Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1901-09-26 · Heft 76-77 (26.9.1901) · page 43

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 76-77 (26.9.1901)
Date
1901-09-26
Page
– (sequence 43)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2446951-2449146-2449219--54334-2504969
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

43 49. Josef Günzburg in Breisach, Vorsteher und Stadlan am Anfang des 18. Jahrhunderts; er erwarb sich viele Verdienste um die dortige Gemeinde, in welcher er den Flüchtlingen aus der nahe gelegenen Schweiz und andern Gegenden die Aufnahme verschaffte; der Name Günzburg findet sich schon unter den ersten Juden, denen die Niederlassung in Breisach gestattet wurde und begegnet uns sehr oft in der dortigen Gegend; (vgl. auch Löwenstein, Nathanael Weil, 8. 6 n 1; REJ Nr. 80 S. 239.) 50. Mosche David Günzburger, Sohn des Josef, 1772—1824 Rabbiner in Hegenheim, Mitglied der Notabeinversammlung in Paris unter Napoleon I.; er war ein Schüler des R. Raphael Ries in Oberhagenthal, der später das Rabbinat der schweizerischen Gemeinden Endingen- Lengnau innc hatte und daselbst auch starb10); Mosche David G. starb im Alter von 79 Jahren in Hegenheim am 21. Tischri (13. Oktober) 1824* 11): vgl. auch REJ ibid. p. 136. 51. Josef Günzburg b. Jizchak Sekel, Rabbinatsassessor in Prag, der hochbetagt daselbst am 9. Siwan (29. Mai) 1697 starb und zur Familie des Simon Günzburg (Nr. 1) gehört haben soll (Hock 8. 66); seine Tochter Heule, Gattin des Rabbinatsassessors Secharja Mendel Spiro12) in Prag, starb 1736 (das. S. 381); seine Tochter Sprinzel, Frau des Israel Brandeis, starb 1729 (das. S. 67). 52. Ascher Anschel Günzburg, Sohn des Josef (Nr. 51), ein angesehenes Gemeindemitglied von Wien, wo er im April 1719 starb (Inschriften Nr. 33410 >, wo jedoch der Wochentag nicht stimmt, da der lo. I.jar am Sabbat war; vielleicht ist Dienstag 6. I.jar d. i. 25. April zu 10) Vgl. REJ Nr. 80 8. 133. 11) Vorstehende Notitzen verdanke ich dem Enkel des hier Genannten, Herrn Hermann Günzburger in Hegenheim, der mir aueh durch Vermittelung des Herrn Rabbiner Schüler daselbst eine Abschrift des Grabsteines /«kommen liess; dieselbe lautet: mn D*BHp;n2 nun itwd bnj wh mi3p rauo nin“«« dd’tvi jnw» my 2ru vss nraroi njnov pam njn iv"d m n"n VDjp niry npnsi üepd “idici m*n yim tpt my 'rs f]Dnj -)yrrasra fpv p in rwo ruypin n or3 D’jsnn nyDtco mv D'yzvn nytpn p nva* y"3t! n"Bp"nn nj&j' myy ’j’oet Dr3 ^iu -rasa lapji rm ynw □’pna iE oy .T'asun ^NiL" n’3 bz mn« laan : ION 12) Spiro zeichnet 1704 die Approbation zu RGA □nrn PN als Schwiegersohn des Josef Giinzbnrg; er starb am IG. Aw (12. August) 1710 (Galed Nr. 107). 13) In chriften Nr. 549 ist ein Jüngling oehuda Löb b. Mordecliai Günzburg ohne Angabe des Todesjahres verzeichnet. lesen); seine erste Frau Jitel starb 1699 in Prag; seine zweite Frau Hendel, Tochter des angesehenen Vorstehers Gabriel in Füith, deren grosse Frömmigkeit gerühmt wird, starb in Prag am 22. Tebet (7. Januar) 1744 (Hock 8. 67. wr\der Wochentag nicht zutrifft, da der 22. Teb „ auf Dienstag fiel); seine Tochter Jachentel, Frau des Simon Spiro, starb 1721; seine Tochter Vögle, Frau des Salomon Rosenbürg, starb 1773 in Prag (Hock ibid.) 53. Moses Günzburg, Sohn des Ascher Anschel (Nr. 52), Rabbinatsassessor in Prag, etwa 1700, Schwiegervater des Maier Fischl Bnnzlan"), dessen erste Frau Jitel eine Tochter des Moses Günzburg war (vgl. Podiebrad, Altertlmmer, 8. 150 Nr. 103; Galed Nr. 114); er wandelte nach Palästina aus und starb unterwegs 1747 in Sidon (cf. RGA Meir Eisenstadt Nr. 9 u. 33; Galed Nr. 160; Hock 8. 68); seine Tochter Jachitel starb 1760 (Hock S. 67 ff.). 54. Abraham Günzburg, Sohn des Anschel (Nr. 521 in Prag, lebte noch 1714, als seine Frau Mirel, Tochter des Aron Schlackenwert15 \ starb (Galed Nr. 159; der 14. Kislew 475 d. i 21. November 1714 war nicht Sonntag, sondern Mittwoch). 55. Hirsch Günzburg, Sohn des Anschel (Nr. 52), starb 1782 in Prag (Hock S. 68). 56. Gabriel Günzburg, Sohn des Anschel (Nr. 52), starb 1786 in Prag (Hock das.): seine Frau Rebecka, Tochter des Moses Günzburg (Nr. 53), starb 1747 (Hock 8. 67). 57. isack David Günzburg, Sohn des Moses (Nr. 53), starb 1775 in Prag. 58. Jakob Günzburg, Sohn des Isack David (Nr. 57), war 4o Jahre Rabbiner in Prag und war ein Schüler des Maier Fischl Bimzlau (cf. Nr. 53); er ist Vrf. des zpv' yn (Prag 1814) und gab viele Druckapprobationen, u. A. 1786 zu ob» nS'.xtr, 1791 zum rrtoc, 1793 zu omc nSjo, 1794 zu 713312 5*n, 1798 unterschreibt er die Statuten des Jünglingsvereins on-ra mi in Prag; unter seinen zahlreichen Schülern ist besonders der mährische Landesrabbiner R. Nachum Trebifcsch hervorzubeben; eine Trauerrede auf seinen Tod steht in ms nzns von Sam. Löb Kauders (Prag 1828 8. 13); vgl. c-rrp m 8. 220; E. H. Weiss vwrat S 46. 59. Simon Günzburg, Sohn des Abraham (Nr. 54), ein angesehenes Gemeindemitglied in 14) Vorsitz nder dos Rabbin*rkollegiums in Prag; vgl. Löiveustein, Nathmiael Weil, S 6 t. 15) Gutlen, die Trau eines Rabbiners in Fr iedberg und Toihter des Aron Schlackenwart, s-tarb d‘»Vt um’s Jahr 1580.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.