Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 50 (27.6.1901)
- Date
- 1901-06-27
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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oftmals umwölkt, aber auch oftmals im herrlichen Blau strahlend. Wir bestehen nach dem weisen Rathschluß unseres Schöpfers, der es gewollt, daß wir durch Schmerzen geläutert werden und durch die Qual erstarken. Wir sind nicht einsam, denn wir haben uns ja; es einigt uns Alle die unendliche Liebe zu dem Stamme, dessen bescheidene Reiser wir sind. Versuchen wir noch einmal die Hohe zu ersteigen. Ermannen wir uns, lehren wir zur Thora zurück und sie wird, dem Phönix gleich, aus ihrer Asche neu erstehen. Führen wir Mauern auf, aus denen Keiner von uns hinaustreten wird, und sie werden uns schützen in den Stürmen des Lebens. Lernen wir Juden werden und Gott wird uns helfen, daß wir es auch sein können. Opfern wir die Neigungen unseres Herzens unserem Volke, unserer Aufgabe und auch die Opfer kehren zurück. Bietet auch die Gegenwart ein Bild trostlosen Jammers, so wollen wir doch auch über diese Nacht voll unerschütterlichen Vertrauens auf das Morgenroth des kommenden Tages Hinblicken. Höher, immer höher steigt die Sonne, aber sie schmerzt nicht mehr, denn auch bei uns ist dann die Sonne eingekehrt, xdioi np-iat vmv w02b nmn. Zeitrmg-rtachrrchterr und Correfpouvenzen. Deutschland. Mainz. Von verschiedenen Seiten drücken uns Freunde der Thora in Deutschland ihre lebhafte Befriedigung über die von uns berichtete Vertheilung von in der Schweiz aus und theilen unseren Wunsch, daß dieses schöne Beispiel auch bei uns Nachahmung finden möge. Zur Realistrung dieses Wunsches schlagen wir vor. daß sämmtliche Herren, welche sich an einer derartigen Vertheilung von dtp durch Uebernahme einer xtpdd betheiligen möchten, uns ihre Bereitwilligkeit dazu mit theilen wollen, event. mit Angabe der xracn, die sie am liebsten übernehmen. Sobald die Betheiligung eine genügende sein wird — woran wir n*2 nicht zu zweifeln brauchen — werden wir die Namen der betr. Herren veröffentlichen und das Erforderliche zu einer einheitlichen Regelung veranlassen. Abgesehen von dem p-nin -no'S der auf diese Weise aus freier, eigener Initiative eine mächtige Förderung erfährt, wird diese Vereingung auch nach anderer Seite hin sich vielfach als ersprießlich erweisen. Während die Feinde des Gottesgesetzes ihre Versammlungen ausgesprochenermaßen unter Ausschluß alles Religiösen und Jgnorirung von Twtvi min abhalten, wird diese Vereinigung Zeugniß dafür ablegen, daß das ton*« van seine einigende, verbrüdernde Kraft auch für unsere Zeit nicht verloren hat. Viele Gleichgesinnte werden sich auf diese Weise näher treten und Zeugniß für die Wahrheit ablegen: nun snb n»u apnjfc vu'2. Der Herausgeber dieser Zeitschrift ist bereit, 22 N121D zu übernehmen und schlägt Frankfurt a. M., als im Mittelpunkte Deutschlands gelegen, zur Abhaltung des Sium vor. Hamburg, 25. Juni. Am Dienstag Rosch-Chodesch Tamus traf hier Herr Rabbiner Dr. S. Bamb e r g e r aus Sulz zur Uebernahme seines neuen Amtes als Klausrabbiner an der altehrwürdigen alten und neuen Klaus ein. Der gute Ruf, der Herrn Rabbiner Bamberger in Bezug auf Chochmoh wie Jiroh vorausgegangen ist, fand erst jüngst in Nr. 47 des „Israelit" in einer Correspondenz aus seinem bisherigen Wirkungskreise beredten Ausdruck und gerne hat man hier diese wohlverdiente Anerkennung als Bestätigung desjenigen, was man im engeren Kreise der Klausverwaltung bereits gewußt und bei der Wahlhandlung zu Bericht gebracht, gelesen. Die kurze Zeit seiner Amtsthätigkeit hat bereits gezeigt, daß man eine glückliche Wahl vollzogen. Möge auch Herr Dr. Bamberger in Hamburg das Ziel seiner Wünsche erreicht haben resp. erreichen. In seiner am Sabbat Paraschat Korach gehaltenen Antrittsrede, die Herr Rabb. B. mit dem Danke ^112 121 iTDn TDK xb itpx '.i begann, richtete der Redner seinen Blick zunächst nach oben, um dann der Klausverwaltung für die auf ihn gefallene Wahl zu danken, die seinen lange gehegten Wunsch in einer großen jüdischen Gemeinde, in einer Ir we-Em be Jisroel, wie es Hamburg genannt zu werden verdient, für Thora lilmod ulelamed wirken zu können, in Erfüllung gebracht. Der Ausspruch des hervorragendsten jener Schüler, des Rabbi Jochanan ben Sakkaj, R. Elasar ben Aroch Diipwxb 2'tpntp no jni min nptr in wurde vielfach, namentlich in der neueren Zeit dahin mißverstanden, als sei eS nöthig in die Wissenschaft der Epikuräer einzudringen, um so deren Anhänger mit ihren eigenen Waffen bekämpfen zu können, wie viele aber sind dabei zu unseren gefährlichsten Feinden übergegangen. Rabbi Eleasar wollte — so erklärte der Redner sehr geistreich — zum fleißigen Thorastudium besonders aneifern, damit man durch ein reiches Kennen der Thora und nur mit dieser die Gottesleugner erfolgreich bekämpfe und besiege. Thauro ist der Schatz, den wir zu bewahren haben, sie hat uns durch alle Angriffe und Gefahren geleitet und sie wird uns dem ersehnten Ziele zuführen 121 psn nj? ’n f*? 'nbcr, ’jx: so schloß Redner seinen formvollendeten Vortrag. Am Sonntag Abend 9 Uhr hielt Herr Rabbiner iiber das halachische Thema °py r*0’5P2 rctrno rsxSo T2JH X2'1L xb 7I"1 7I1VD17! 'X 2",? TI2tP s"p "pDB„ "pj? '12NT njnx2 einen einstündigen Vortrag, der sowohl in Form wie Inhalt begeisterte Aufnahme fand. Es war ein stolzer Bau, aus klassischem Material kunstgerecht zusammengetragen, der allgemeines Lob fand und von den Autoritäten, die fast alle erschienen waren, an ihrer Spitze der Herr Oberrabbiner, als eine Meisterleistung bezeichnet wurde, und allseitig wurde der Klausvor-