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Der Israelit · 1901-02-25 · Heft 16 (25.2.1901) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 16 (25.2.1901)
Date
1901-02-25
Page
– (sequence 10)
Language
German
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sr» Bchreiber dieser Zeilen gegenüber, daß er diese o'^iin ordnen und druckfertig machen möchte, ihm selbst aber das Schreiben schwer falle, und ihm Niemand zur Verfügung stehe, der ihm hätte behilflich sein können. Er war nämlich vor ca. 6 Jahren, einen Tag nach •reu gefallen und hatte sich hierbei einen schweren Armbruch zugefügt, wodurch selbst nach seiner Genesung eine bemerkbare Schwäche in Händen und Füßen zurückgeblieben war. So war der große Tobte s. A. das vollendete Bild der 121, der Palme, und wenn der Midrasch das Bild auf Israel anwendet: s-Ai iwoxv o’ioi xPx iPics 12 px i man 10 mp*? nwp nyctp 1122b 2^2:2 2^211 c'i's y.ysb i',’in 'byo 2712 xbx l'lDB 2712 px bxiv>' 2.1 “p 1'21 “X ,'12 2710 mxo ,(?>*2 212 nax H72 212 12ST2 Py2 212 Xip2 p2yi by npix bv2 Israel gleicht den Palmen. Wie von dem Palmenbaum kein Theilchen nutzlos ist, wie bei diesem alles nützlich verwendet werden kann, so ist es auch beim Volke Israel. Der Eine beschäftigt sich mit der heil. Schrift, der Andere mit der Mischna, ein Dritter mit der Hagada, wieder Andere üben die Gebote aus und noch Andere beschäftigen sich mit Wohlthätigkeitswerken. R. Schimeon war der Mann, der all diese Vorzüge in sich vereinigte. Er war der Mann, der gleich groß dastand als n:x byy 12172 byz ,xipa byz wie als npix ^2i mo byz und so das Bild eines vollständigen Israeliten, eines echt patriarchalischen, ehrwürdigen Greises darstellte, dessen geistsprühende Augen und dessen Liebenswürdigkeit vielen Jünglingen aus ihrer Studienzeit in Leipzig unvergeßlich sein werden, denen R. Schimeon nicht nur Lehrer, sondern auch theilnehmender Freund und Berather gewesen. Dankbaren Herzens gedenkt auch Schreiber der lehrreichen Stunden, die er in der Nähe dieses großen Rabbi weilen durfte. Und wie aus unseren großen Lehrer Mosche i"7 der Midrasch ausruft 1212 fix Ton 12X 1*2:2 2*22* rwy 'i npiac die der geistigen Thätigkeit angehörende Welt rief aus: „dahin ist ein Frommer," die der irdischen Beschäftigung zugewendeten Männer riefen: „die Gerechtigkeit des Herrn übte er," so erfolgte auch dieser Ausruf bei dem Heimgang unseres großen Rabbi Schimeon Hurwitz s. A. tdi 12X riefen die Männer der gesetzestreuen Richtung, entrissen ist uns ein Großer, ein Frommer, der in allen Lagen für die Erhaltung der echten 12:2.x, des echten Glaubens und kür Verbreitung der Thora mit allem Ernste und Eifer eintrat. r>w '1 npix 12*2 fix. Und diejenigen, welche weniger das Verdienst der Thora und ixt zu schätzen verstanden, rühmten bei seinem Heimgange 12>7 t 11"X die große Wohlthätigkeit, welcher dieser bescheidene und anspruchslose ^ann gegen Groß und Klein, gegen Arm und Reich, kurz gegen Jedermann und für jeden Zweck übte. 'x tto pwo uv 2'p'ixi nn-o 1^12. Einen größeren Verlust bedeutet der Hintritt eines wahrhaft Frommen, als die Zerstörung des heiligen Tempels. Diese Worte unserer Weisen sind thatsächlich anwendbar auk den Heimgang unseres großen R. Schimeon Horwitz s. A. Dieser Ausspruch legt uns nämlich folgenden Gedanken nahe. Die Wirksamkeit des 'x 1*2 des heiligen Tempels, erstreckte sich auf die Befestigung der Glaubenstreue einerseits und auf thatsächlichen Gottesdienst andererseits. Die sichtbaren tagtäglichen Wunder im heiligen Tempel, welche kein Sterblicher, war er noch so glaubensschwach, in Abrede stellen lonnte, mußten unwillkürlich Glaubenstreue dem Herzen einprägen. Selbst Nichtjuden, Könige und Fürsten, wallfahrten dorthin, um dem i:x2X t ^0 in tiefster Unterwürfigkeit ihre Huldigung darzubringen. Der faktische Gottesdienst im heiligen Tempel ist bekannt. Beides nun wird mehr oder weniger durch den p'ix und iti p gefördert. Er selbst liegt dem Studium der Thora und der Uebung ihrer Vorschriften ob, er wirkt auf andere durch sein belehrendes Beispiel, durch Belehrung und Unterweisung, um dieselben im Glauben zu stärken und sie für das Gute heranzuziehen. Der Verlust des heiligen Tempels hat nur den faktischen Gottesdienst in demselben unterbrochen. Die beseligende Wirkung, der Einfluß desselben aus die i;v:x hat aber auch heute nicht aufgehört. Dieser lebt fort in unserer Mitte, denn b2 U2'2 p"2l2 1222 lbX2 .171 '2 21X das Wirken des mit der Thora ausgerüsteten Mannes, der nach den Satzungen unserer heiligen Thora lebt, vermag diesen Verlust in gewisser Weise zu ersetzen. Der Verlust des vn pnx hingegen ist ein weit weniger ersetzbarer. Der Einfluß und 712: desjenigen, der selbst in seinem stillen Kämmerlein wx'21 IT12 po'p ist nicht nur für ihn, er ist für seine Gemeinde und für das Allgemeine ein weittragender, unberechenbarer, ein '2'2tpi 7'22 'irxT 'jrx 2ira 2^2. Die Lehre aus seinem Munde, der erhabene Geist seines Wirkens, der aus Andere unwillkürlich wirken mußte, ist von hoher und vielfältiger Bedeutung. Deßhalb ist der Verlust eines wahrhaft frommen mi p ein nicht zu ersetzender, in dieser Hinsicht 'x i'2 1212*2 1^1; ein größerer, als der Verlust des heiligen Tempels. Möge der i:2T unseres großen Rabbi Schimeon Hurwitz s. A. ganz Israel beistehen. Möge der Allgütige wiederum Männer erstehen lassen, die mit gleichem Verständniß, mit gleicher Glaubenstreue und gleichem Eifer eintreten für die erhabenen Wahrheiten des Judenthums und die Verbreitung der heiligen Lehre. Möge uns diese Betrachtung über den Tod unseres großen Lehrers Moscbe und seiner großen Jünger stets stärken in unseren heiligen Obliegenheiten np> G: 'bw X2' *2 iy 2'27 bis Schila kommen wird, dem da sein wird die Versammlung der Völker. -r-ITffllt

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