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Der Israelit · 1901-02-18 · Heft 14 (18.2.1901) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 14 (18.2.1901)
Date
1901-02-18
Page
– (sequence 2)
Language
German
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PPPf||lppiIMliP^Mt+4gMpy^^ 316 nehmer an der Familientafel nach dem Speisen mit belehrenden Gesprächen unterhielten und so mit „Dibreh- Thora" die Mahlzeit würzten, entsprechend dem Satze: Drei, die an einem Tische gemeinsam essen und unter ihnen keine Thoraworte gesprochen wurden, sind, wie wenn sie vom Götzenmale essen würden, wenn aber dabei Thoraworte den Gegenstand ihrer Unterhaltung bilden, wird es ihnen als Verdienst angerechnet, wie wenn sie vom Tische des Herrn genoffen hätten. (Aboth .3, 19.) toictex :txe r,"“ vbv •xx x^- "ins snbe' bv bzxv ' ,i’2x 'b'XE “Tr, ’xe vbv vxx: ’brsr brr« c etc (: r*rs) .e*p& bz* ^nb^c Der Talmud geht hierin so weit, daß er dem Gelehrten aus Anstandsrücksichten sogar verbietet, an einem gemeinsamen Festeffen theilzunehmen, das nicht ein Mizwahmahl ist und einen religiösen frommen Zweck hat. (Peßachim 42.) p« n‘r rvac b~> “rxr m*yc ^z (Z’z z*eee) e;cö n:E'b \<b>e, weil, wie wir bereits, erwähnt haben, auch die körperlichen Genüffe in den Dienst Gottes gestellt werden sollen. Welcher Art die llnterhaltung ist, welche bei sonstigen Festgelagen geführt wird, lehrt uns der Talmud in folgender Stelle: Es heißt: „Am siebenten Tage, da das Herz des Königs (Achaschwerosch) vom Weine wohlgemutbet war." Dieser Tag war Sabbat. Die Israeliten saßen beim Sabbatmahle und unterhielten sich in Thoragesprächen, Lobliedern und Dankgesängen für Gott — an der versuchen Königstasel aber saßen die Heiden und führten unzüchtige Reden. Die Meinungen gingen auseinander und eine Debatte entspann sich über die Schönheit der Frauen; die Einen meinten, die Mederinnen wären die schönsten, die Anderen behaupteten, die Perserinnen seien die anmuthigsten. Da stand Achaschwerosch aus und sprach das entscheidende Wort: Nicht die Mederinnen und nicht unter den Perserinnen sind die schönsten Frauen, sondern unter den kaldäischen Damen. Wollt Ihr die schönste Kaldäerin sehen? Und er gab Befehl, die Königin vor ihn zu bringen." Die unheilvollen Folgen dieser Unterhaltung für die Königin sind bekannt. (Megillah 12.) ^xx-w ,-n r:r: '7;"z -j^.e zb z'zz tece z"z ■bznz' exp ^Ex ,rrzvr 2 - “irx ppTcc pctr ",rtr“;rx bcrrryzz;r rper sSx s b'nrc x rrr* LNTv'“x ecx rx: rxx -xx •pSt r x^ r''~z e’ecx mb“ xx ,e\x“.-c ee:*X"* xsx exc x'r *xe x^ vcx ,(Z ' etc) ":cb X'E~“ Dem Trunksüchtigen erscheint alles als erlaubt. Jedes Gefühl für Anstand und Sittlichkeit, jede Rücksicht aus Recht und Gesetz schwindet bei ihm, er glaubt alles thun zu dürfen, wandelt gefährliche Wege, die in seinen Augen wie eine gerade Ebene erscheinen und setzt sich hinweg über jede Moral. (Joma 75.) rvr;;* “-trc: - rcx. bmz cX*e bz ' z'zz rry;c;e bz •<">* XC) E7CX2 nb>' pCE sb'E Von unübersehbaren Folgen ist es aber, wenn ein Talmid-Chacham seine Würde vergißt und seine Ehre selbst in den Staub tritt, keine Rücksicht nimmt auf sein verantwortungsvolles Amt und lieber dem Weine huldigt. Seine Urtheilskraft, sein Unterscheidungsvermögen wird geschwächt und getrübt, er verliert den sittlichen Halt, das Takt- und Schamgefühl, und erklärt das Reine für unrein und das Unreine für rein, das Unerlaubte für erlaubt, und das Erlaubte für nicht erlaubt, er verkehrt öffentlich in unwürdiger Gesellschaft, schändet seinen Mund, indem er unzüchtige Reden im Rausche führt — und kennt keine Scham mehr. (Midrasch Rabbah zu Noßau.) *e-x xrjr x^tr by ,eec nimm ee.w- *r p* xrr bx cx xx ,"z' ec et ,ee; CE^ rrxrv m eexjv *r rcb “TEE* ,XCCE rx ““EC ETC.“ rx XCCCC “’E X“ ET EX bc.'C ,p'CE 7ILX EX E'CC ,'C “TEE TX “ EX EIIXE rx (xtr; E'.“) c*irr *:*xi rrzz-z c'jr eteei vc Die Unmäßgkeit im Alkoholgenuffe wird vaher wie ein Vergehen gegen die Sittlichkeit betrachtet, denn so heißt es: Buhlerei, Wein und Most nehmen das Herz ein und rauben den Verstand (Hosea 4, 11.) .<x- ,e ycT!) zb n;r keeti pr rrr Ferner führt die Trunksucht schließlich auch zur Blutschuld und schreckt vor keinem Verbrechen zurück. (Sanhedrin 70.) \x ~zbz ,eexr* *r p' xxe bx .< v "“ pEE,i;o cc*“rxr p* xet Nicht nur das Trinkgelage als Alleinzweck, sondern auch bei der Mahlzeit ist das viele Weintrinken von Unheil für den Menschen. (Aboth 3.) px TEx -px> ext p: e'xe rx s-ars ete* bv pc (Schluß folgt.) Zeitungsnachrichten und'Correspondenzcn. Deutschland. Berlin, 10. Febr. (Repräsentantens ihn na.) Der Ziommiffionsbericht über die Revision der Hauvtkaffe, der Eentralkaffe und des Depositoriums wird zur K enntniß gebracht; die Geheimräthe Senator und Blumenthal werden als Mitglieder in die bauleitende Kommiffion für die dritte Alters versorgungsanstalt abgeordnet. Der Rechnungsabschluß der Gemeinde-Hauptkaffe pro 1899—1900 wird dechargirt, deßgleichen der der Fllrsorge-Kommffion. Zun». Dirigenten der zu errichtenden sechsten Religionsschule, Ehorinesiraße 74, wird Herr A. Auerbach mit einem Jabresgehalt von 2000 Mk. ernannt. Die Reliaionsschule des Brüdervereins, bisheriger Dirigent Dr. Bleichrode. ivird der Gemeinde einverleibt, zum Dirigenten ist Herr Rabbiner Dr. Eschelbacher ernannt worden, Herr Dr. Bleichrode wird als erster Lehrer weiter fungiren. Die Schule erhält den Titel 7. Religionsschule, Lokal Annenstraße 1 b.

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