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Der Israelit · 1901-02-07 · Heft 11 (7.2.1901) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 11 (7.2.1901)
Date
1901-02-07
Page
– (sequence 6)
Language
German
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240 Besuche des Sabbatgottesdienstes gegeben werde. Außerdem wird alljährlich das Datum der hohen Festtage und des Pastahfestes dem Generlkommando mitgetheilt und die Bitte um Beurlaubung der israelitischen Soldaten ausgesprochen, worauf stets die Antwort erfolgt, daß „die Truppentheile des Armeekorps angewiesen worden sind, die Mannschaften israelitischen Bekenntnistes während der fraglichen Feiertage, soweit dies der Dienst gestattet, zu berücksichtigen." Thatsäcblich wird die Mehrzahl der jüdischen Soldaten für diese Tage in die Heimath beurlaubt. Schließlich sind seit vielen Jahren die Truppentheile angewiesen, die ihrer Dienstpflicht genügenden israelitischen Lehrer, Vorsänger und Schulamtskandidaten von der Menage zu befreien, um ihnen Gelegenheit zu geben, den Vorschriften ihrer Religion entsprechend rituelle Kost genießen zu können. Oe st er r. - Ungar. Monarchie. Nikolsbnra, 28. Jan. Der hier bestehende „Frauen-Wohlthätigkeitsverein" ist auch in diesem Jahre unter der bewährten Führung der Frau Rabbiner Jeanette F e u ch t w a n g imb der Vorstandsdamen, Frau Regina S a t e r und Eva K o h n , seiner humanen Aufgabe in vollstem Maße gerecht geworden. In ernster Pflichterfüllung weilten die Mitglieder dieses Vereins bei Sterbenden, spendeten den Kranken Trost, sorgten für ausreichende Pflege und Nahrung der armen Leidenden und gaben den unbemittelten Verstorbenen die Sterbekleider. Die Mitglieder dieses Vereins zeigten es durch die That, wie eine fromme Tochter unseres Glaubens beschaffen sein soll, sie bewiesen, daß sie die meisten der in cnniedergeschriebenen Glaubensregeln nicht nur beten, sondern auch praktisch üben. Dem vorliegenden Rechenschaftsbericht ist zu entnehmen, daß der Verein in den abgelaufenen zwei Jahren für arme Wöchnerinnen, für Bäder und Kurbeiträge, für Holz und Kohlenvertheilung, für Verköstigung Armer und Kranker und für Tachrichim die Summe von 966 fl. verausgabte, wogegen die Einnahmen 993 fl. betrugen. Das Vermögen des Vereins beläuft sich auf 1768 fl. In der am Mittwoch, den 23. dss., stattgefundenen Generalversammlung wurde der Rechenschaftsbericht des Vorstandes beifälligst zur Kenntniß genommen, worauf dann zur Wahl der Funktionäre geschritten wurde. Frau Dr. Feuchtwang erklärte nach der auf sie gefallenen Wahl, die Führung dieses Vereins nicht mehr weiter übernehmen zu können, da es ihr an der hierzu nöthigen Zeit mangele. Trotz des wiederholten und dringenden Ansuchens seitens der Versammelten beharrte Frau Dr. Feuchtwang unwiderruflich auf ihrem Beschluß. Hierauf wurde Frau Fehl in den Vorstand gewählt. Frau Regine Sater und Frau Eva Kohn erhielten wieder die Stimmen der Versammlung. — Die hier wohnhafte Schneiderin Josepha Lanzer, bisher Katholikin, trat zum Judenthum über, nachdem sie geraume Zeit vorher in die Lehren und Grundsätze unseres Glaubens eingeweiht wurde. Unser Landrabbiner, Dr. David Feuchtwang, sah mit peinlichster Genauigkeit daraus, daß alle für den Uebertritt zum Judenthum nothwendigen Bedingungen erfüllt wurden. Z. England. PortSmonth. Aldermann A. Leon Emanuel, Lord Mavor von Portsmouth, der sich unter den Herren befand, die sich zum Empfang des Königs Eduard 777., auf seiner Reise von Osborne nach London über Portsmouth, auf dem Bahnhof versammelt haben, wurde vom Herzog von Connought erkannt und begrübt. Gleich darauf wurde Aldermann Emanuel?um König befohlen, der ibm die Hand reichte und ihm seinen Dank für die ibm im Namen der Bürger von Portsmouth übersandte Condolenzdepesche dankte. Vermischte?. rt. M . 7. Sonntaa Wftrfimff4«'» Nndet fit her A"sa der WpnTfcfmV der 3?sr WrPfliiWnrfellfcfmft eine ^rnucrfcjer f’r den .ftmn ^m-nn sinkt. Feuilleton. Von eim m inist er. Wobest Känkein. s] Die Frau Prälatin und die anwesenden Töchter des Hauses belustigte allem Anschein nach die Verlegenheit des schlichten Landmannes, was diesen noch verwirrter machte. Da er aber füglich doch etwas sagen mußte, so brachte er endlich die Worte hervor: „Ich komme in der Angelegenheit unseres hochwürdigen Herrn Pfarrers." Erstaunt blickte der Prälat den Sprecher an. „Wie heißt Ihr denn?" „Heinemann Bensew." „Das stimmt. Ihr seid also Hebräer, wie ich mir gleich dachte. Aus welchem Theil der Erde kommt Ihr denn, haben denn bei Euch die Israeliten auch Pfarrer?" „Einen Pfarrer haben wir Israeliten nicht; aber der Pfarrer von Malsfeld ist uns allen ein guter Freund, und wir sind es ihm nicht weniger. Deßhalb komme ich aber zu Eurer Eminenz." „Ah! Um den Pfarrer von Malsfeld handelt es sich und seine saubere Geschichte! Hätte mir doch eigentlich gleich denken können, daß er eine Anzahl Juden zu Complicen hat. Also der Pfarrer von Malsfeld schickt Euch zu mir?"

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