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Der Israelit · 1901-03-14 · Heft 21 (14.3.1901) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 21 (14.3.1901)
Date
1901-03-14
Page
– (sequence 8)
Language
German
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482 nate hingehen, bis ein wirkliches Resultat zu erwarten ist. Was in der Sache überhaupt zu thun war, ist geschehen und allem Anscheine nach mit bestem Erfolg, ich an Eurer Stelle, würde vor Verlangen glühen, über das bereits Geleistete Bericht zu erstatten. Ihr habt da etwas zuwege gebracht, das Euch keiner so leicht nacklhut, und Ihr in Eurer Bescheidenheit scheint von der Größe und Tragweite Eurer Handlungsweise selbst nicht den rechten Begriff zu haben. Aber Euer Rabbiner wird's Euch sagen und mit seiner Anerkennung nicht zurückhalten, einen solchen Mann, wie Ihr eS seid, zu den Seinen zählen zu dürfen." „Ich bin nicht so bescheiden, wie Sie wohl glauben. Wohl weiß ich, was der Schritt für die hessische Juden-' heit bedeutet, den zu unternehmen mich, den gewöhnlichen Dorfjuden, Gottes Gnade gewürdigt hat. Aber wie Sie über dem schwachen Werkzeuge die Hand deS großen Werkmeisters zu vergessen scheinen, die es doch allein geführt hat, so fürchte ich Aehnliches bei unserem Herrn Rabbiner. Diese Anerkennung, die wahrlich nicht mir gebührt, ist mir lästig und ich möchte ihr. so lange ich kann, aus dem Wege gehen. Deßhalb will ich ivenigstens bis zum achten Tage warten, bevor ich nach Gudensberg gehe." ,Wenn Jemand ein Recht hätte, sich auf seinen Erfolg etwas zu Gute zu thun, so hättet Ihr es und warum Ihr das hartnäckig abweisen und Euch selber bereden wollt, Ihr wäret gar nicht derjenige, der Ihr nun doch seid, das ist mir ein Räthsel." (Schluß folgt.) Der „I ix a elit" erscheint wöchentlich zweimal, MontugR nnd Donnert»f»£S, jebctnal tat mindestens zwei Bogen. Preis pro Vierteljahr bei der Post 3 Mark ohne Bestellgeld. Ausland entsprechend HSHer. Ma» abonnirt ganzjährlich, halbjährlich oder vierteljährlich. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen «t. — Der Buchhandel verkehrt durch V. ff. Kteinarker, Leipzig, Notzplatz 1V.— Inserate 25 Pfennig die »lergespalten« Peritzeile »der deren Raum. Preis der Zeile im Reclametheil 75 Pfennig — Directe Krancoznfenduna unter Streifdand pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich 14 ReichS-Mark oder 16 Kronen österr.. fnr'S AnSlan» IS Mark, an di« Expeditton franco einsenden. Postzeitungsliste 3703 Telephon SIL. Eine Rücksendung der an die Redactio« eingefaudteu Manuskripte findet nicht statt, «an kittet deShalk, sich von allen Einsendungen eine Copie zurückzubehalten. Stelleufuchende erhalten auf Wunsch die Jnferaten-Beilage vier Wochen lang gratiB nnd franco znaefandt. Ebenso stunde« wir auf Wunfch die Zahlung deS JnfertionSbetragS an anher Ttelle Befindliche bis nach Erlangung einer solchen. Inhalt. (Hauptblatt): Leitender Artikel: Koheleth und die pessimistische Weltanschauung.—Zeitungsnachrichten und Correwondenzen: Deutschland: Berlin. Karlsruhe. Mannheim. Palästina: Jerusalem. — Feuilleton: Beim Minister. (For'etzung.) Inhalt der ersten Beilage: Leitender Artikel: Der Niedergang des Judentums in Frankreich — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. Frankreich: Paris. — Ber.nischtes. — Letzte Nachrichten : München. Inhalt der zweiten Beilage: Leitender Artikel: Eohod mi jodea. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Mühlhausen i. E. Oesterr.-Ung. Monarchie: Wien. Budapest. Brody Amerika: Newyork. Pädagog. Beilage: Soll die systematische Religionslehre in der Volks- und Neligionsschule als besonderer llnierrtchtsgegenstand behandelt werden d «.Fortsetzung.) — Verein iSr. Lehrer im ehemaligen Herzogthum Nassau. Etwa anderthalb Stunden von Malsfeld trafen sie zusammen und nun mußte Bensew erzählen. Als er geendet hatte, sagte der Pfarrer: „Die Eingabe wird heute Nacht noch gemacht, Ihr unterschreibt sie morgen früh, sodaß sie noch morgen abgeht und beim Ministerium eintrifft; der Minister muß sehen, daß es Euch ernst ist. Morgen geht Ihr dann gewiß nach Gudensberg; Ihr müßt doch d^m Herrn Rabbiner auch Bericht abstatten über das Gelingen Eurer Sendung." „Solange die ministerielle Entscheidung in dem gewünschten Sinne nicht wirklich erfolgt ist, kann eigentlich von einem Gelingen meiner Sendung nicht die Rede sein. Herrn Rabbiner Wetzlar habe ich zudem nichts von meiner Absicht gesagt, selber nach Kassel an's Ministerium zu gehen, weil mir damals, als ich bei ihm war, die Sache selber noch zu abenteuerlich schien. Der Plan ist, wie Sie wissen, erst später gereift, als ich mit Ihnen die Angelegenheit berathen hatte. Ich habe dem Herrn Rabbiner versprochen, in acht Tagen bei ihm vorzusprechcn, von diesen acht Tagen sind jetzt erst drei verstrichen. Vielleicht ist unsere Angelegenheit bis in fünf Tagen schon einen Schritt weiter, so daß ich ein greifbares Resultat zu berichten habe." „Das wird nicht gut möglich sein. Morgen ist der 20. August; nehmen wir an, daß die Eingabe morgen noch beim Ministerium einläuft, so muß die Synagogen-Ordnung erst nach Frankfurt wandern, dort beurtheilt und hoffentlich verurtheilt werden; sie geht dann wieder nach Kassel zurück. Bei dem langsamen Gang aller derartigen Dinge können Wochen und Mo¬ Berantwortltche Redaction Oscar Lehmann in Mainz. — Expedition des „JSraelit*, Schottstraße Nr. 2, Mainz. Druck und Berlaa der 51 ob. Wirth scheu Hofbuchdruckerei Actien-Gesellkchaft in Mainz. Hierzu drei Beilagen.

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