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Der Israelit · 1901-09-12 · Heft 72 (12.9.1901) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 72 (12.9.1901)
Date
1901-09-12
Page
– (sequence 2)
Language
German
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1576 So wäre die Bedeutung des Elulschofars aufzufassen.' Es sei eine Vorbereitung für mra Str für den Pflichtschofar des heiligen Rosch Haschonofestes. 'Venn wir den Monat Elul benützt haben, im oon Sund' und Fehl uns zu reinigen, womit mir das göttliche Thcil in uns beeinträchtigt '«aben, wenn lvir ihn in richtiger Erkenntnis jcr Bedeutung des Elulinonats als Vorbereitung für den erhabenen p"~ av, zu ra-cr zu Umkehr und Eintehr, zur Verbesserung und Veredelung unserer selbst benützt haben, dann trifft uns der Pflichtschofar des Roschhaschono in der richtigen, der würdevollen Seeleustimmnng an und rufet uns zu: *:sS arrya am-aa* pn nie aav -|e-rr. Mrs arra aw saa Sy ac*»’ p" xaaa -,cv; „Ihr habt Eure Handlungen gebessert, darum will auch ich Euer Urtbeil mildern, in dem ich statt des strengen Rechtes, väterliche Milde walten lasse." (Iallut Schimoni, Abs. 64lä.) aa-a'ya crp£a\ Das Abstreifen der sündhaften Vergangenheit allein genügt noch nicht, um Hoffnungs¬ und vertrauensvoll einer glücklichen Zukunft entgegen zu gehen, aawa vsc\ Lastet gute und fromme Handlungen hinzutreten, ruft der irxa bv -s-a' uns zu. Wenn der aufrichtigen nzwn es auch gelingen kann, das drohende böse Verhängniß von Euch abzuivenden, so genügt dies immer noch nicht, um die Gnade derhimmlischen Allvaters in dem Maße Euch zuzuwenden, daß Er Euere Zukunft zu einer solch' glücklichen gestaltet. Inte Ihr es wünscht. Und da gibt es Vieles zu thun und zu leisten auf den verschiedenen Gebieten des religiösen Lebens, denn wenn wir ehrlich und aufrichtig lein wollen, muffen wir zugeben, daß die Mahnung des Tischrischofar wahlberechtigt und ebenso begründet ist, orpya iiB», daß es viel, ja sehr viel in der langen Reihe der religiösen Verpflichtungen gibt, was nur gar zu häufig unbeachtet ließen oder doch nicht mit dem erforderlichen heiligen Ernst übten, daß es leider gar zu oft vorkömmt, daß wir irgend eine Mizwa nur als maSa er:» rraic nur gewohnheitsmäßig erfüllen, viel mehr aus Rücksicht für unsere Umgebung, als aus innerem religiösen Triebe, aus wahrer Gottesfurcht und Gottesliebe, szws ~ee». Bessert Euere Handlungen, veredelt und verschönt sie und vermehrt sie, zi'pvz rufet der Schofar NM Sa* uns zu, aber nicht allein der Zahl nach, sondern ganz besonders auch der Art und Weise nach, wie die r-nsia. Ihr übet! Wenn dann der bau Sa? n2:a?. der Schofar der Freiheit am Versv'hnungstage bei uns anlangt und findet, daß die beiden vorausgegangenen Weisen des Schofar nntn St? -.sitr und n:aa Sa* ihren Einfluß aus uns geübt haben, wenn der freiwillige Schofar uns bestimmt bat/ daß wir ohne Zwang, ohne äußere Veranlassung von unfern Lastern uns freigemacht haben, wenn der Pflichtschofar uns dahin gebracht, daß wir Mizwoth erfüllen und zwar in der reinsten und edelsten Absicht, nur deßhalb, weil sie rrira sind, weil nur den Willen unseres Schöpfers Hochhalten, dann lommt der Schofar der Freiheit zu uns, uns zurufend naS rrrtn bau s*n bau es ist Freiheit vorhanden und Freiheit soll Euch zugetheilt werden. Ihr habt Euch von den niedrigen Leidenschaften, die zu Sünde und Laster verführten, befreit, Ihr habt die Kraft geivonncn, den Willen Eures Gottes höher zu stellen, als oen Eurigen, Ibr habt zu freien, zu geistig freien Menschen Euch emporgeschlvungen w rrbrr p'rr; ja *jS px rr.ira pz'ya?, denn wahrhaft frei ist nur derjenige, der nach dem Gesetze lebt, der es versteht, seinen Willen einem höheren Willen unterzuordnen. aaS rrnn ^av, Deßhalb soll auch wirlliche Freiheit Euch werden, Ihr sollt und t'öunt und werdet Euch burdy Goltvevtramm, durch das ruhige Genüssen in Euren: Innern unbesorgt und unbekümmert der Zuiuiift darren, Ihr könnt dann unbesorgt und unbekümmert des himmlischen Richtersprnches harren, denn drei tirei stegesgewive Vertreter habt Ihr für den Tag des Gerichtes entboten, ra'a'r Buße, .TW Unrerodnung Eures Willens unter den Willen des Gesetzes, und wa'a a'trya die hierdurch veranlaßten edlen 'Werke. Rillt solchen Vorsätzen wollen mir das alte Jabr beschließen, auf daß erfüllt merbe jener alte jüdische Wunsch .Tr'372'; rw Snr irrSSp: rrja* San. Es inoge enden das Jahr, mit ihm aller Kummer, und beginnen ein Jahr, reich an Glück und Segen. Amen. Zettirrrgsirachrichten und Corresporiderizen. Deutschland. Main., 1 l. Sept. In Betreff der zu gründenden :ViT:n gehen uns verschiedene Anfragen, Anregungen und Vorschläge zu, welche uns zu folgenden Bemerkungen veranlassen: Wie mir voraussahen, hat die Anregung zu dieser Verbindung in großen Kreisen lebhaften Beifall gefunden, wofür die zahlreichen Anmeldungen zeugen, die fortwährend einlaufen. Sobald diese abgeschlossen sein iverden, nürd es erst an der Zeit sein, daß sich die Herren über die wesentlichsten Gesichtspunkte einigen, unter welchen sie das Studium des Talmud zu betreiben gedenken. Alle nach dieser Seite bisher gefallenen Aeußcrungen haben nur einen ganz provisorischen und in keiner Weise verbindlichen Charakter. Die Redaktion wird gerne bereit sein, s. Z. ans Grund des vorliegenden Materials Vorschläge zu machen und den Gedankenaustausch unter den Mitgliedern zu vermitteln. Es scheint nichtsdestoweniger schon heute geboten, einige der uns vorliegenden Anregungen zur Sprache zu bringen, nin etwaigen Bedenken entgegenzutreten,

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