rapa aus Porto, seinen Ursprung herleitet. - Die Identität dieses R. Jeehiel mit dem Astronom Jeehiel aus GünOmrg >cf. BIG I, in), die manch fach behauptet wird (DM 3 und 187), scheint mir sehr zweifelhaft. —

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