Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 51 (1.7.1901)
- Date
- 1901-07-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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•589BTOWWH1!'1 begraben (MP Nr. 8). Der Ehe entstammten acht Söhne und acht Töchter. Die älteste Tochter Ella war die Frau des Gaon R. Akiba Frankfurter (Horovitz 1. c. 32; DM 8); sie starb in Frankfurt am 6. Elul (22. August) 1594; nach ihrem Tode heiratete R. Akiba deren Schwester Fromet, welche am 11. Nissan (26. März) 1619 in Frankfurt starb (Horovitz 1. c. 96). Eine Tochter, Breindel, war mit Maier Haas in Frankfurt verheiratet; nach vollzogener Scheidung heiratete sie einen R. Abraham; der erste Ehemann wollte hierauf die Scheidung für ungiltig erklären (Horovitz 1. c. 29). Eine Tochter Hanna starb 1599 in Frankfurt; eine Tochter Braunlin n’jmn starb 27. Tamus (30. Juli) 1617 in Worms* * * * * * 7) (MP Nr. 29). Eine Tochter Vöglin starb in Frankfurt. Eine Tochter Bunlin war die Gattin des Gaon R. Eliahu ÖHingen und starb in Frankfurt (Mtsch. 1898 8. 559; DM 252). Eine Tochter Edel war die Gattin des Vorstehers Naftali Herz in Worms, wo sie 1598 starb (Memorbuch S. 8). 2. Mose Abraham Ulmo, ältester Sohn des Simon (Nr. 1) wurde am 22. Tamus (15. Juli) 1571 in Burgau begraben; eine über seine Frau verbreitete üble Nachrede gab Veranlassung zu unliebsamen Auftritten und Klagen bei dem weltlichen Gericht; erst der Intervention des R. Eisik halevi und des R. Salomo Luria gelang es, Frieden zu stiften; vgl. bun rrw Nr. 11; BIG I, 25 (MP Nr. 2). 3. Abraham Ulmo, zweiter Sohn des Simon (Nr. 1), bekleidete mehrere Jahre das Vorsteheramt in Günzburg, beschäftigte sich mit Thorastudium, sammelte und spendete Beiträge zur Auslösung von Gefangenen und erbaute gemeinschaftlich mit seinen Brüdern die Synagoge in Burgau; er starb in hohem Alter (MP Nr. 3; Todestag fehlt). Seine Tochter Hendle war die Gattin des angesehenen und gelehrten R. Elchauan (Henle) ps8 *; in Augsburg, wo sie am 1. Jjar (27. April) 1675 starb (MP Nr. 42). Seine Tochter Merlen, Gattin des Elieser Giinzburg' n Frankfurt (s. u.), starb daselbst a. 1654. 7. Braunlin Giinz (Abkürzung von Günzburg) kommt 1579 in Worms vor (DM 180); auch schon 1570 werden von dort verschiedene Günz erwähnt, wie Eisik Giinz, Aron Günz, Sanwel Günz, Bendit Giinz (cf. Kaufmann, Jair Chajim Bacharacli S. 10 n.) Ihre Angehörigkeit zur Familie Günzburg lässt sich wohl vermuten, aber nicht nach weisen 8) R. Elchanan, Sohn des Naftali llerz Ulmo p'3, widmete sich mit Eifer den Gemeindeangelegenbeiten und hielt lebenslänglich eine eigene Synagoge in semem Hause; er starb in Augsburg am 8. Siwan (2. Juni) 1675 und wurde in Pfersee begraben. S6 4. Ascbcr Aron (genannt Lemle) Ulmo, dritter Sohn des Simon (Nr. i), der dem Thorastudium sich widmete und auch für die Gemeinde t.hätig war,0) starb in Burgau am 8. Siwan (23. Mai) 1608.10 *) Seine Gattin Esther, Tochter des R. Jizchak psn, starb in Friedberg und wurde dort am 20. Elul (1. September) 1608 begraben. 5. Elieser Ulmo, vierter Sohn des Simon (Nr. 1), sehr fromm und gelehrt, wunderte im Alter nach Palästina aus und starb am 5. Cheschwan (20. Oktober) 161 3 in Tripolis ll); er zeichnet unter den Eigentümern der Pferseer Talmudhandschrift (Rabinowitz, Dikduke Sofrim, I, 35) und ist wohl identisch mit dem im d'Cj ntpyc 'd Nr. 19 genannten sc?\s nnstpoa ~ivb n. Seine Tochter Sara wurde die Gattin ihres Vetters, des Rabbiners Jakob Günzburg in Friedberg (s. u.); MP rühmt ihre Frömmigkeit, und berichtet u. A., dass sie Schaufäden gesponnen und Jedermann davon gegeben habe; sie starb in Pfersee am 17. Ijar (29. April) 1630. 6. Isack (Eisik) Ulmo, fünfter Sohn des Simon (Nr. I), der als grosser Gelehrter und Gaon bezeichnet wird (cf. RGA »-irr rra -pn Nr. 8 u. 38)12); er wohnte noch 1610 in Pfersee13), wanderte später nach Palästina aus und starb in Jerusalem. Seine Frau Schönlen, Tochter des R. Anschel, starb in Pfersee am 19. Nissan (9 April) 1594. 7. Samuel Ulmo, sechster Sohn des Simon (Nr. 1), der die Interessen der Juden in Schwaben vertrat und für den Synagogenbau in Burg au spendete; er war Vorsteher in Worms und starb dort hochbetagt am 7. Scliebat, (19/20. Januar) 1630 (Wormser Memorbuch 8. 6; MP Nr. 39); ich halte denselben für den als „Samuel Jud" Unterzeichneten Vertreter der Juden in Burgau, welche? 1618 an den Kaiser Mathias mit der Bitte sich wendeten, ihnen die gleichen Privilegien zu verleiben, wie sie die Juden in Frankfurt besassen (cf. BIG I, 9); auch in RGA tsin Nr. 27 und in der Einleitung zu R. 9, Ein schwäbisches Memorbuch berichtet über ihn DDDH D7i»n "iny mDl mm 10) MP Nt. 20; (las Friertberger Memorbuch fol. 19 a nennt den 8. Siwan 863 (18. Mai 16i>3) als Sterbetag. 11) David Grünhut sagt auf dem Titelblatt zu seinem "in 71TID dass er in Safed gestorben sei, während das Friedberger Memorbuch Tripolis nennt und als Sterbetag den 4. Cheschwan (7. Oktober) 1614 angibt; der von uns bezeiohnete Sterbetag ist MP entnommen. 12) Der in RGA ’JSPn n, Nr. 35 genannte ’Y'YID NKHJJBDD scheint mit dem Unsrigeu identisch zu sein. 18) Hiernach erweist sich die Annahme Kaufmanns hinsichtlich der Identität des Uusrigen mit dem Freunde des Abraham Jbn. Akra (DM S. >82) als unrichtig.