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Der Israelit · 1901-01-17 · Heft 5 (17.1.1901) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 5 (17.1.1901)
Date
1901-01-17
Page
– (sequence 4)
Language
German
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98 Neuem mit den Worten des heiligen Königspsalmes: nox -Q-t bv 221 nbL “p*ini ynn nna ■ji’. by -pm iijn itkt: *pm pis mm, „Gurt' um dein Schwert, du königlicher Held Dein Glanz, dein Ruhm erfüllet alle Welt, Dein schönster Sieg heißt treues, demuthvolles Walten. Du läßt an Lieb' und Treu' stets deine Rechte halten." und beten mit dem alten Liede -jnjw’27 7S2 "7j?2 7» tkd l';’ rrr. „Herr, Deiner Macht freue sich der König und Deines Heiles juble er gar sehr!" Zeitungsnachrichterr und Correfponderrzen. Deutschland. Mainz, 15. Jan. Ein Hamburger jüdisches Blatt macht zum Zwecke der Reklame bekannt, „daß seine Gesammt-Auflage nicht nur die höchste aller jüdischen Blätter, sondern daß sie auch größer sei, als die Zahl aller Abonnenten, die die anderen sechs jüd. Wochenschriften in Deutschland zusammengerechnet, aufzuweisen haben." Da eine derartige Reklame wohl geeignet erscheint, manchen Nichtfachmann auf dem Gebiete des Zeitungswesens über die thatsächliche Verbreitung der jüdischen Blätter in Deutschland zu täuschen, so gestatten wir uns, die Leser israelitischer Zeitungen auf den Unterschied, der zwischen Auflage und Ab 0 n - n e n t e n z a h l gemacht werden muß, aufmerksam zu machen. Die Auflage eines Blattes kann man, ohne; Rücksicht auf dessen Anklang beim Publikum, beliebig . hoch machen, indem man einfach dem Drucker den Auf-! trag ertheilt, eine bestimmte Anzahl von Exemplaren ' herzustellen. Diese Exemplare werden, wenn sie überhaupt alle zur Verkeilung gelangen, gewöhnlich gratis an muthmaßliche Jnteresienten geschickt, sie theilen dann das Schicksal mit den unendlich vielen übrigen Gratissendungen, die man das Jahr hindurch in's Haus geschickt bekommt. Die Abonnentenzahl hingegen hängt von der Beliebtheit ab, deren sich ein Blatt im Kreise der Zeitungsleser erfreut. Man zahlt bekanntlich nur für das, was man zu haben wünscht. Wir glauben nun dem Hamburger Blatte gerne, daß es augenblicklich die größte Auflage von allen jüdischen Blättern in Deutschland hat, gehen aber wohl nicht fehl, wenn wir der Ansicht zuneigen, daß diese zum größten Theil umsonst und innerhalb eines lokalen Kreises vertheilt wird. Dagegen behauptet der „Israelit" nach wie vor mit berechtigtem Stolze die erste Stelle unter allen jüdischen Blättern, sofern er die höchste Ziffer zahlender Abonnenten besitzt; und diese sind nicht nur in einer bestimmten Stadt, nicht nur in ganz Deutschland, sondern in allen Erdtheilen gleichmäßig zerstreut. Berlin, im Jan. Gegenüber der Behauptung, daß die zionistische Bewegung die türkische Regierung veranlaßt habe, die Einwanderung ausländischer Juden in Palästina zu erschweren, erklärt das Aktions-Komitee der Zionisten in ihrer Zeitschrift „Die Welt," daß nach seinen letzten Nachrichten aus Konstantinopel die Stimmung in den maßgebenden Kreisen für den politischen Zionismus und für das Verständniß der Vortheile, welche der politische Zionismus dem türkischen Reiche zu bringen verspreche, eine günstige sei. Es finden augenblicklich Verhandlungen statt, die viel größere Vortheile bezweckten, als die Aufhebung des Einwanderungsverbotes bedeuten würde. Abwarten! Frankfurt a. M., 14. Jan. (Die Finanzlage Rumäniens und die Judenfrage.) Von einem angesehenen Vankhause in Norddeutschland erhält die „Franks. Ztg." folgende Zuschrift: „Die ausführlichen Berichte, welche die „Frankfurter Ztg." vor einigen Monaten über die Lage der rumänischen Juden brachte, haben nicht nur das mit leidige Jntereffe für diese Unglücklichen wachgerufen, sondern auch demjenigen, der an Rumänischen Staatspapieren finanziell betheiligt ist, klar gemacht, wie schädlich die Austreibung dieser arbeitsamen Elemente für die finanzielle Lage Rumäniens ist. Haben sich die Uebernehmer rumänischer Anleihen bisher um diese Judenverfolgung nicht gekümmert, so dürfte es jetzt wohl in ihrem eigensten Jntereffe liegen, behufs Wiederhebung des rumänischen Kredits diesen barbarischen Zuständen ein Ende zu machen. Wartet doch der gewissenhafte Bankier jetzt nur auf einigermaßen bessere Kurse, um seine Kundschaft vom Risiko rumänischer Papiere durch deren Verkauf zu befreien und denkt nicht daran, davon weiter unterzubringen, solange die Judenverfolgungen andauern. Die augenblickliche Anwesenheit des rumänischen Finanzministers C a r p in Berlin könnte nun der Berliner baute finanee die nicht leicht wiederkehrende Gelegenheit geben, anläßlich der finanziellen Besprechungen mit demselben, ihm die Gewährung civilisirter Ledensbedingungen für die rumänischen Juden und deren Gleichstellung mit den Andersgläubigen zur Conditio sine qua non zu machen. Hat auch aus .Konkurrenzrücksichten die Berliner Finanzwelt bei ihren Geschäften weniger auf ethische Momente Rücksicht genommen, so fallen diesmal die Konkurrenzrücksichten doch fort, denn die Sucht nach Uebernahme rumänischer Staatspapiere dürfte wohl eine sehr minimale sein. Hätte ich gewußt, an welche Berliner Finanzadreffe ich mich mit dieser Anregung hätte wenden sollen, so würde ich Sie damit nicht behelligt haben. Aber, da ich annehme, daß meine Zeilen vielleicht Ihren Anschauungen entsprechen, so erlaube ich mir, Sie zu bitten, in geeigneter Form die Sache durch die „Franks. Ztg." in die Öffentlichkeit zu bringen und somit durch

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