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Der Israelit · 1901-06-10 · Heft 45 (10.6.1901) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 45 (10.6.1901)
Date
1901-06-10
Page
– (sequence 4)
Language
German
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1002 ftnmtnp wie er beseelt, war sie ihm eine treue Beratherin in allen Dingen. Das; bas Gotteswort und Studium der Gotteslehre in ihrem Hause eine Stätte habe, war ihr von je ein beglückendes Bewußtsein. Das Erbe seines Geistes hat Falk Goldschmidr seinen Kindern hinterlaffen. Die Bescheidenheit des schlichten Mannes hat es den ileberlebenden versagt, an seinem Grabe Verehrung, Dank und Schmerz in Worten herausklingen zu lassen. Aber umso inniger und wärmer haben stumm die Herzen am Grabe gehuldigt. ehe'idh pitrr zzz\ Das Leid um ihn in seinem engsten Kreise, in unserer Gemeinde und überall, wo inan ibn kannte und verehrte, die stillen Seufzer der Armen und jener, die er mit kräftiger Hand vor Verarmung geschützt hat, das sind die eigentlichen find so viel 2'^cvn, als er Edles und Gutes gestiftet und gewirkt hat. Mit ihm ist das letzte in Frankfurt a. M. wohnhafte Glied eines edlen Geschwisterkreises zur Ruhe gegangen, der in den Persönlichkeiten eines Jakob, Selig und Falk Goldschmidt und einer Frau Sara Stern un vergängliche Ideale jüdischer Lebensersüll".ng dahingestellt hat. Aber rc xd -;'2x rpy* die jetzt blühende jüngere Generativer dieser edlen Familie, hat den echt jüdischen Geist ihrer Elternhäuser mit hinüber in ihre Häuser genoinmen und als starke Stützen unserer Gemeinde und des orchodoren Iudenthums pflegen sie das ihnen gewordene heilige Vermächtnis. T-‘ zzv." -i. Berlin, 2. Juni. (Repräsentanten- Versammlung.) Die Herren Blaschke und Mannheimer richten an den Gemeindevorstand das Gesuch, dem Lehrlingsheim in Pankow einen Zuschuß von 2000 Mk. bewilligen zu wollen. Der in Nizza verstorbene Herr Jakob Plaut hat der Lehrerbildungsanstalt OG'MO Mk. zugewendet, Frau Therese Benjamin eine Bettlntnng kür das Krankenhaus im Betrage v"n 0000 Mk. Der Abschluß -ines Miethvertrages bezüglich des Eonrertsaales der Brauerei Friedrichsbain für den Gottesdienst an den hohen Feiertagen un ier gleichen Bedingungen wird genehmigt. Für Reparaturen an den Gemeindegrundstiicken in den Jahren 1901--1002 und 1002—1903 werden 00,388 Ml. 20 Pfg. bewilligt. Zur Sdeisuug inhaftirter Glaubensgenossen am Pepachseste hat die Armenkommilion 1100 Mk. gebraucht. Die diesjährige Beschaffung und Vertheilnng von Mazzotb kostete 8000 Mart. Es rolgen Bewilligungen von Subventionen: 1) An die Religionsgemeinde von Eharlottenbnrg 10.000 Ml., 2) an die jüdische Resormgemeinde 20,000 Mark und bei Bedarf von Revaratnren die einmalige Summe von 10,000 Mk, 0) an den Louisenstädtischen Bruderverein 1200 Mk., 4) an den Synagogenverein Abawabtoroh 1000 Mt., 0) an den Synagogenverein Moabit 2000 Mk., 01 an den Religionsverein Friedrichsberg looo Mk.. 71 an den Religionsverein Gesundbrunnen 1600 Mk., 8) an den Religionsverein Oranienburger Borstadt 2200 Mk. und 300 Mk. zur Tilgung von Schulden, 9) an den Religionsverein Rirdorf 1000 Ml., 10) an den Fortbildungsverein Monte siore 300 Mk. «die gegen diesen Verein beim Gemeindevorßande cingelaufenen Anklagen wurden als hinfällig niedergeschlagen), l 1) an den Synagogenverein N'weh schola.-in zum letzten Male 300 Mk. Als neues Mitglied in den Ausschuß II tvurde Herr Benno L e v y gewählt. — Ueber eine anderweitige Plaeirnng der Berichterstatter soll eine gemischte Kommission in Berathung treten. Der znm Dirigenten der vierten Religionsschule ernannte Herr Dr. Kellermann aus Könitz wird sein Amt am 16. August antreten. E.R. Berlin, 29. Mai. Wir erhalten die folgende Zuschrift: „Erst jetzt erhalte ich Kenutniß von einem Artikel übm meine Firma in Rr. 34 Ihrer Zeitschrift. Da derselbe auf irriger Auffassung Ihrer Berichterstattung beruh!, so gclatte ich mir, in Nachfolgendem den Sachverhalt kurz daczustellen: Seit ea. .39 Jahren habe ich ein ausgedehntes DarM'lßnaroßaeschäft in meinen Räumen, .Kaiserstraße 22, beziehe meine Waaren zumeist aus eigenen Darinschlcimcreicn in Rußland, und da ich aus diesem Grunde auch koschere Därme beschaffen konnte, habe ich mich im vorigen Iabrc bereit erklärt, die „Darm schleimerei der jüdischen Gemeinde zu Berlin" zu übernehmen, welches Institut ich auch seit dem 1. Oktober 1900 leite. Dasselbe steht unter ständiger Aussicht und Verschluß der jüdische!' Gemeinde, die Zubereitung, den Versand und das Lagern der Därme überwacht der von der Gemeindangestellte und besoldete jüdische Beamte, die Oberaufsicht führt Herr Rabbiner Dr. Eschelbacher. Das Institut 01 dazu bestimmt, den Bedarf der Berliner Wurstfabrikanten (jedoch nur der unter Aufsicht stehenden) zu decken. Da aber stets reichlich Waare Vorrat big, es ein zweites, auch nur ähnliches Geschäft, überhaupt nick! gibt, während andererseits der Bezug von loscheren Därmen sehr im Argen liegt, ja sogar der größte Unfug, um nicht Betrug zu sagen, mit koscheren Därmen getrieben tvird, bin ich hervorgetreten, um die „Darmschleimerei der jüdischen Gemeinde" allen Interessenten bekannt zu geben. Es erschienen alsdann diesbezügliche Artikel in den bedeutenderen jüdischen Blättern. Herr Rabbiner Dr. Eschelbacher fühlte sich durch ''eine Gewissenhaftigkeit veranlaßt, in der „Iüd. Presse" zu erklären, daß er lediglich die Aufsicht über die Darmschleimerei der jüdischen Gemeinde, dessen Verwalter ich bin, nicht aber über mein sonstiges Darm- Engrosgeschäst habe. Eine solche Erklärung war ganz in der Ordnung, denn nur die Därme in der Darmschleim''rei ans dein Viehhose, welche übrigens bei der Ablief-rung an die hiesigen Metzger mit Plomben und Bersckilnßsiegel der Gemeinde versehen werden, sind MMMMiaa

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