Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 33 (29.4.1901)
- Date
- 1901-04-29
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2446951-2449146-2449178--53214-2503855- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
754 Zum z'tyc hielt Herr Dr. Jacobsohn einen Lehrvortrag ans Traktat mns. Nach dem Gebete trug Herr Rabbiner Singer im Hause des Verewigten in Traktat aus des Dahingeschiedenen Nachlaß 1^2 rsm mdce’ "T fnff, vor, und hat, P'~a:rj rctr: rs n:^, einen □*’£ gemacht auf '*"r ni?sr Hiermit schloß die würdige Feier des ersten Jahrzeitstages sür den "in ir,-;; deren tiefer Eindruck niemals schwinden wird aus dem Herzen der Vetheiligien und Anwesenden, pn irby fr -ce;,-: rzv. Letzte Nachrichte». Leipzig, 28. April. Die hiesige Fleischerinnung hat beschlossen, die „Aufhebung des Schächtverbots" zu beantragen. Die „Leipz. Neuest. Nachrichten" sind über diesen Beschluß sehr ungehalten und führen ihn — jedenfalls mit Recht — auf materielle Interessen zurück. Sie schreiben: „Da in Preußen noch geschachtet werden darf, so bezieht ein Theil ver in Leipzig lebenden Juden sein Fleisch aus Halle; vorwiegend werden ja von den Juden die Vordertheile des Rindes genossen, und da behaupten nun hiesige Fleischer, sie wiirden durch das sächsische Schächtungsverbot auf der einen und durch die Nachbarschaft des noch schächtungsberechtigten Halle auf der andern Seite iin Absatz der Vordertheile des Schlachtviehes beschränkt! Deßhalb soll der Staat den gewaltigen Schritt rückwärts machen, und das Schächtungsverbot wieder aufheben! Man darf ja von vornherein keinen Augenblick daran zweifeln, daß diese Petition gänzlich erfolglos sein wird; aber bedauerlich und schwer verständlich ist es, wie eine Leipziger Innung, deren Mitglieder doch im Ganzen wahrlich nicht der Intelligenz ermangeln, überhaupt zu solchem Veschluß kommen kann. Oder spekulirt man etwa darauf, daß, tuen« in Preußen das Schachten erst verboten sein wird, dann die gesummte Judenschaft von Halle, Merseburg, Bitterfeld und Gräsenhainichen treue Kundschaft der Leipziger Fleischerinnung werden wird?" Da sieht man, wie weit der Judenhaß die Köpfe verdrehen kann. Sinoh mekalkeles es haschuroh. O^rinischtes Mainz. (P r e ß p r 0; e tz ) Der Beleidigungsprozeß des Bischofs Brynyck in Königgrätz gegen den „Freidenker" in Wiesbaden und die „Kleine Presse" in Frankfurt, der in einer Eckrasitzung des hiesigen Schöffengerichts zur Verhandlung kommen sollte, ist wegen Erkrankung des Wiesbadener Redakteurs auf den 28. Juni vertagt worden. Strassbnrg i. Elf. Die Israel, gegenseitige Unterstützungs Gesellschaft (Gegründet im Jahre 1849) hacke >900 eine Einnahme von Mk. 6657, die bis auf Mk. 1633 verausgabt wurden. Wien. Der Verwallungsgericlitshof hat der Beschwerde der Gemeinde Wien gegen die Entscheidung des Ministerin umS des Innern, betreffend die Bewilligung zum Baue einer Synagoge in der Neudeggasse im Dill. Bezirke, Folge gegeben. Die Ministerialent cheidung, welche die Baubewilligung enthielt, wurde wegen mangelhaften Verfahrens auf gehoben. Wien. Der Kaiser^hat den Hofrath Herrn Professor Doktor Theodor Gomperz ins Herrenhaus berufen. New-4)ork. Die Zahl der in den Vereinigten Staaten von Nordamerika lebenden Juden beläuft sich nach den diesbezüglichen Erhebungen des Censusamtes auf circa 1 043 800, jedoch sind die betreffenden Statistiken in einzelnen Staaten noch nicht ganz zum Abschluß gekommen. Den stärksten Prozentsatz von Israeli en hat selbstverständlich der Staat New-Dork aufzuweisen, in welchem die Inden gleichzeitig auch in kapitalistischer Hinsicht am stärksten vertreten sind, während im Westen und Nordwesten der Rep Mick ihre Fahl eine verschwindend geringe zu nennen ist. Anzeigen, 'ü Für den folgenden Theil ist die Redaetion nicht verantwortlich. Pie Kedartion «nlcrntmmt niemals eine Prüfung in Kr;ug auf die rituelle Zuverlässigkeit der angeprirsenen Wa re». Pie Bezieher hoben, wenn ste in dieser Hinsicht gesichert fein wollen, die Anpreisungen, Referenren etc. selbst einer Tontrote?n unterwerfe». Hchiust der Inseraten innahme ist Nets: für die Montags»« niner, Sonntag Früh 8 Uhr, für die Oonnerüagsnum n.r, Mittwoch Mittag IS Nhr. Iliiser Statt gelangt regelmäßig Montag und Donnerstag in den AbendNunaen sum perlanüt. Reclainotionen wegen ru späten Eintreffens beliebe man bei der betreffenden postanstatt )u machen. Gffrrtrn auf Tchifferannoncrn werde» täglich, mit Ausnrh ne von Samstag und Sonntag, weiterdefördert. Tüchtiger empfiehlt sich für die Badesaison. Gest Offerten werden unter Nr- 3640 an die Geschäftsstelle d. Bl. erbet. Suche fof. einen" kräftigen Jungen als Lehrling. [3650 M -Hommelburger, Bäckerei, Würzburg. ^{ofelXion, Herrenalb, Schwarzwald. Saison-Eröffnung 1. Juni. Meinen w. Gästen z. gefl. Kenntnißn., d. ich meine Localitäten nach der Klosterstraße, in der Nähe d. Kurhauses u. d. Post verlegt habe. 40 Fremdenzimmer, gr. Lust. — Speisesäle, Garten, direct am Walde gelegen. — Wärme u. Wellenbäder im Hause. Im Monat Juni Pensionspreis 5 Mk. später höher. Um geneigten Besuch bittet [3645 Isaak Lion, Karlsruhe & Herrenalb Unter Aufs. Sr. Ehrw. Herrn Dr. Schtffer—Karlsruhe. Metzgerlehrling. Ein braver Junge von ordentlichen Eltern, kann das Metzzergeschäft gründlich erlernen. [3638 Simon Stern, Waldalgesheim b.Bingerbrück. svestempfohl. tücht. Mann, 4) streng orthodox sucht Stellg. als 1DW ob. ähnlichen Posten Offerten unter W. 594 an A. I Hofmann, Buchhdlg., Frankfurt«.M.[43e