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Der Israelit · 1901-09-26 · Heft 76-77 (26.9.1901) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 76-77 (26.9.1901)
Date
1901-09-26
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Feinheit, mit der Herr Feist von jedem sjpe pro, etc. jtoti,; nimmt, Herrn Feist zum regelmäßigen sv-p byz in seiner Synagoge bestimmte. Wir sehen denselben ferner als Vorstandsmitglied der „Israelit. Männer-Krankenlasse" (Kippestnb), und ist er hier insbesondere thäiig, damit die Mitglieder der „Jsr. Religionsgeselischaft" denen der „Jsr. Gemeinde" gleichgcsiebt und ausgenommen werden. (Da müssen die Gegner doch starl zurück sein! Anm. d. B.) Herr Feist ist ferner Administrator der „Jechiel Cahn'schen Stiftung", die, von einem gottessürchiigen Manne in den 17!><>er Jahren gegründet, u. A. den Zweck verfolgt, daß an jedem Wochentage zwischen 12—1 Uhr, um welche Zeit in Frantfnrt die ineisten Leute Mittagstisch halten, ein p;a „lernt.,, Wir finden Herrn Feist außerdem als Kassierer des „Vereins für israelit. Wöchnerinnen" (n-z *r,“'= man Geoatterkippe) und als Schatzmcifter des „Israelit. Kinderheims in Ems." Des Ferneren ist Herr Feist zum Mitglied des „Sammet- Komitees" für den Synagogen-Neubau der Jsr. Religionsgesellschaft gewählt worden und gehört auch der „Ritual-Kommission" der Israelit. Gemeinde an, sowie dem Ausschuß der „Jsr. Frauenkrankenkasse." In vielen Verwaltungen, wie Vorstand der Jsr. Gemeinde, Schulrath der Jsr. Volksschule, Verein t'b'- np’S war Herr Feist vorgeschlagen, derselbe hat jedoch stets abgelelmt mit Rücksicht aus seine Thätigkeit in anderen Vereinen — und im Geschäfte. Beide Herren, Herr B e st hoff und Herr Feist, sind in den genannten Remtern nicht nur dem Rainen nach, oder der Ehre halber, sondern sie arbeiten thatlräfkia mit, versäumen keine Sitzung und sind in allen Fächern, zu Hause. Was das besagen lvill, lvenn man gleichzeitig in einem Welthause, wie Beer, Sondheimer W (5tc., das nur mit fünf Wochentagen zu rechnen hat, einem verantwortungsvollen Ressort vorsteht, lvird jeder Kaufmann wissen, lvird wissen, wie da häufig die Rächt zrnn Tage und das Unmögliche möglich gemacht lvird. Und so wünschen auch wir den Jubilaren noch iveiiere segensreiche Thätigkeit, zum Wohle ihrer Familien, ihres Geschäftes und zum Gedeihen der von ihnen in so staunenswerther Weise mitgeleiteten Bere'n>e. B. Hamburg, 19. Sept. Heute am nA": r.x wurde hier ein Mann bestattet, der es verdient hat, seiner im „Eeulralorgan des orthodoxen Judenthums" ZU gedenten. Herr Emanuel Bodenheim er —rna b'* aya'n.'jrxz am rrra cr:a, dieser ebenso bescheidene lvie edel, von Gottesfurcht und Gottesweisheit ersiilli gelvesene ÜRanu ist in der ersten Nacht von Rösch Haschono plötzlich ohne Schmerz und Kampf zu seinen Vätern versammelt lvorden. Am Abend war er noch in der Svuagoge, betete daselbst wie immer mit größter Andachl und tauschte am Schlüsse mit seinen zahlreichen Freunden die üblichen Glückwünsche ans, womit er sich von diesen ans immer verabschiedete. Groß war daher der Schrecken, als man in der Frühe sein plötzliches Ende vernahm -ve>ja na. Sein Platz blieb leer, ”pB’ w er war zrnn ‘jtan befohlen. D'pnx p nj’spn ne p:nn frrpx-z prnnejn cnzm Imposant war die Betheiligung an der Bestattung und größer noch die Trauer um den dahingeschiedenen wahren Zadik, der wie kaum Jemand so alle Eigenschaften eines solchen in sich vereinigt hakte. Der Rav %I: hielt im Slerbehause einen Hesped, der Allen zu Herzen ging und der der trauernden Hinterbliebenen Gattin und Tochter lvahren Trost bieten konnte. Der Redner begann mit der Weissagung nrnar über zir -trs“-: a'2, worauf unsere Weisen bemerken -"p^ ma re*E*a cpnx n;va n^pa das Hinscheiden eines frommen Gottesgclehrten ist dem Brande des Heiligthnms gleich zu betrauern :aa' rra bs' rrcasi*” nx. Dann erzählte der verehrte Redner von den Tugenden des Entschlafenen, wie er Hüter der drei Säulen gewesen, aus welchen die Welt ruhe. Nur einmal konnte unser Freund an diesem Rosch Haschono beten, dann sprach der Ewige ba ry As aan s)ein, so lautete auch nach einem Midrasch die Antwort an unseren großen Lehrer Mosche, als er beim Abschiede betete, Gott weiter dienen zu dürfen und Gott selbst an Seine Lehre erinnerte, darin geschrieben ans ns aians nayn -am “ias aw. „Wenn der Diener spricht und es wiederholt, ich liebe meinen Herrn u. s.!v., ich mag nicht frei ausziehen", und darauf sprach Gott zu Mosche, wiederhole nicht deine Bitte, ich müßte sie sonst gewähren — so erging es unserem Freunde, der sein Gebet c^nb :nst nicht wiederholen sollte und der nunmehr zum ewigen Leben eingezogen ist man ybz damit schloß der Herr Oberrabbiner seine geistreiche Trauerrede. Dann sprach Herr Jakob G o l d s ch m i d t im Namen des Synagogen-Borstandes (Bornstraße) und im eigenen Namen als Schüler und Verehrer des Dahingeschiedenen und bemühte sich mit Erfolg, seine ivohlgelnngene, aus gedrücktem Herzen hervorgegangene Rede würdig zum Vortrag zu bringen, und manchmal drohten seine Thränen, die Worte zu ersticken. Auf dem y-!bya:y::sb a'v na: sprach Herr Dr. S. P. N a - t h a n in seiner uns gewohnten trefflichen Weise und brachte den Midrasch von den drei Engelsabtheilungen, die den Zadik aus jener Welt freudig mit dem Friedensgruß empfangen 'azpe by e^pa m;\ H. B. Lörrach, 17. Sept. Ein eigenartiges Bild der religiösen Verhältnisse in hiesiger Gemeinde, resp. der religiösen Richtung der Gemeindeverwaltung zeigt folgender Vorgang: Durch Umbau der Synagoge war eine Neueintheilung der Plätze in der Frauenabtheilung nötbig geworden. Diese Eintheilung ist bis heute noch nicht ganz beendet und deßhalb benützte die Frau eines Geineindeuntgliedes am ersten Tag Rosch Haschono einen Platz, den sic nach der cingetretenen Veränderung mit Fug und Recht als ihr Eigenthum betrachten mußte.

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