Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 72 (12.9.1901)
- Date
- 1901-09-12
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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1 »01 von den übrigen Menschen. Dieselben Triebe sind uns eingepflanzt, dieselben Wünsche durchziehen unsere Brust, dieselben Hoffnungen lasten höher schlagen unser Herz: doch Triebe. Wünsche. Hoffnungen, Fähigkeiten, das alles unter das alleinige Diktat des Gesetzes zu stellen, das ist's, was auch den gewöhnlichen Juden hoch über alle Menschen hinaushebt, was ihm leiten, in glücklicheren Zeiten könntest Du ein großer Maler werden — : Freue Dich, mein Sohn, Du darfst den Namen Gottes heiligen, ohne den Scheiterhaufen besteigen zu mühen, Dein ganzes ferneres Leben wird nichts sein als eine Heiligung Gottes. Wie einst Hille! die Armen, Rabbi Elieser die Reichen, so ist cs Dir vergönnt, diejenigen zum Studium des Gesetzes Ighxzxjf. ->*sr ->■•<-- (Nach einem Gemälde von Professor Ludwig v. Nößler—Frankfurt a. M. Tert S- 1602.) Unsterblichkeit sichert in jener Menschengeschichte, die von Gott geführt wird. Jizchak, Du klagst, zwiespältig seist Du erschaffen? Jizchak, mein Sohn, jeder Jude wird zwiespältig erschaffen, sich selbst überlasten müßte er werden wie die anderen Menschen, sich zu bezwingen, sich dem Gesetz zu unterordnen ist seine Pflicht als Jude. Jizchak, mein Sohn, Du hast große Fähigzu verpflichten, die ihr Herz mit dämonischer Gewalt anderswohin zieht. Deine Aufgabe ist schwer, ich aber bin stolz auf Dich." Voll Begeisterung hatte Rabbi Jehoschua gesprochen. Erwartungsvoll hingen nun seine Blicke an seinem Sohne, doch der stand schwer athmend da, eine Thräne rollte langsam aus seinem Auge, tief traurig