Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 26-27 (2.4.1901)
- Date
- 1901-04-02
- Page
- – (sequence 61)
- Language
- German
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vor nenn Jahren erschienenen Werkes hiermit abschliessen. Zar Entschuldigung: des Verfassers wollen wir nicht unerwähnt lassen, dass er im fernen Auslande sein Buch geschrieben hat, und nicht immer in der Lage war, die Angaben seiner Gewährsmänner auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. Jedenfalls gebührt ihm für sein fleissiges Werk unser Dank; möge er nur sein begonnenes Werk vollenden, die darin enthaltenen Irrthümer ausmerzen und fernerhin aus zuverlässigeren Quellenschriften schöpfen, dann wird ihm der Dank und die Anerkennung aller Freunde Palästinas zu Theil werden.’ II. Jaffa. Die Hafenstadt Jaffa liegt am mittelländischen Meere, zwischen dem Flüsschen Una (nach •/"ixn von J. Schwarz der alte Jord'an) und dem Flusse Rubin (dem alten Nachal Schorek) Wie Palästina durch seine günstige geographische Lage zwischen drei Erdtheilen dazu geschaffen scheint, den Mittelpunkt des Handels für diese drei Erdtheile zu bilden, so scheint Jaffa geeignet, der wichtigste Seehafen für den Welthandel zu werden, wenn derselbe gehörig vertieft und ausgebaut werden möchte. Allerdings sind gegenwärtig bloss schwache Aussichten dazu vorhanden. Vor Allem müssten sich der längst fertig gestellten und befahrenen Eisenbahnlinie Jaffa — Jerusalem, die Linien Jerusalem — Hebron, Hebron — Gaza, Gaza — Sichern und Sichern-—Galiläa — Damaskus auschliessen. Wenn dann die erwähnte Verbesserung des Hafens von Jaffa vorgenommen wird, Handel, Industrie und Landbau den unausbleiblichen Aufschwung nehmen, dann wird dieses Land zum Stapelplatze aller Waaren werden, welche vom westlichsten Theile Europas nach Indien, China, Japan und Ostafrika, und von diesen Ländern nach Europa bestimmt sind; der Hafen von Jaffa wird dann der wichtigste Seehandelsplatz der Erde werden. Früher war im Inneren des Landes von importirten Waaren nichts zu bemerken, nur egyptische Pferde wurden auf dem. Landwege über Gaza eingeführt. Die Einwohner von Jaffa waren die Käufer aller importirten Waaren, und das Binnenland bezog sie von ihnen. Die Stadt hatte Schneidemühlen, in welchen die Cedern und Cypressen vom Libanon verarbeitet wurden, ferner eine Werft zum Schiffsbau, Exporthandel in Landesprodukten, besonders Oel, und Tauschhandel in Südfrüchten und Gewürzen, Wein und Perlmutter u. s. w. Die Waaren, welche auf den Karawanenstrassen von Indien nach dem mittelländischen Meere gebracht wurden, gingen durch Vermittelung der Kaufleute von Askalon, Gaza und Jaffa in die europäischen und afrikanischen Absatzgebiete. Nach einer von Professor Stark .aufgefundenen Notiz eines altgriechischen Schriftstellers gab es unter den Kaufleuten dieser drei Städte schon in alter Zeit sehr reiche Leute. Schulen und Lehrlingswerke der Alliance Israölite Universelle. (III. Fortsetzung.*) Berichtigung. Am Schlüsse der II. Fortsetzung iu Nr. 764 soll es heisseu: „und jährlich Kleidung und Schuhzeng“. Seit Gründung der Anstalt bis auf den heutigen Tag haben wir 9 7 untergebracht. Alle sind mehr oder minder ehrbare, strebsame Handwerker geworden. Wir wollten festsefczen, dass einem Jeden der verdientesten Handwerker ein Geschenk von 20 Francs alljährlich gemacht werde. Diese Belohnung kann nur den Eifer der jungen Leute zur Arbeit anspornen, und wir hoffen, dass sich alle an strengen werden, um die jährliche Belohnung zu erhalten. *) 8. Nr. 764. 2. Um dieselbe Zeit errichteten wir in der Mädchenschule Ateliers, in welchem die intelligenteren jungen Mädchen eine Handarbeit erlernen können, die ihnen später gestattet, ihren Familien Unterstützung angedeihen za lassen. Das Zuschneideatelier berechtigt za den besten Hoffnungen; es sind 2 0 Mädchen darin beschäftigt. 3. Im April 1895 hat die Alliance zur Pflege des Ackerbaus die Schale von Djedeida mit einem technischen Personal gegründet, das in den Spezialschulen Frankreichs ausgebildet ist. Diese Anstalt hatte anfänglich ihre Bemängeler gefunden, Jeder aber, der jetzt unsere Ackerbauer sieht, ist bald davon überzeugt,