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Der Israelit · 1901-08-19 · Heft 65 (19.8.1901) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 65 (19.8.1901)
Date
1901-08-19
Page
– (sequence 19)
Language
German
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WM?W«WWWjWWMM WMWMMMAW»,WWMWWWWWWMj 35 WWW derselbe, der aucli Marginalnoten zu dem in Oxford befindlichen Cod. 861 von Maimonides niin njtre schrieb. 31. Salomo 01 mo, vermutlich Sohn des Simon (Nr. 21), zeichnet am 6. Elul (21. August) 1643 als Besitzer der Talmudhandschrift von Pfersee (Rabinowitz 1. c.). 32. Bunem Günzburg, Sohn des Simon (Nr. 21), starb in Praga. 1644; auch seine Frau Gitel starb dort in der gleichen Zeit (Hock 1. c) 33. Jesaja Günzburg. Solm des Simon (Nr. 21). starb 1664 in Prag (ibid.) 34. Löb Günzburg, Sohn des Bunem (Nr. 32), starb 1689 und seine Frau Machla 1696 (ibid.) 35. Bär Günzburg, Sohn des Bunem (Nr. 32), Sehtadlaii von Böhmen, starb 1719 in Prag (ibid.) (Fortsetzung folgt.) Zur Gesehiehte der Maimüni’sehen dreizehn Glaubensartikel. Von Dr. J. Holzer. (Schluss.) Man mag in religiöser Hinsicht die Entstehung der karäischen Bewegung und Opposition bedauerlich finden, in literarischer und wissenschaftlicher wird man derselben einen hohen Wert nicht absprechen können, einen Wert, der schliesslich auch der Religion zu gute gekommen ist. Wir haben schon Eingangs unseres Artikels zu bemerken die Gelegenheit gehabt, wie gerade der Kampf gegen das dem Judentum Fremde in alter Zeit die Grundbegriffe und -Anschauungen im Judentum geklärt und geläutert hat. Dieselbe Wahrnehmung trifft auch für die Zeit der Karäerkämpfe zu. Wie die Karäer für die anderen Wissenschaftszweige des Judentums weckend oder doch fördernd gewirkt haben, so haben sie sich auch auf dem Gebiete der jüdischen Religionsphilosophie hervorragende Verdienste erworben, die nur darum weniger in die Augen fallen und für uns bemerklich sind, weil eine spätere Zeit gar bald über sie hinausgekommen ist. Das rabbinische Judentum war durch die heftigen Angriffe der Karäer eine Zeit lang in grosse Gefahr geraten, Der Erste, der mit kühnem Mute und gründlicher Gelehrsamkeit die Verteidigung des Rabbinismus mit philosophischen Waffen zu führen begann, war R. Saadia Gaon. Um die Haltlosigkeit und die I inneren Widersprüche der karäischen Grundsätze nachzuweisen, schien ihm eine erneute Prüfung der Prinzipien der jüdischen Religion geboten, als deren Frucht wir sein Buch mm mrcx betrachten dürfen In dem Sinne von Dogmen erscheinen hier, teilweise zum ersten Male ausgesprochen : Die Schöpfung aus Nichts, der Glaube an Wunder, die Göttlichkeit der Tradition, Unabänderlichkeit des Thoragesetzes. die Auferstehung, messianische Erlösung, Lohn und Strafe. Als die Attribute Gottes bezeichnet er nach Art der Mutakallimün, an die er sich in seinen philosophischen Ueberzeugungen anschliesst, Einheit, Leben, Allmacht und Weisheit. Doch ist bei ihm ebensowenig wie bei Jehuda Halevi, der seinen Cusari ähnlichen Untersuchungen gewidmet hat, eine bestimmte Zahl für die Grundsätze des Glaubens zu finden. Eine solche numerische Feststellung finden wir zum ersten Male seitens der Karäer bei Jehuda H a d a s s i, dem Verfasser des Eschkol Hakofer. Die Vorliebe für die Zehnzahl und die damit zusammenhängende Rubrizierung der Gebote unter den Dekalog, sowie auch der Umstand, dass auch die Glaubensartikel der Muhamedaner, an die sich die Karäer gern anschlossen, zur Zehnzahl zusammengefasst waren, werden wohl die Festsetzung der Zehnzahl für die Glaubensartikel bei den Karäern fortan bewirkt haben, die sich in folgender Gestalt fast bis ins 15. Jahrhundert hinauf, nur teilweise und unwesentlich verändert, erhalten hat: 1) Die ganze Körperwelt ist aus dem Nichts erschaffen worden. 2) Es giebt einen Schöpfer, Gott. 3) Er ist gestaltlos, einzig, allen anderen Wesen unähnlich. 4) Er hat Mose und die Propheten gesandt. 5) Er hat durch Mose die Thora gesandt, welche in ihrem geschriebenen Wortlaut ausreichend und einer Ergänzung durch die sogenannte ,.mündliche Lehre“ nicht bedürftig ist. 6) Die Thora muss von jedem Israeliten in der heiligen Ursprache erlernt werden. 7) Gott hat ein Heiligtum eingesetzt. 8) Er wird die Toten am Tage des Gerichts wieder beleben. S) Er vergilt jedem nach seinem Thun. 10) Er wird Israel durch einen Sohn Davids aus seinem Elend erlösen. Wohl sind zeitlich in der Festsetzung einer Zahl für die Glaubensgrundsätze den Karäern die Rabbaniten vorangegangen. So bezeichnet Chananel ben C hu schiel im 11. Jahrhdt. die vier Sätze: 1) Glaube an Gott, 2) an die Propheten, 3) an die künftige Welt, 4) an die Ankunft des Erlösers, ausdrücklich als solche, wie denn auch im folgenden Jahrhundert

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