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Der Israelit · 1901-02-04 · Heft 10 (4.2.1901) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 10 (4.2.1901)
Date
1901-02-04
Page
– (sequence 5)
Language
German
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2S3 Vertreter wird ebenfalls an eine gemischte Commission. , bestehend aus den Herren Löwe, Apolant und Louis Sachts überwiesen. — Der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunftdenkmäler wird ein Beitrag von 500 Mt. bewilligt. — In Betreff des Religionsunterrichtes in der Kgl. Elisabethschule wird die Resolution gefaßt, daß alle Kinder sich am jüdischen Religionsunterrichte betheiligen sollen (einige haben leider christlichen). In das Curatcrium zur Bertheilung der Zinsen des Dr. Ephraim'schen Nachlasses wird Herr Süßtind abgeordnet und in die Fürsorgelommission Herr Sani- ) tätsrath Schwarzauer neugewählt. — Sämmtliche \ Mitglieder der Waisen-Commission werden wiederge- ' ivählt, in die Armencommission wird Herr Qberamti mann Louis Cohn neugewählt. — Zu Vorstehern des Krankenhauses wurden wiedergewählt: die Herren Metzenberg, Naumann. Alexander u. Stadtverordneter Wittkowski. Tos wirklich Jntereffante wurde in geheimer Sitzung verhandelt. E. R. Berlin, 30. Jan. Vom „Bund jüdischer Cow porationcn" erhalten wir die folgende Zuschrift mit der Bitte um Veröffentlichung: Die „Vereine jüdischer Studenten" an deutschen Universitäten, die sich auf ihrem ersten Bundestage am 14.—17. Januar 1901 zum „Bund jüdischer Corporationen" zusammengeschlossen, haben in der Frage t f£ Judentages folgende Resolution gefaßt: „Wir begrüßen den Gedanken eines deutschen Judentages freudig. Wir erblicken in ihm einen Akt der Selbsthilfe, den Anfang einer Organisation, die der Zersplitterung innerhalb der deutschen Judenheit ein Ende macht, und berufen ist, die Wahrung unserer Rechte in die Hand zu nehmen. An diesem Werke mit zuarbeiten, halten wir für die Ehrenpflicht eines jeden deutschen Juden." (Dieser neue jüdische S. C. müßte erst „schlagende" Beweise für die Rothwendigkeit eines deutschen Judentages bringen. Red.) Könitz. Ter von gewisser Seite mit großer Emphase in's Leben gerufene „Ermittelungsverein zur Aufklärung der Konitzer Mordthat" unterhält, wie die seit kurzem in Könitz erscheinende „Ostdeutsche Tageszeitung" mittheilt, mit den gesammelten Geldern einige „in antisemitischem Sinne" thätigen Ermittler oder Rechercheure, darunter auch den Berichterstatter der „Staatsbürgerzeitung." Daß etwas anderes bei der vielgerühmten Gründung nicht herauskommen würde, war vorauszusehen. —- „Antisemitische Versammlungen" mit der Tagesordnung: „Der Blutmord in Könitz und welches sind die Ursachen der Nichtentdeckung der Mörder?" wird der bekannte Verleger des Berliner Antisemiten-Organs in den nächsten Tagen in Kreutz, Hammerstein und Schlochau abhalten. In letztgenannten Städten haben schon im Vorjahre anläßlich der antisemitischen Hetze nicht unbedeutende Krawalle stattgefunden. umsomehr muß das erneute Hineintragen der antisemitischen Gehässigkeiten ganz entschieden verurtheilt werden. Zum Leiden der Bevölkerung tragen derartige Versammlungen niemals bei, am allerwenigsten aber in antisemitisch infizirten Gegenden. Bruchsal, 28. Jan. Die religiöse Feier in der Synagoge anläßlich des Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers nahm einen sehr schönen Verlauf. Herr Bezirksrabbiner Dr. Doktor hielt die Festrede in meisterhafter Weise und begeisterte damit sämmtliche Zuhörer. Nach dem Gottesdienste begaben stch die Veteranen jüdischer Confession und mit ihnen noch einige Glaubensgenossen in das Hotel Maier, woselbst ein solennes Mittagsmahl eingenommen wurde. Herr Rechtskonsulent Levin hielt hierbei eine schwungvolle Rede, in der er die Bedeutung des Tages den Anwesenden in schönen Worten nahe legte. Sodann brachte derselbe ein Hoch auf den Kaiser, den Großherzog, die Großherzogin und den Erbgroßherzog aus. Erst in später Nachmittagsstunde trennte man sich mit dem Bewußtsein, einige recht angenehme, der Bedeutung des Tages entsprechende würdige Stunden verlebt zu haben. O e st e r r. - U n g a r. Monarchie. Budapest. Auch jetzt wieder findet seitens der Altofener israelitischen Kultusgemeinde die dort alljährlich übliche Brodvertheilung statt. Es werden nämlich in den Monaten Januar und Februar (acht Wochen hindurch) wöchentlich an einem bestimmten Tage je 249—250 Kilogramm Brot an hiesige Ortsarme, ohne Unterschied der Konfession, vertheilt. — Der Ausschuß der Ofener israelitischen Kultusgemeinde kandidirte bekanntlich zur Besetzung der vakanten Oberrabbinerstelle den Oberrabbiner der Altofener israelitischen Kultusgemeinde, Herrn Dr. Elias Adler. Aus diesem Anlaßbrachte die Altofener isr. Kultusgemeinde ihrem Oberrabbiner eine herzliche Ovation dar. Der Vorstand und die Repräsentanz der Gemeinde, geführt von dem Präsidenten Herrn Samuel Ehrlich, erschienen vollzählich in der Wohnung des Oberrabbiners, wo Herr Ehrlich und Dr. Rakonitz in herzlichen Worten die Gefühle der Gemeinde, ihre Treue und Anhänglichkeit an den Rabbiner darbrachten und ihn baten, die Gemeinde nicht zu verlassen. Freudig nahmen die Anwesenden die Versicherung des Herrn Oberrabbiners entgegen, daß er auch weiterhin in ihrer Mitte verbleiben werde. Frankreich. Paris». (Auswanderung rumänischer J.u d c n nach A u st r a l i e n.) Die jüdische Gemeinde zu Duredin hat ebenso, wie die andern jüdischen Gemeinden von Australien und Neuseeland, von der „I. C. A." die Anfrage erhalten, ob es nicht möglich sei, einen Theil der jüdischen Emigranten aus Ru-

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