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Der Israelit · 1901-02-21 · Heft 15 (21.2.1901) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 15 (21.2.1901)
Date
1901-02-21
Page
– (sequence 4)
Language
German
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334 liche Redner verglich den Baron mit dem, wie der Talmud berichtet, zum k'«s>j erhobenen Rabbi Elieser ben Asarjah, der trotz seines imensen Reichthums ein so hohes Maß von Gelehrsamkeit in sich ausgenommen hatte, daß man ihn schon als Jüngling zum Fürsten über Israel wählte. Der Baron war ein Mann, wie Gott sie zu Zeiten der größten Bedrängniß erstehen ließ, die mit ihrem Einfluß, insbesondere aber durch das not' ihrer gottgefälligen Handlungen die Erretter Israels aus schwerer Roth geworden. B'rfxti 8*71 O’TIBXO 8*7 B.T21K pX2 BJT\-I2 “KT Bi r,K1 D'ira 'L'2 btidxö 8*7 .Brrpi*7X 'n ex '2 DD8 '71'12 icn*? am^bi Zur Zeit der Chaldäer — da erstand ihnen Daniel Chananja, Mischael und Asarja b’die ’ou B’7i*?y; x*7i zur Zeit der Perser, da erstand ihnen, als der Minister Haman gesprochen, Mordechai und Esther. B’jr 'v'2 bth^. Zur Zeit der Griechen standen Matatias mit seinen Heldensöhnen zur Vertheidigung des vom Hellenismus bedrohten Judenthums auf B'2N 'B'2 2718 '71'12 ncnb. Zur Zeit der Römer, da war es Rabbi Jehuda Hanoffi mit seinem gelehrten Zeitalter, die durch ihre geistige Überlegenheit den Fanatismus der Römer erfolgreich bekämpften und so dem Gottesgesetz seine ewige Geltung bewahrten. Sie waren die Verbreiter jüdischen Wisiens und jüdischer Kultur orrp^K n ex '2 zu allen Zeiten, bis sich erfüllen wird das Prophetenwort 'V reu*? man vbc. Einstmal wird die Herrschaft des Todes zu Ende gehen. Damit schloß die vorzüglich gelungene Trauerrede. die insbesondere in ihrer Ermahnung von nachhaltiger Wirkung bleiben möge. Dann setzten sich der Raw mit Herrn Süßkind auf die obere Stufe der Treppe zum Bnpn pix und letzterer trug B'Bni 8*7v *78 in so überwältigender Weise, mit ebenso melodischer wie kraftvoller Stimme vor, daß Jedem das Herz erschüttern mußte. In erhebender Weise rezitirten alsdann Herr Oberchasan Dreiblatt mit Chor t-6 2.-22 worauf 2*ij?o gebetet wurde. -- Es verlautet hier allgemein, daß der seit Kurzem im Warburg'schen Hause als Volontär dienende junge Baron binnen Jahresfrist die Leitung des Frankfurter Bankhauses als Nachfolger seines sel. frommen Großvaters übernehmen wird. — In gemeinschaftlicher Sitzung des Vorstandes und der sogenannten ceex re wurden res^e p'2w die Herren Rabbiner Josef K 0 h e n aus Preßburg und Rabbiner Dr. Bamberger in Sulz i. W. auf eingegangene Meldung zu Klausrabbinern an der vereinigten Alten und Reuen Klaus Hierselbst erwählt. Ausführlicher Bericht darüber folgt demnächst. H. B. Memel, 17. Febr. (Trauerfeier für den Baron W i l h . C a r l v. Rothschild.) Heute Nachmittag nach dem Minchagebet fand in der hiesigen neuen Synagoge eine Trauerfeier für den verewigten Herrn Baron Wilhelm Carl von Rothschild statt. Der Rabbiner der Synagogengemeinde, Herr Dr. Emanuel C a r l e b a ch , hielt die Gedächtnißrede, die nicht verfehlte, den tiefsten Eindruck auf die Zuhörer zu machen. Aus der überaus inhaltsvollen und sinnreichen Rede seien hier zunächst diejenigen Stellen iviedergegeben, die der Redner in Bezug auf hiesigen Ort angeführt hat. Als Redner nach Uebernahme des hiesigen Rabbinats dem sel. Herrn Baron einen Besuch abzustatten die Ehre hatte, hätte der Herr Baron ihm gesagt.- „Wie mancher Rabbiner wird Sie um den .-11171 Bipa „Ort der Thora" beneiden, in den Sie kommen!" — Damit wollte der Herr Rabbiner auf die große Liebe zur Thora Hinweisen, die den Verewigten beseelte. - Redner schilderte des weiteren, die unvergleichliche Bescheidenheit und die große Freudigkeit, mit welcher Freiherr von Rothschild Wohlthätigkeii übte. Als Redner im vorigen Jahre den Baron wieder besuchte, um einen Beitrag für das hiesige jüdische Krankenhaus in Empfang zu nehmen, da hätte der Baron zu ihm gesagt: „Denken Sie nur daran, daß Sie dem Geber mehr bringen, als er Ihnen giebi." -- Freiherr Willy von Rothschild war im wahren Sinne des Wortes ein „F r e i h e r r", d. h. er war „Herr" über sein Vermögen, nicht Sklave desselben, nüe das bei so vielen Reichbegüterten leider der Fall ist. Seine Liebe zu den Menschen erstreckte sich auf alle seine Mitmenschen, daher die Trauer um den großen Toten eine allgemeine Trauer bedeute. Wilhelm von Rothschild ist nicht nur in Frankfurt a. M. geworben. sondern auch in Memel. Redner hebt besonders des sel. Herrn Baron große Liebe zur Thora hervor, daß der Baron den Tag für verloren hielt, den er ohne Beschäftigung mit der Thora hätte vorübergehen lassen. Von dem ent schlafenen Herrn Baron kann man nun mit Recht sagen: itb 17111711 fxr*1 sie* *o ’iipx Mit dem üblichen Gebete für die Berstorbenen, welches von dem Vorbeter. Herrn I. G i d a n s k i, recttirt wurde, schloß die erhebende und ergreifende .Feier, welcher sogleich das Abendgebet folgte. . Emil Benjamin Pafewalk, 18. Febr. Die schriftlichen Arbeiten zum Eramen für den einjährigen Dienst wurden auf dem hiesigen Progymnasium vom Dienstag bis zum Samstag ine!, festgesetzt. Da unter den Schülern sich auch ein Jude, der Sohn des hiesigen Kantors, befand, bat der Vater des Schülers den Direktor der Anstalt, die Arbeit, welche für den Samstag festgesetzt war, aus einen anderen Tag zu verlegen. Der Direktor kam dem Wunsche des Vaters freundlich entgegen und ordnete an, daß die Arbeiten vom Montag bis Freitag geschrieben würden, damit der jüdische Schüler nicht in Verlegenheit käme. — Bei der heu

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