Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 12 (11.2.1901)
- Date
- 1901-02-11
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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4 berühmten Worms’), wo er als Nachfolger des am 26. Kislew (14. Dezember 1741 verstorbenen Moses Brod 5’/2 Jahre fungirte, bis er im Anfang des Jahres 1749 nach Fürth berufen wurde, um die seit dem Tode des Baruch Kobn Rapoport8) (Mitte 1746) verwaiste Rabbinerstelle zu übernehmen. Hier verbrachte er 13 '/2 Jahre lernend und lehrend und genoss in hohem Masse die Achtung aller Derjenigen, die mit ihm in Verkehr standen. Seine grosse Gelehrsamkeit erwarb ihm hohes Ansehen und besondere Verehrung, die noch durch das bei ihm her vor tretende fromme Streben gesteigert wurden, alle Wissensdurstigen an den Quell der heiligen Lehre hinzuleiten und ihre Kenntnisse zu fördern. Je grösser der himmlische Segen war, den der fromme Gelehrte für seine hingebungsvolle Thätigkeit erwarten durfte, desto geringer war der irdische Lohn, den die Gemeinde Fürth dein treuen Seelenhirten zu teil werden Hess. Würfel (historische Nachrichten der Judengemeinde in Fürth, 8. 59) schrieb 1754: „Der jetzt lebende Rabbiner David Strauss konnte bei seinen vielen Kindern mit der Gage (400 Rthl.) nicht auskommen, darum hat ihm Kahl auf sein inständiges Bitten, drei Jahre lang, jährlich 200fl. Zulage gegeben.“3) Im hohen Alter von 81 Jahren starb Rabbi David Strauss in Fürth am Freitag, 28. Jjar (21. Mai) 1762. Im Memorbuch der sog. neuen Synagoge in Fürth wird ihm folgender Nachruf gewidmet; i^E’cn ccnccn pxn u-no ::::-ix rxx -sr pc2 re'v pxi np-ran bbifc nny ntr-ai rrjyz mrc Tr*?* ~b>x pm ts-:cpj“C3 ‘ran p*p2 82“ xr"“: rrn n;B> cntrys nm r“iy;o ncirS ttti P"P2 “"zxS Szpr; njir (?) yb p ,p'oi ctdp:id vuer sB't'T’r p”p2 rxrj n: nsroi c*;5r mrt .-!“X'B2.t •rr.brp -b '^y n-n n\x v nsnci n;r mry ty’x | - wcc* res beb>2 •*3““2 d*cd I'P^X '71 cy c“b» 'zzb ,-czri rrtrir “22 er; t '2^?X' ctv res p prryi^ npis rjr; ”J2i MJ2 .rc'cm 'rr',rz ryy “\s-n “ x n"2 p’;ry i cv2 ice: n,y nt 'zrrz ,mrt:n ticbo i;-y : p"E-> z*zpr nenn ny*p»l? jcd cm :c ■cpji R. David Strauss wird in dem von seinem Netten Jakob Meir Koblenz heiansgeaebenen Buch c-n rrce (Ottenbach, 178«?) erwähnt. Ein Biit-f von ihm ist im rpcxrn 'c der bekannten 1' Im sog', griii en Buch '-on Worms fand ich einen Eintrag aus dm Jahr 1770, nach welchem sei er Z»it, durch den „Gaon“ D’HüZ' “in ”P 7VD T'ZN dem folgenden Verwalter dor Gemeindehezw A menkasse ein Kapores “lyi'Nm ’?yj ]D (Kreter, Bret-Scliild, also von gelben Sceildern) übergeben wurde. 2) Vgl. Jahrgang I dieser Blätter 8. 15. 3) Vgl. Israelit 1867 8. 12. Streitschrift von R. Jakob Emden gegen R Jonathan Eibeschütz, S. 102 enthalten. Auch ist ib’D enn r.rp Orach Chajim Nr. 156 zu vergleichen. Namen und Herkunft seiner Ehefrau konnte ich leider bis jetzt nicht ermitteln, Von seinen Kindern sind mir folgende bekannt: Ein Sohn, Model Strauss, Rabbiner in Kreuznach (st. 1773) über dessen Persönlichkeit und Familie ich anderwärts Einiges angegeben habe. 4) Ein zweiter Sohn, namens Anschel, war der Vater Davids, eines Stiefbruders des bekannten Mainzer Rabbiners R. Herz Scheuer5). Ein dritter Solin, Samuel, war Rabbinatsassessor in Fürth, wo er am 7. Tamus (8. Juli) 1772 starb6) Kela, Tochter des David Strauss, wohnte in Frankfurt als Gattin des R. Natan Adler und starb dort 1774. Eine zweite Tochter, Melche, war gleichfalls in Frankfurt verheiratet; sie war die Gattin des R. Neta Schloss und starb 1789. Eine dritte Tochter wurde die Gattin des Lipmann Schilf, eines Sohnes des Moses Schiff in Hameln aus der Familie des bekannten -pB» eine. Ein MM M zmeister id Kammerdiener Joactiims IL im 16. landenden. Von tt. S« hnchnow itz« Das Leben und die Regierung des Kurfürsten Joac him II. von Brandenburg fallen in die finstere Zeit des Zauberwesens und der Hexenproze-^se. Es war eben die Blüthezeit >ür den „Meister Urian“ und die Fürsten der Hölle, die mit ihrem Kuhschvveif und Pierdefuss überall, bei jeder gewöhnlichen und ungewöhnlichen Begebenheit mit im Spiele waren und denen mit allen Foltern und Hexengerichten nicht energisch genug entgegen getreten werden konnte. Ob dieser Aberglaube, diese Verirrungen des menschlichen Verstandes mit den damaligen Z'-itverhältni>sen in Verbindung zu bringen sind; ob diese Erscheinung in dem sozialen Elend des damals durch Misswachs undTheuerung, Hungers- 4) Val. Löwen«tein, Nathanael Weil, 8. 67. 5) Vgl. m* ’nn v-'U R. Samuel Bomb, 8. 15. 6) Eine Tochter dieses Samuel, namens Sorle Ribka, Gattin des R. Jectiel in Mainz, starb dort als Wöchnerin > 79'J; eine andere Tochter, Chaje Rifka, Gattin des R. Koppel FränkeLin^München. starb 1820.