Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 32 (25.4.1901)
- Date
- 1901-04-25
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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geben, wird hoffentlich nicht vergeblich sein, Ihr Opfermuth nicht unbelohni bleiben." Nach diesen Worten empfahl sich der geistliche Herr mit dem Versprechen, sich so viel als möglich um das kleine Liesel zu kümmern, versprach auch ferner seinen ganzen Bedarf an Schreibmaterialien in ihrem Geschäfte kaufen zu wollen, um wieder Gelegenheit zu haoen, mit der geistvollen Frau zu sprechen. „Aber nichts von gelehrten Dingen, liebe Frau Meisterin," schloß der freundliche Herr, schalkhaft mit dein Finger drohend. „Dies ist kein Feld für Frauen, weder für israelitische noch für andere." (Fortsetzung folgt.) Iu unserem Vilde Ein eigenes Kapitel muffen wir, so schreibt Dr. Adolf Kohut in seinem soeben in Lieferungen erscheinenden Prachtwerke: „Berühmte israelitische Männer und Frauen,"*) dem Oppenheim unserer Tage, dem genialen Genremaler Jsid. Kaufmann, ividmen, bevor wir daran gehen, bie dii minorum gentium unter den Malern summarisch zu behandeln. Die Werke, welche dieser Künstler geschaffen, zeugen einerseits von seinem feinsinnigen Verständnis; für das geheimste Leben und Weben seines Volksstammes und andererseits für die Virtuoiität, womit er nicht allein das äußere, sondern auch das innere Wesen Israelis auf die Leinwand zu zaubern versteht. Den Ernst wie den Humor weiß er in gleich prächtigen Bildern zu veranschaulichen. Wie belustigend ist das von uns reproduzirte köstliche Genrebild: „Geschäftsgeheimnisse," worin schlaue ") Leipzig. A. H. Papne Söhne des Ostens über einen kaufmännischen Tric, den sie in Petto haben, sich geheimnißvoll unterhalten. Isidor Kaufmann, geboren in Arad (Ungarn) am 22. März 1852, war ursprünglich für den kaufmännifchen Beruf bestimmt und konnte den dringenden Wunsch, sich der Kunst zu widmen, erst später erfüllen. 1873 kam er an die Landeszeichenschule zu Budapest, wo er ein Jahr blieb, um die Anfangsgrllnde des Zeichnens zu lernen. Ungenügend vorbereitet, kam er 1876 nach Wien und wurde, da seine Aufnahme in die Akademie verweigert wurde, Zögling des Portraitmalers Aigner. Bon diesem ausgebildet, wurde er zuerst Schüler der allgemeinen Malerschule der k. k. Akademie der bildenden Künste und später Spezialschüler des Professors Tenkivald. Nach zweijährigem, künstlerischen Wirken unter der Leitung des Letzteren malte er einige Genrebilder und widmete sich, selbstständig geworden, seiner innersten Neigung, der Genremalerei. So entstand im Laufe der Jahre eine glänzende Reihe van Bildern, dem wirklichen Leben entnommen, welche auf Ausstellungen Aufsehen erregten und von der Presse und Sachkennern überhaupt mit größtem Beifall ausgenommen wurden. Einen hohen Reiz beanspruchen besonders seine schon erwähnten mannigfaltigen Stoffe aus dem polnisch-jüdischen Leben. Jeden Sommer benutzt der Künstler zu einer Studienfahrt nach Galizien, Ruffisch- Polen und Oberungarn., wo er eingebende Studien macht. Für das Bild: „Der Zweifler," erhielt er von der Ausstellungsjurp der „Genossenschaft der bildenden Künste Wiens" die goldene Medaille zuerkannt. Der „Israelit" erscheint wöchentlich zwo I mal, Montags nnd Donnerstags, jede»«,,! te mindestens zwei Bogen. PceiS pro Vierteljahr bei der Post 3 Mark ohne Bestellgeld. Ausland entsprechend höher. VI« abonnirt ganzjährlicy, halbjährlich od r vierteljährlich. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Der Vuchhandrl verkehrt durch V. jjf. Strinacker, Leipzig, Rastplatz )ö. — Inserate 25 Pfennig die »ierßespalten« Petitzeile »der deren Raum. Preis der Zeile im Reclametheil 7.1 Pfennig — Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich 14 Reichs-Mark oder 16 Kronen österr., für's Ansland 1« Mark, an di« Expedition franco einsenden. Postzeitungsliste 3702. Telephon SIS. Eime Rücksendung der an die Redaetion eingesandten Manuskripte findet nicht statt, «an bittet deshalb» sich von allen Einsendungen eine Copie zurückzubehalte». Stellensuchende erhalten auf Wunsch die Jnseraten-Beilage vier Woche« lang gratis nnd frane» hnaesanbt. Ebenso stunde« wir auf Wunsch die Zahlung des JmertionSbetragS an anher Stelle Befindliche bis nach Erlangung einer solche«. Inhalt: (Hauptblatt): Leitender Artikel: Omergedanken. — Zeitungsnachrichten u. Corre» pondenzen: Deutschland : Berlin. Frankfurt a. M. Ems. Aus Württemberg. Seunfeld. Oesterr. Ungar. Monarchie: Wien. Feuilleton: Eine gebildete Frau. (Fortsetzung.) — Zn unsecem Bilde Inhalt der ersten Beilage: Leitender Artikel: Wiener Brief. — Zeitungsnachrichten u. Eorrespondenzen: Köln. Mühlhausen t. E. Oesterr.-Ungar. Monarchie: Wien. England: London. Afrika: Algier. — Aus den jüdischen Armenvereinen und für dieselben: Main?. — Vermischtes. Belletristische Beilage: Heimgefunden. Verantwortliche Redaction Oscar Lehmann in Mainz. — Expedition des „Israelit*, Schottstraße Nr. 2. Mainz. Druck und Verlag der Joh. Wirth'scheu Hofbuchdruckerei Actien-Gesellschaft in Mainz. Hierzu zwei Beilagen.