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Der Israelit · 1901-03-04 · Heft 18 (4.3.1901) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 18 (4.3.1901)
Date
1901-03-04
Page
– (sequence 8)
Language
German
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418 derts erfahren würde, wie etwa die eines Dichters, Königs, Schreiners oder Schusters. Im Uebrigen hoffe er im nächsten Jahre wieder hierherberufen zu werden, worauf er dann über Joseph Maria Brendew sprechen wolle, der vor hundert Jahren in Nürnberg gelebt, von einem Bamberger Juden Geld geliehen, aber trotz mehrfacher Aufforderung nicht zurückbezahlt habe. Der Bamberger Jude habe darauf, wie neuere, wiffenschaftliche Forschungen festgestellt, in seinem Buche unter dem Conto des Brendow einen dicken Strich gemacht. Von Schlosser Schulze, so begann der Redner seinen eigentlichen Vortrag, wiffen wir eigentlich nur sehr wenig, noch weniger von seinen Beziehungen zu unseren Glaubensgenoffen. Doch da das Archiv von Gräfenwieden einige Aktenstücke enthielt, die auf einen Verkehr Schutzes mit Israeliten ziemlich sicher schließen lasten, so kann man sich das Andere doch ungefähr dazu denken resp. an Händen der damaligen Geschichte ergänzen. Schulze lebte zur Zeit des siebenjährigen Krieges, und war wahrscheinlich ein Nachbar des jüdischen Hausirers Dovidle, mit dem er wohl manches Geschäft gemacht haben mag. Redner schilderte nun eingehend den siebenjährigen Krieg, besten Cntstehungsursachen und dessen Ausgang, wobei wir lebhaft an Ranke, Onken, Schloffer und noch einige Gescbichtssorscher erinnert wurden. Nach kurzem Rückblick aus den Schloffer Schulze und seinen wahrscheinlichen jüdischen Nachbar, schloß der so sehr geschätzte Herr Profeffor seinen von lautem Beifall oft unterbrochenen Vortrag. Das anwesende Publikum war ein sehr erlesenes. Frau Commerzienrath Levy trug ihre neue Pariser Robe, die allgemeine Bewunderung erregte, während ihr Gatte mit dem soeben ihm vom Fürsten v. Montenegro verliehenen Dssizierkreuz oes Danilo-Ordens einen aristokratischen Eindruck machte. Nach Schluß des Vortrages lud der Vorstand den! Herrn Profeffor zu einem kleinen Souper im Hotel! Bristol ein, das wegen seiner guten Austern und seiner Sektmarken sich einer besonderen Beliebtheit erfreut. Dieses Hotel wählte man auch deßhalb, weil der Wirth durchaus fein Antisemit sein soll, ja, derselbe treibt seine Toleranz >o weit, daß er für seine jüdischen Gäste einen jüdischen Kalender (Luach) hält, damit dieselben jederzeit Nachsehen können, wann sie Jahrzeit haben. Trotz des Sabbats mußte der Herr Profeffor leider am anderen Morgen in der Frühe abreisen, denn er ioollte Abends bereits in einer entfernt liegenden Stadt einen anderen Vortrag halten und zwar über das Thema: Wie erhalten wir unsere Kinder dem Judenthuni? Auflösung des Furrm-Ureis-Wäthsets. njnnn Kgl. Diener, j;nn Zerstörung, Hin Schwert. Unter den Einsendern der richtigen Auflösungen wurde geloost und erhielt die Gewinnerin Frau Dr. Nnsrbaum, Aschaffenburg, Drei Flaschen Seel, in einem Körbchen franco zugesandt. Mocheu-U-alender. Freitag, 8. März, 17. Adar. Sabbcu-Anfang in Mainz 6 Uhr 00 Min. Samstag, 9. März. 18. Adar ms 'b SabbäbAuögang in Mainz 7 Uhr 05 Min. — Berlin 6 Uhr 41 Min. — München 6 Uhr 4S Min. — Hannover 6 Uhr 55 Min. — Stuttgart 7 tlhr 0.4 Min. — Prag 0 Uhr 45 Min. — Straßburg 7 Uhr 05 Min. — Posen 6 Uhr 29 Min. Sonntag, 10. März. 19. Adar, myn. Montag, 11. März, 20. Adar, c'"D"n0. Der „Israeli t" erscheint wöcheutlich zweimal, Montag» Hnd Donnerstags, jedeLmal i» mindeste«- zwei Bogen. Pceis pro Vierteljahr bei der Post 3 Mark ohne Bestellgeld. Au-land entsprechend höher. Mas abonnirt ganzjährlily, halbjährlich oder vierteljährlich. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Drv Buchhandel verkehrt durch V. Zf. Steinackrr, Leipzig. Nohplatz lv. — Inserate 25 Pfennig die vierAespallene Petitzeile »der deren Raum. Preis der Zeile im Reclametheil 75 Pfennig. — Directe Fraucozusendung unter Streifband pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich 14 Reichs-Mark oder 16 Kronen osterr., für'- Anslano 16 Mark, an die Expedition franco einsenden. Postzeitungsliste 3702. Telephon 315. Eine Rücksendung der an die Redaction eingesandten Manuskripte findet nicht fiatt, «an bittet deShald, fich von allen Einsendungen eine Copie rurückzubehalteu. Stellensuchende erhalten auf Wunsch die Jnseraten-Beilage vier Wochen lang gratis «nd franco zngefandt. Ebenso stunden wir auf Wunsch die Zahlung des JnsertionsbetragS an anher Stelle Befindliche bis nach Erlangung einer solchen. Inhalt: (Hauptblatt): teilender Artikel: Tie Gesinnung. — Zeitungsnachrichten und Coriewondenzen: Deutschland: Berlin. Kattowitz O 'S. Köln. Dormund. München. Cunsdorf. Schweiz: Genf. — Personalien: Czarntkau. Wesel. — Feuilleton: Beim Minister. (csor'etzung.) Inhalt der Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Berlin. Buk. München. Fürth. — Mittheilungen aus den jütischen Armenvereineu und für dieselben: Wien. Extra Beilage: Spenden Verzeichnisse. _ Verantwortliche Redaction Oscar Lehmann in Mainz. — Expedition des „Israelit", Schottstraße Nr. 2, Mainz. Druck und Verlag der Joh. Wirth'scheu Hofbuchdruckerei Actien-Gesellschaft in Mainz. Hierzu zwei Beilagen.

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