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Der Israelit · 1901-05-20 · Heft 39 (20.5.1901) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 39 (20.5.1901)
Date
1901-05-20
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Hamburger Herren Julius Vernarb und Adolph L e w i s o h n dem Krankenhause der Deutsch-Israel. Gemeinde Hierselbst 80 000 Mk. zur Errichtung eines besonderen Vavillon zur Aufnahme von Jnfektionslranken überwiesen haben. Nach Ausarbeitung der Pläne, die der Medizinal- und Baubehörde zur Prüfung resp. Genehmigung Vorgelegen, stellte es sich heraus, daß zur Befriedigung der hier verlangten Aenderungen im Plane — die Errichtung verschiedener Abtheilungen für die in Betracht kommenden Jnfektionskranken, sowie eigener Küche u. s. w. — die obige Summe bei weitem nicht ausreichen würde. Nachdem dieses den Spendern vom Kuratorium mitgetheilt worden ist, haben dieselben in bochberziger Weise den Betrag ihrer Schenkung auf 136 000 Mk. (130 000 Mk. zum Bau und 6000 Mk. für Einrichtung) erhöbt, so daß der Bau sehr bald in Angriff genommen und möglichst schnell gefördert werden dürfte. — Momentan wird von Seiten der Städtischen Baudeputation auf Kosten der Stadt das vor dem Krankenhause befindliche Straßenpflaster ausgenommen, um in ein geräuschloses Asphaltpflaster verwandelt zu werden. H. B. München, 16. Mai. Dem Rechenschaftsbericht des „Verein zur Förderung jüdischer Wissenschaft (anerk. Verein)" pro 1900 1901 ist Folgendes zu entnehmen: Die finanzielle Kräftigung des Vereins hat Dank dem unentwegten Opfersinne aller Mitglieder auch im abgelaufenen Jahre erhebliche Fortschritte gemacht. Die Ziffer für Vermiethung von Betplätzen, ebenso die freiwilligen Spenden beim Aufrufen zur Thora, weisen gegenüber dem Vorjahre beträchtlich erhöhte Einnahmen auf; ebenso konnte die noch vom Synagogenbau her bestehende Schuld durch die im vorjährigen Berichte bereits erwähnte Umwandlung der 4V, prozentigen Annuitätenschuld in ein einfaches 4 prozentiges Hypothekenkapital, sowie durch Schenkung von 2000 Mk. Vereins-Obligationen seitens des Herrn Rentier Isidor Neuburger eine wesentliche Abminderung'erfahren. Die Höhe des auf der Lynagoge noch lastenden Hnvothekenkapitals (ursprünglich 68 600 Mk.) beträgt jetzt 66 000 Mk., während von den im Jahre 1891 ausgegebenen 23 000 Mart Obligationen des Vereins z. Zt. noch 16 600 Mark in Umlauf sind. In Folge der lebhaften Nachfrage nach Frauenbetplätzen gelangte eine neue Reihe von Frauenbetllühlen auf dem Mittelempor der Synagoge zur Aufstellung: dagegen konnte sich die Verwaltung zu einer Vermehrung der Männerbetplätze noch nicht-entschließen, weil eine solche nur unter Beeinträchtigung der ästhetischen-GestaUnng des' ~ Jnnenrrmmes - der- Synagoge oder unter Opfern an PygUMlichke^ .seitens, der 'bisherigen Mitglieder durchzüfüWn wäre? . Durch den Tod verlor der Verein im verflossenen Jahre ein überaus verdienstvolles, angesehenes Mitglied, Herrn Ernst A r n st e i n; noch auf dem Sterbebette gab der Heimgegangene einen. erneuten Beweis seines opferfreudigen Sinnes für die idealen Ziele des Vereins. Ein treues, liebevolles Andenken wird dem wackeren Manne stets gewahrt bleiben. Im verflossenen Jahre kamen dem Verein sowohl aus den Reiben der Mitglieder, als auch von anderen Seiten vielfache Geschenke zu, wofür die Vereinsleitung iw Rechenschaftsbericht den aufrichtigen Dank an die edlen Spender zum Ausdruck bringt. Die Betriebrechnung ergiebt an Einnahmen: Betplätze 6037,20 Mk., Mitgliederbeiträge 780 Mk„ Spenden 3387,70 Mk., Schulgeld 246 Mk., Jahrzeitlichier 177,80 Mk., Sammelbüchsen 146,70 Mk., Schenkungen 696 Mk., für Talmud - Thorazwecke 200 Mk. Jahrzeitsftiftungen 1600 Mk., Zinsen 309,89 Mk., Verschiedenes 19,20 Mk. zusammen 12 498,79 Mk. '; Verausgabt wurden: Gehälter '4402,60 Mk., Hausverwaltung und Garderobe 840 Mk:, Gratifikationen 40 Mk., Beleuchtung 649,01 Mk., Wasserzins 46.20 Mk., Brandversicherung 36 Mk., Stistungs-Jahrzeiten 132 Mk., Bankzinsen 2096,21 Mk., beimgezahlte Obligationen 609 Mk., Obligations- Zinsen 480 Mk., Beheizung 273,20 Mk., Reparaturen und sonstige Ausgaben 616,78 Mk. zusammen 10 020,90 Ml. Von den eingeflojfenen Schenkungen sind besonders hervorzuheben: 200 Mk. von Herrn Hermann F ü r t h e r' anläßlich der Jahrzeit seiner sel. Frau, 100 Mk. von Frau Auguste B a u e r anläßlich der Jahrzeit ihres sel. Gatten: ,100Mk. von Herrn Heinr. G u g g e n h e i m e r anläßlich seines 7<X- Geburtstages, 100 Mk. von Frau Kathinka S zkolmyan^ läßlich der Vermählung thred Tochter.! ■ ' Die Hinterbliebenen Mim September 189ZMstorbenen. MitgliedesDerrn .SiWL'EA H'lM r, übergaben 600 Mk. stir Errichtung einer Johrzeitsstiftung zum Andenken an Herrn Simon und.^Frau Fanny Engländer s. A. .Zum gleichen Zwecke übergaben: Herr D. A. Klopfer, Sohn des Herrn'Abraham Klopfer s. A. 300 Mk., die Hinterbliebenen des Herrn Sigmar Reu 300 Mk. Der Im September 1900 verstorbene Rentier, Herr Sigmund: st Lite r-'?.bedrichbe .dejr 1000 Mk., ebenso wihmetj HM geschiedene' Herr- Ernst A r n Mist stdn 500l Mk. I ' ■£? .. - iW/r'/l ' - .sWWMEhW-1, Landgericht als Bertzfungsinstanz d^,Wrhandlung - ge^en den R^dwktewr-de-r-s»tiseosttischrn 'Meuen'Vayrr. - LjrndMei^g^Mhomas! MKKLMMMWhM Unfugs m ' Sachen der Fleischbesudelungs-Verleumdung statt. Nach eingehender Beweiserhebung und Verlesung der Gutachten, von denen zwei auf Antrag

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