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Der Israelit · 1901-03-21 · Heft 23 (21.3.1901) · page 47

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 23 (21.3.1901)
Date
1901-03-21
Page
– (sequence 47)
Language
German
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16 ■jra Gelobt sei der Allgegenwärtige! gelobt sei Er. Gelobt sei, der seinem Volke Israel die Thora gegeben, gelobt sei Er. im In Hinsicht der fragenden Jugend hat die Thora von vier Söhnen gesprochen: von einem Vernünftigen, einem Verruchten, einem j Einfältigen und einem Unaufmerksamen.; oan Der Vernünftige wie drückt er seine! Frage aus? — Was für Bewandniß hat es! mit den Zeugnissen, Gesetzen und Rechten die : der Ewige, unser Gott, euch geboten hat? — > DD' iro jtn ins nippn ins -u» :«rh ins isy? rrrin .□pn infs .rnih rran opa nyjn« jrrr uw -inw .an insi .yr'-i tiki myrn mp =;™) ipis rrn np apn i nra nb'« a^ps^pn* o’jpnni p rums? iy ni'ia P'TX nane n«np :ma inros Tonjtr rann nsni tiot ni „Ich hatte bis jetzt nicht das Glück gehabt zu erfahren, wo die Pflicht des Lesens des Abschnittes von den Schaufäden, auch bei Nacht, in der heiligen Schrift angedeutet ist, bis Ben Soma es erklärt hat." Nachdem wir nun die auffallendsten Schwierigkeiten in Bezug auf den vorliegenden Ausspruch hervorgehoben und erklärt haben, wollen wir noch auf einige andere anscheinende Sonderbarkeiten deffelben aufmerksam machen. Zunächst muß erörtert werden, warum der Verfasser der Hagadah den Anfang der Mischna p’sto onato rm'L' ganz wegläßt. Wir haben darauf hingewiesen, daß gerade dieser Anfang das rechte Licht auf die Mischna wirft und daß ohne ihn leicht Mißverständnisse entstehen können. Zweitens ist der von Rabbi Elasar gebrauchte Ausdruck sehr auffallend Entsprechend dem pwro hätte erjagen sollen Diese beiden Fragen veranlaffen den berühmten Rabbi Elieser Aschkenasi zu einer ganz andern Erklärung der vorliegenden Haqadah-Stelle. Danach bezieht sich dieselbe (in der Hagadah nämlich) nicht auf den Abschnitt von den Schaufäoen im Kriath Schema, sondern auf die Erzählung in der Sedernacht und zwar nicht auf die Pflicht der Erzählung selbst, sondern auf die Act und Weise derselben. Wir feiern das Fest der Befreiung, der Begründung des irr. Staatswesens. Können wir uns deffelben so recht von Herzen freuen, da es wieder zerstört worden? So finden wir in -"er That in der heiligen Schrift angedeutet, daß unsre Voreltern während des Galuth Babel des Peßachfeft nur in Wehmuth gefeiert; denn nach der Rückkehr von Babel heißt es: n dto» w ,nnors ovr nw» man an wi. „Jetzt, nach der Rückkehr, feierten sie das Fest der ungesäuerten Kuchen in Freude, denn nunmehr hatte sie Gott erfreut," woraus hervorgeht, daß sie während der 7o Jahre des Galuth das Fest nicht nnot^s, in Freude gefeiert hatten Deßhalb sagte Rabbi Elasar: nat? nwap pa nn „ich war die Meinung wie jenes Geschlecht der siebenzigjährigen babylonischen Gefangenschaft", wat „und war nicht beglückt," mWa ana» rwar „daß freudevoll gesprochen werde (htön ist meist ein freudevolles Sprechen im Gegensätze zu nnn) vom Auszuge aus Mizrajim in den Nächten des Galuth" non p nen-i» ny „bis Ben Soma es e» klärt hat, daß in allen Tagen unsres Lebens, auch in des Galuth Nacht, wir Ursache haben, uns der Erlösung aus Mizrajim zu freuen". — Noch weiter aber gehen die Weisen und Lehren, daß nicht nur im Galuth, sondern auch in den Tagen des Messias die Freude an der Erlösung aus dem ägyptischen Sclavenjoche dieselbe bleiben wird. Nachdem der Verfasser der Hagadah schel Peßach die Erzählung von den wunderbaren Ereignissen der Befreiung aus Aegypten eingeleitet hat, nachdem er uns berichtet, daß selbst die weisesten und größten Männer Israels die ganze Nacht hindurch von ver wunderbaren Befreiung aus dem Hause der Sklaven sich unterhalten hatten, nachdem er, anknüpfend an die Worte des Rabbi Elasar ben Asarjah, nachgewiesen, daß selbst nach der erhofften messiunischen Erlösung die Pflicht vom Auszuge aus Mizrajim zu erzählen, fortbestehen wird, beginnt er damit, die Art und Weise dieser Erzählung, gemäß den Angaben der heiligen Schrift, darzulegen. „Gelobt sei der Allgegenwärtige, gelobt sei Er! Gelobt sei, der gegeben hat, die Thora Seinem Volke Israel! Gelobt sei Er! Gegenüber von vier Söhnen hat die Thora geredet: der eine ist ein Weiser, der andere ist ein Bösewicht, der dritte ist ein Einfältiger, und der vierte ein solcher, der nicht zu fragen weiß. „Der weise Sohn fragt: Welches sind die Zeugnisse und die Satzungen und die Rechte, welche besohlen hat der Ewige, unser Gott, euch? Und auch du sage ihm nach den Vorschriften des Peßach, daß «an nach dem Genüsse des Peßachopfers kein Dessert essen darf.

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