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Der Israelit · 1901-03-28 · Heft 25 (28.3.1901) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 25 (28.3.1901)
Date
1901-03-28
Page
– (sequence 4)
Language
German
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578 xn’jno"! 7121 x^'x-r N21. Meister des Lernens und Studiums und Meister des Wortlauts der Mischna. 'Aus der Fülle der Beweise Halevy's nehmen wir nur Folgendes heraus. An sechs Stellen unserer Gemara bemerkt Rab Josef zu einer Mischna, die im zweiten Satze der Ansicht eines Tana zu folgen scheint, der den ersten Satz bestreitet: nr^x nb z'o:: xm ui 'x;rn« Die Mischna stammt von Rabbi, der in ihr die Ansichten divergirender Tanaim berücksichtigt. Wenn erst Rabbi es war, der den Wortlaut der Mischna festgelegt hat, was sagt uns dann Rab Josef damit Neues,' daß dieMischna uns dieAnsicht Rabbis widergibt? Wer darin noch keinen vollgiltigen Beweis sehen will und es für möglich hält, eine andere Erklärung für die sechs gleichlautenden Antworten Rab Josef's zu finden, den verweist Halevy auf die Gemara Megila 9, wo Rab Ebisda die schwierige anonyme Mischna mit den Worten erklärt i'xv 'i xb'd pzi xjcn px, während Rab Josef antwortet :'x:rn X2'bx z'z:: xtt ui. Nach R. Ehisda hat der Ordner dieser Mischna den Anfang conform der Ansicht der Rabbonon gesetzt und den Schluß wie R. Meir, nach R. Josef hat Rabbi die Mischna nach der Ansicht dieser divergirenden Tanaim gesetzt. Wenn nun Rabbi der Ordner der Mischna im Allgemeinen ist, wodurch unterscheidet sich R. Chisda's Antwort von der des R. Josef? Es ist sicher, daß R. Ebisda den Ordner der Mischna nicht in Rabbi sieht u. R. Josef sie nur ausnahmsweise dem Rabbi zuschreibt. Es folgen dann eine Reihe unwiderleglicher anderer Beweise. Wir bleiben stehen bei dem Hinweis auf die bekannte Mischna in Joma, wo die Familie Abtinvs schwer getadelt wird, weil ste die Zubereitung des Räucherwerks nicht weiterlehren wollte. Die Gemara dazu, Blatt 38 b, führt an, daß R. Akiba, nachdem der edle Grund der Familie Abtinos für ihr Geheimniß erkannt war, sagte, von jetzt an ist es ein Unrecht diese Familie zu tadeln. Hieraus ergibt sich, daß schon vor R. Akiba dieser Tadel in der Mischna gestanden hat und daß man deren Wortlaut, trotz seines Ausspruches, nicht änderte, weil man sich auf Die die Mischna begleitenden Erklärungen verließ. Wie man heute noch ohne die Gemara die Mischna nicht verstehen kann, so war es auch in alter Zeit. Man änderte deshalb nur selten den überlieferten, feststehenden Wortlaut der Mischna, selbst wenn die darin ausgesprochene Ansicht strittig war und verließ sich darauf, daß d> Jünger mit der Mischna zugleich die dazu gehörigen Tosefta's, Boraita's und sonstigen Erläuterungen lernen würden. Ueber einen Ausdruck in der Mischna Nidda, Bl. 14, werden schon die Schüler R. Akiba's in ilscha befragt, von denen man weiß, daß ste, ihrem Lehrer folgend, der Entscheidung dieser Mischna nicht beipflichten. In Baba Bathra 132, an einer sehr bekannten Stelle der Gemara, bemerkt' Rabbi, daß es in der Mischna p.ii' und nicht pzc heißen müsse, ähnlich verhandelt Rabbi über eine Lesart in der Mischna in der Gemara Aboda Sara 52, ebenso Baba Mezia 44. Durch solche Stellen ließen sich Rappoport und Frankel verleiten, anzunehmen, daß es zwei Recensionen oder verbesserte Auflagen der Mischna gegeben habe. Im Jeruschalmi sei die erste Rezension, im Babli durch Rab die spätere Auflage uns erhalten. Mit Leichtigkeit weist Halevy das Falsche und ganz Unhaltbare dieser Annahme nach. Wir haben in diesem Aufsatze in gedrängtester Kürze versucht, eine Probe einiger inhaltsreichen Abhandlungen Halevy's zu geben. Unsere Absicht ist es nicht und kann es nicht sein, durch die Wiedergabe des Inhalts einem Leser die Lektüre dieses, im besten u. reichsten Sinne des Wortes, Epoche machenden Werkes ersparen zu wollen. Was wir davon mit schwacher Feder zu schildern suchen, verhält sich, wie der Schatten zum Körper, den originalen Ausführungen Halevy's gegenüber. Durch die Worte des Verfassers selbst oder besten Falles durch eine geschickte und treue llebertragung, kann man sich all das Kostbare, was Halevy gefunden, zu eigen machen. Wir sind zufrieden, wenn wir durch diesen Bericht über den reichen und fesselnden Inhalt des Dorot Harischomim in diesen und, s. G. w., noch folgenden Artikeln dem Werke eine große Zahl aufmerksamer Leser und damit sicher auch eine Schaar aufrichtiger Bewunderer gewonnen haben. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen Deutschland. Berlin, im März. (Was hat d i e j ü d. Kolonisation bisher in Palästina geleistet?) Die augenblickliche precäre Lage der Rothschild'schen Kolonien in Palästina hat manchen ehrlichen Freund der jüdischen Kolonisation in Palästina stutzig gemacht und in ihm Zweifel hervorgerufen, ob nicht die 18jährige Arbeit mit einem Mißerfolge geendet hat. Eine erschöpfende Antwort auf diese Frage gibt eine eben zum zehnjährigen Jubiläum des Odessaer Komitees erschienene, aus der Feder des bekannten Kolonisten und Agronomen M a n a s s e M e i e r o w i t s ch aus Rischon-le-Zion herrührende Schrift, erschöpfende Antwort. Laut Mittheilung dieses gewiegten Kenners der palästinensischen Verhältnisse befinden sich gegenwärtig 28,461 Ha. palästinensischen Boden in jüdischem Besitz. Dieses ansehnliche Besitzthum ist in 34 kleinere und größere Parzellen getheilt, von denen nur vier kleinere, und zwar Mikweh- Jsrael iAlliance-Schule bei Jaffa), die Montefioresche Bujare, die Bujare der Meseritzer und die Bujare Chatin bereits vor Beginn der gegenwärtigen Kolonisations-Aera in jüdischen Besitz gelangt. Der Rest wurde erst in den letzten 18 Jahren von den Juden er-

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