Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 33 (29.4.1901)
- Date
- 1901-04-29
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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783 Höhen der Himmelsgesilde zu seinen großen Ahnen, einem *172*1^22x2 1x2 pxer^jn '2v und f:xei^jn '21 Vt oöx*is dort, wo es keinen Kampf mehr sondern nur heiliger Frieden, keine Aussaat, sondern nur Ernte gibt. Schon lange sah man dieses theure. viel versprechende Leben von tückischer Krankheit bedroht, aber man hoffte es durch alle erdenklichen Mittel zu erhalten und glaubte, daß die jugendliche Natur siegen werde. Doch nein. Simon Eschwege hatte seine Lebensaufgabe erfüllt, war eine reife Frucht für das höhere himmlische Leben; er hatte in seinen wenigen Jahren an niüw geleistet, was Andern in einer langen Lebensdauer nicht gelingt, wie es in jenem bekannten Gleichniß beißt 'isi nneo2 rya* '22 -t rm. Wie sehr mau dies erkannte und wie groß die Theilnahme für die schwergeprüften Eltern ist. zeigte sich bei der Trauerfeier im Sterbehause und bei dem Leichenbegängnisse. Nicht nur von den Ortseinwohnern, sondern auch von der nahen. Stadt und aus der Ferne war die Betheiligung eine große, eilte man herbei ran 'vzib D’Tfl ^22^ an der großen Mizwah von 7>sn nubn iheilzunehmen. Der Großonkel, Herr Distrikts-Rabbiner Bombe r g e r dahier, gab in längerer Ausführung und in ergreifenden Morten der Würdigkeit des Dabingeschiedenen und dem Schmerze ob des schweren Verlustes in und außer der Familie beredten Ausdruck. Es folgten dann noch Worte der Trauer und der Anerkennung von Herrn Lehrer L. V. G u t m a n n , Seminarlehrer W e i ß b a r t - Würzburg, dem Onkel Herrn Lehrer A. Eschwege- Thüngen und dem Onkel Herrn Joseph Fromm- Frankfurt a. M. So schied denn der Theuere für immer aus dem von ihm so sehr geliebten und verehrten Elternbause, um nach eigenem Wunsche auf dem Friedhofe zu Frankfurt a. M. in der Nähe seiner Großeltern zu ruhen. üby "nb w iirp'tr* "ij?! Am Grabe zu Frankfurt sprach Herr Rabbiner Dr. H 0 r 0 w i tz tiefgehende Worte der Trauer und der Theilnahme und erläuterte die Stelle cnxn orrx wy ie*x *w£b*ö rixi *npn nx önaiy in Bezug auf den ärztlichen Beruf, daß bei gewissenhafter Erfüllung desselben durch -cstre durch die dem Verstände zugänglichen Vorschriften zur Heilung BN2 vr auch die vrpn. deren Grund nur Gott kennt, anerkannt und bethätigt werden müssen. In diesem Sinne hatte auch der Dahingeschiedene seinen Beruf aufgefaßt. So möge er süß schlummern, der treue Arbeiter im Dienste Gottes und der Menschheit. -i2ijn n:e* npina, mag er auch wenig der Früchte seiner Mühe genossen haben, er war, wie ein Redner die Midrasch-Stelle hieraus anwendete, dennoch ein Licht, das von selbst erloschen; nb'7,Lb nvu )b NL' er hatte sich und den Seinen genug gethan, eine reise Frucht, sich und feinem Stamme zum Ruhme wxnb ner nb! Möge aber auch den trauernden Eltern und Verwandten himmlischer Trost werden in dem Bewußtsein, ihre volle Pflicht an ihrem geliebten Sohne im gesunden, wie im kranken Zustande gethan zu haben und daß sie ihr Kind rein, wie sie es von dem himmlischen Vater empfangen, wieder Zurückgaben npb 'n sm '.1!! b2 nxv-i 'n nnai hüjS jtöh vbyi “1*11212 rr oe> rr 8«ttt, im April. (Ungern verspätet.) Am *nx tt ^and am ersten Jahrzeitstage des verewigten Rabbiners Elias Ehaim eine besondere und würdige Feier statt. Auch Auswärtige waren zahlreich erschienen; denn groß ist die Zahl der Freunde und Verehrer, die der Verewigte nicht allein als großer Talmudgelehrter, sondern auch als ein lieber, seelenguter Mensch, wie er gewesen, besessen. Nach dem Minckah-Gebete in der Synagoge trug Herr Cantor I a f f e mit wohllautender Stimme den Psalm 16 vor, woraus Herr Rabb. Dr. Jacobs 0 h n die Gedächtnißrede hielt, und in Erklärung der Beschaffenheit des mn px in vorwöchiger Sidra mit tief empfundenen Worten dem schmerzlichen Verluste. den die Gemeinde wie ganz Israel durch den Hintritt des tiefbetrauerten heil. Mannes erlitten, Ausdruck verlieh. Sodann sprach des Verewigten Schwiegersohn, Herr Rabbiner Singer aus Mogilno. Nachdem dieser einige lehrreiche Episoden aus dem Leben und Wirken des Verewigten geschildert, der außerordentlichen Bescheidenheit und Anspruchslosigkeit desselben gedachte und in Anknüpfung an das Gebot der Sidra vixvb jrro “p m sw p'bx inp*i, wie besonders der Lehrer in Israel, gleich dem geweihten Olivenöle, lauteren Cbarakters sein müsse, ferner in Anbetracht der Heiligkeit seines Berufes nicht stolz sein dürfe, sondern mri3 zerknirschten Gemüthes in Demuth vor Gott einhergehen müsse, da er nur so würdig sei, “iixvb das Licht der Thora anzuzünden und als teji "o als ein immerwährendes Feuer wach zu halten im Herzen der Gemeinde, dankte er im Namen der Familie dem Vorstande für das Wohlwollen, das er den Hinterbliebenen zuznwenden gedenkt. Mit dem Vortrage des Psalm 116 war die Wehmuth erweckende, erbebende Feier im Gotteshanse zu Ende. Um 31/> Uhr war Versammlung auf dem Friedhofe zur Weihe des Grabsteines. Die gediegene Inschrift desselben hat der Schwager des Verewigten, als meisterhafter Hebraist auch den Lesern des „Israelit" bekannte Rabbiner M. Landau in Raschkow, der am Erscheinen leider verhindert gewesen, verfaßt. Der Bruder des Verewigten sprach ergreifende Worte der Klage. Zu einer kurzen Ansprache ergriff dann Herr Rabbiner Singer das Wort, zunächst der Gemeinde dankend für die Beschaffung eines entsprechenden Leichensteines, der späteren Generationen noch verkünden werde, daß hier ein Großer Israels ruht. Auch der Sohn des Dahingeschiedenen, Herr Abraham C h a i m , hielt einen turzegefaßten, rührenden Vortrag, worauf der Herr Cantor oerständnißinnig das n"2X sang, und die Feier war zu Ende.