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Der Israelit · 1901-08-22 · Heft 66 (22.8.1901) · page 31

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 66 (22.8.1901)
Date
1901-08-22
Page
– (sequence 31)
Language
German
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Oolonisation Association projektirten Werkstätten zurück. Durch die Bemühungen dieses Vereins sind 4 Lehrlinge in Smyrna, Salonichi u. s. w. untergebracht worden, 3 arbeiten in Jerusalem selbst als Handwerker, 4 üben ihr Gewerbe in Amerika, Jaffa u. s. w. aus, 6 setzen ihre Beschäftigung anderswo fort, und 5 sind entlaufen oder wegen Unfähigkeit entlassen worden. Man weiss, dass, dank der Liberalität der Jewish (Kolonisation Association, wir eine grosse Zahl unserer Lehrlinge in der Türkei und in Egypten unterbringen konnten; alle haben sich in diesem Jahre behauptet, mehrere von ihnen haben sogar angefangen, den Vorschuss, den wir ihnen gegeben, zurückzuerstatten. Was noch bezeichnender, ist, dass wir in diesem Jahre von diesen Meistern ausgebildete interne Kesselschmiede und Schmiedelehrlinge aufnehmen konnten, was früher unmöglich war, da die Nichtisraeliten sich hartnäckig weigerten, diese Handwerke unseren Glaubensgenossen zu lehren. Die von dem Centralcomite angenommene Art bei der Bewerbung um Aufnahme unserer Lehrlinge, sowohl der internen als der externen, ist ganz sicher die beste. Sie liefert uns fortwährend ausgezeichnete Resultate. Unsere Internen werden besser disziplinirt, sie begreifen ihren Vortheil, und wir behandeln sie human, weil sie sich gut betragen. Erst gestern theilte man mir mit, dass sich im vergangenen Jahre ein freundschaftlicher Verein unter ihnen gebildet, zwecks der Beschaffung von Zeitungen und Büchern literarischen, wissenschaftlichen und gewerblichen Inhalts. Sie haben, wie es scheint, ihr konstituirtes Bureau, ihre auswärtigen Mitglieder, ihre kleine Bibliothek, ihre Musikinstrumente, ihren Konferenztag u. s. w. Ich sicherte ihnen den Dank unserer Alliance zu, und versprach ihnen die Beschaffung einer kleinen technischen Bibliothek durch das Centralcomite. Es zeigt dies von dem Unternehmungsgeist und der Lernbegierda unserer jungen Zöglinge. Gesundheitszustand. Das Jahr 1899 hat unsere Hoffnungen nicht erfüllt; gar viele Krankheiten haben uns im Laufe desselben heimgesucht. Die Wechselfieber insbesondere, diese ständige Plage Jerusalems, haben die Hospitäler und die Krankenstube unserer Lehrlinge bevölkert. Im Rothschild-Hospital hatten wir allein 493 Tage Betten und 7 94 Konsultationen. Wir sind den Herren Doktoren d’Arbella und Wallach für ihre zuvorkommenden Bemühungen, welche sie unseren Zöglingen zu Theil werden lassen, und für das Interesse, das sie unserem gewerblichen Werke entgegenbringen, sehr dankbar. Mit demselben Gefühle danke ich den Hospitälern Bikkur- Cholim und Misgab-Ladach für die unseren Kranken gewährte Gastfreundschaft. Ich hoffe, dass die Verschliessung des Holzhofes das Ende der Fieberepidemie herbeiführen wird. Werkstätten und Betrieb. Unsere Werkstätten haben in diesem Jahre besonders für die Bedürfnisse der neuen Gebäude gearbeitet. Alle zu einer neuen Aufführung nöthigen Arbeiten, von der Entwertung des Planes bis zur Ausmöblirung, sind durch dis Hände unserer Zöglinge gegangen, und das gestattete uns, das grosse Gebäude in weniger als 6 Monaten zu vollenden. Wir haben auch unsere gewohnte Kundschaft durch die Vollkommenheit, die Eleganz und die Dauerhaftigkeit unserer Arbeit zu befriedigen gewusst. Wir haben dazu noch eine grosse Anzahl fremder Handwerker engagirt, um allen Anforderungen zu genügen. Diesen letzteren übertrug ich die grobe, für unsere Lehrlinge weniger nützliche Arbeit, mehr die Vorarbeiten, und bewahrte für unsere Schüler die belehrenden und feineren Arbeiten. So vereinbaren wir das Lehrlingswerk mit dem Betriebe, ohne unseren Zweck und unser Ziel aus den Augen zu verlieren. Mechanische Schmiede. Das Kontingent der Werkstätte der mechanischen Schmiede stieg von 30 auf 45. Wer würde bei diesem Beispiele noch zu behaupten wagen, dass unsere Glaubensgenossen nicht die harte und beschwerliche Arbeit lieben? Unsere jungen Zöglinge ergeben sich der Schmiedearbeit und der intelligenten Handhabung der Maschinen, und sind dazu gelangt, die Arbeit mit der Hand mit der des Geistes zu verbinden. Es würde genügen, die durch diese Werkstätte dieses Jahr unternommenen und zu gutem Ende geführten Arbeiten aufzuzählen, um die Vortrefflichkeit und die Verschiedenheit des für die Errichtung unserer mechanischen Schmiede angenommenen Programms zu zeigen. Wir hatten zu vervollständigen und herzustellen Pampen mit Reservoirs und Spritzenschlauch für verschiedene Kunden, unter anderen für den Herrn Konsul von Italien. (Fortsetzung folgt.)

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