Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 42 (30.5.1901)
- Date
- 1901-05-30
- Page
- – (sequence 35)
- Language
- German
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MWWWWAWWWMWMW! 108 und der schwachen Hilfsmittel, die dem Verein zur Verfügung stehen, für die bedauernswerten Geisteskranken eine schützende Zufluchtsstätte zu errichten. Ich appellire daher an den Wohlthätigkeitssinn unserer Glaubensgenossen, diesen Verein auf’s Kräftigste unterstützen zu wollen, damit er ein eigenes passendes Anstaltshaus erbaue, dessen Notwendigkeit sich leider fühlbar macht. E. Scheid aus Paris. Ich begrüsse eine, so viele Wohltaten spendende Institution, wie sie der Verein “D'tyj in seinem Hospital unterhält, aus vielen Gründen. Nicht allein sind die Ziele des letzteren lobenswert; nicht allein, dass es einem grossen Bedürfnisse alhilft, wie es jetzt noch von keiner der unzähligen wohltätigen Anstalten in der f heiligen Stadt geschehen ist, sondern es ist auch die erste Anstalt, welche von den Töehtern Jerusalems gegründet wurde und geleitet wird. Wir können nur mit Freude die Thatsache begrüssen, dass die Frauen der jungen Generation (in Jerusalem ihrer armen Schwestern ge- : denken und mit Liebe für sie sorgen. Es ist wohl bekannt, dass die jüdischen Frauen überall und immer geübt; sicherlich aber ist das genannte Werk die beste Art des Liebesdienstes. Ich spende für Dr. Adler, den Rabbi, für | meinen anderen Bruder, Herrn Marcus Adler, | und für mich, und wünsche nur, wir könnten mehr geben. ( E. N. Adler aus London. i (Schluss folgt.) Schulen und Lebrlingswerke der Alliance Israelite Universelle. (V. Fortsetzung.*) Endlich schliessen alljährlich hundert Lehrlinge ihre technische Erziehung in den Lehrlingswerken der Alliance ab, auf deren Rechnung die jungen Leute sich' einrichten und selbstständig als Handwerker ehrbar ihr ßrod verdienen. Aus dem Berichte von 18 98 konnte man ersehen, wie das Centralcomitö die Vereine der früheren Allianceschüler, welche sich in den verschiedenen Gemeinden gebildet hatten, ermuntert hat. Die aus den Schulen hervorgegangenen jungen Leute, ira Allgemeinen edel und grossmüthig, fühlen das Bedürfnis, sich zum Zwecke der Ausübung von Barmherzigkeit und Mitgefühl zusammen zu schliessen. Jetzt schon haben mehrere dieser Verbindungen, namentlich die von Tanger, Smyrna und Tunis, eine grosse Anzahl von Mitgliedern; ihr Zweck ist, die Thätigkeit. des Centralcomites zu unterstützen, Werke der Wohlthätigkeit und der Hilfe neu zu schaffen, arme Kinder unterzubringen, zu überwachen und das Lehrlingswerk für Knaben und für Mädchen zu vervollständigen. Diese jungen Vereine, welche für das Gute begeistert und thätig sind, werden mächtig dazu beitragen, den geistigen und moralischen Standpunkt der Gemeinden zu heben. Die schnelle Vermehrung der Elementarschulen hat das Centralcomitö in die NothWendigkeit versetzt, eine entsprechende Entwickelung den Vorbereitungsschulen in Paris zu geben, wo sich die so treuen Lehrer ausbilden, welche einen Strahl der modernen Bildung in die fernen Gegenden bringen. Die Vorbereitungsschulen zählten im Jahre 1868, in dem sie gegründet wurden, nur fünf Schüler, im Jahre 1880 wurden sie von 37 Zöglingen besucht, unter welchen 25 Präparanden und 12 Präparandinnen waren; im Jahre 1890 hat sich die Zahl wenig verändert, aber im Jahre 1897 stieg sie auf 62 Jünglinge und 20 Jungfrauen; im Jahre 1900 sind es 96 Jünglinge und 40 Jungfrauen. Diese Letzteren widmen sich alle dem Lehrberuf, und sind mit einer oder zwei Ausnahmen, in den Allianceschulen des Orients oder Afrikas unterrichtet worden. Unter den 9 6 Zöglingen der Vorbereitungsschule für Knaben kommen bloss 65 aus den Elementarschulen der Alliance; 18 Zöglinge stammen aus Rumänien und sollen später in den israelitischen Schulen Rumäniens Lehrer werden; 6 sind durch die Bemühungen und auf Kosten des israelitischen Schulcomitös, in die Anstalt aufgenommen worden, um Lehrer an diesen Schulen selbst zu werden; die 7 anderen besuchen den Kursus des landwirtschaftlichen Instituts, und werden placirt werden in den Ackerbauschulen der Alliance, sowie in den *) 8. Nr. 772.