Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 14 (18.2.1901)
- Date
- 1901-02-18
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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42. Jahrgang. JE 14. Der Israelit. Kentrat-Hrgan für das orthodore IudenLHum. Begründet von Dr. in Ifttainf. tontag, den 18. Februar 5661 0901). Leitender Artikel Itr Alkoholisiiius vom diiiiöpiifi iifo jftifdw SWAnis. Von Rabb. Heinrich Galandaner, Soborten (Böhmen) (Fortsetzung aus Nr. 7.) lösung des Staates, es untergräbt die Gesundheit und die Wohlfahrt des Volkes; das Bewußtsein für Recht und Gesetz schwindet, der heilige Name Gottes wird entweiht, und entwürdigt wird das Ebenbild des Schöpfers in dem Menschen. (Sotah 43.) obiyb mojre h x'Cö ner \re "72 nmcn bz pm» "> ick x^ n by:c r,ni csvntro f«i Wm ppn ttja mm "icx:tr nsn 'bio ’cy nto pb rro nc un kS w wi iv'C njn px’cct? psn mo nua ntoi poTjw ('H nwo rrcem ,bxiL"C mmtrnv rmn pom:B> ,kcs nnx wem V K pxi rrepn bv peiw ,«"K irerri onx ,ru^Bwn crne; w .nenSe L"X n *:dx:b> rrcpn k^k .ovo nvw) bxiv" bv an’KJi^i? rnb&ff pmw Der dem Trünke Ergebene kennt kein besseres Streben, als den materiellen Genuß, die niedrige Befriedigung des Leibes. Der Zweck seines Daseins, das Ziel seiner Wünsche ist: Genießen, Essen und Trinken, von einem Vergnügen zum andern taumeln, den Augenblick recht ausnützen, denn das Leben ist kurz und morgen — kann schon der Tod Hereinbrechen. (Das. K. 22. V. 13.) ' .er ,rr cco me: me \nri b'cx p mtrev ipe ^::x Ueppigkeit, Schwelgerei und ausschweifende Genußsucht haben den Ruin und den Untergang der mächtigsten Staaten schon verursacht. So lange Mäßigkeit, bescheidener Sinn und Nüchternheit unter den alten Römern herrschte, erstarkten sie immer mehr und mehr, bis es ihnen gelang, die Weltherrschaft zu erringen. Als sie aber der maßlosen Schlemmerei sich hinzugeben begannen und die wüsten Zechgelage die Reichthümer ganzer Provinzen verschlangen, und Zucht- und Sittenlosigkeit alle Schranken niederriß, da fing es auch schon an, in allen Fugen des gewaltigen Staatsbaues unheimlich zu knistern und zu krachen, bis dieser allmählich in sich selbst zusammenstürzte. So lehrt Rabbi Jochanan: Wenn das Trinken Alleinzweck ist und beim Gelage ausgelassener Gesang bei Musikklang erschallt, so verursacht dies großes Unglück für die Gesellschaft. Es beschleunigt die Aus- Jn der Trunkenheit wird oft mit dem Heiligsten Spott getrieben und Aussprüche aus der heiligen Schrift werden zu unanständigen gemeinen Witzen benützt. Die Ehrfurcht vor dem Gotteswort wird verletzt und die Thora geschändet. Die beleidigte Lehre erscheint dann trauernd vor dem Heiligen, gelobt sei Er. und spricht: Herr der Welt, Deine Kinder treiben mit mir ihren Spott und benützen mich zu ihren ausgelassenen Gesängen. Darauf spricht der Herr: Meine Tochter, was sollen sie denn sonst machen, wenn sie essen und trinken? Die Thora aber antwortet: Wer die heilige Schrift versteht, soll während des Mahles darin lesen, wer Mischnahkundig ist, lerne sie, oder beschäftige sich mit Agadah, und wer ein Talmudkenner ist, der studire die Halachah. (Sanhedrin 101.) nmmr zb'.vb n;*i x'2c i:e: xb2 mxntpo mcc ’p-cc xmpn 7:2 :xs»y rm v;eP moix: rrepn ovb mcon pt? mrn nee pmer pbcxr' 7iye>2 ,tc 71b neK pot1? 12 c::eL> r,:zz ■pne ipeym p xipo 'byz ex jw mex .ipvyri' p "nem 'byz cxi nrex: ':tro2 lpoym cn n:trc '^2 cx .(K’p pm:D) :nc :n rnebne ipexn Darum sei jedes Familienmahl der Belehrung und der Unterhaltung mit den Worten der Thora geweiht. In jedem frommen Hause war es üblich und ist noch heute allgemeiner Brauch, daß sich die Theil-