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Der Israelit · 1901-01-10 · Heft 3 (10.1.1901) · page 26

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 3 (10.1.1901)
Date
1901-01-10
Page
– (sequence 26)
Language
German
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66 (dien siehtn, uMni'eu sie auf i>a* Härteste und Nach drüc. Sic?ste besdaft. Tie Biahamedancr betrachteten ue a:e 1-hdrinadaae, Denn die Juden im marotfant' scher. r.v.r.T» iveöüteitiiKilv Rachwmmen der and -Idarie:: 'vu: ' dtrakvi na-: viedemut Juden, nur iuen;a,e ü aus'ü deren r;::*a, uue;. B. die etmjeiixutleinen •::;?•:* Hdäuisten^ weiche Dura) neuere Forschungen mir der größten Wahrscheinlichkeit als Semiten erwiesen «vurden. Ais die Pbönister etwa von 1200- -110«) v. d. g. Z. ans do« ihnen eroberten rstedieten der tieinasiatint'CH dunen. tat Hreia, dar Hera und auch zum T steil vri: chraert'. durch ie Helletieu verdrängt wurden, zog der luire r ne hm u u g ge i i t der Phönizier dieselben mehr veülim nach lluaiiu, -Sieilieu. dlordasrita, Süd und .•rittnvnlüfte von 2.euien, wo üe Ga des gründeten, ras f;ufr wieder Atisgangspnntr ihrer Fahrten und 2 ietdunaen an ier atlantischen Hüfte Afrika» und Eure ras dis naeti Britannien und der Ostsee wurde, d an ater ans a!fc staken sieh die ersten Inden, wenn s'd )> nennet! will, in Afrika festgesetzt. Daran stvtcv allerdings viel Hüter die Massenansiedelung : rtrdider Inden nach der Zerstörung des Tempels aurel-. Iiin;v, 7«> n, d. a Z., neu welcher Zeit an Hund.rt tan sende in alle dl ander zerstreut w'urden. Im nördlichen dtsrika, namentll.lt in Algier, Trau, Tetuan. vunic. -'vätteu Pa« viele I. au ansässig und es bestanden >don zahlreiche, o t, indische Gemeinden, als diese in Folge der Iudenmrsolgungen in Spanien, Idol and .14..):’, durch sehr viele Flüchtlinge von dort um ein Bedeutendes vermehrt wurden. Mer einigermasten mit der jüdischen Litteratur vertraut ist, weist, das; diese nach einigem Brachliegen einen neuen Aufschwung durch die Berührung mit den maurnden Arabern in Afrika und später in Spanien erhielt, «vdder ungefähr im Jahre T-~< > n. d. g. Z. seinen Anfang genonunen und m;s eine stattliche Anzahl von gelehrten und berühmten Männern gab. So gehörten Nordasrita aut der berühmte Saadja Gaon l gestorben 042», welcher die Bibel in's Arabische übersetzte und die talmudische Richtung gegen di? Angritse der Harüer, «vetrbe die Tradition verivarfen. veriheidigte, dann seine ölaehtolger Scherira, Haga und Ghosni, später der philo«'. Art! Isaak Israeli i9ä0) tind sein Schüler Tu nasch den Taamim etc. Hehren wir wieder nach tiefer '.urzen historischen Abschiveitung zu unseren marotkannden Juden zurück, von denen mau int ersten Angend!i-ek glauben sollte, das; sie stets friedlich neben den Mohamedanern gelebt hätten, von denen aber die Geschichte weiß, daß sie gerade in MarAto so verachtet und geplagt wurden, wie in keiner anderen (stegend der Well. So ivar ihnen;. B. die Benutzung von Pferden, als für sie zu ehrenhaö. verboten, auch ivar ihnen nur gestattet, von den Farben die schwarze zu tragen. > Selbstverständlich war ihnen auch eine eigene Tracht j vorgeschrieben, die in iveiten Hosen, einem bis an die Knie reichenden Rock, einem auf der Seite hängenden Burnus oder Mantel und einer kleinen Mütze, einer Art Fes bestand. Als Fußbekleidung waren ihnen nur die Ba bi schon, eine Art Pantoffeln, gestattet. Gegen u' idmm Frauen war man in dieser Beziehung etivas k>achstchtiger, doch dursten sie nicht verschleiert ausgehen. Sehr zahlreich waren auch die anderen beschämenden Bedingungen, denen die Juden unterworfen waren. So waren sie z. B. genöthigt, vor den Tboren einer Stadt von ihrem Maulesel herabzusteigen; vor jeder Moschee, solvie vor dem Hause des Richters, mußten sie ihre Babuscheu ausziehen und barfuß weiter gehen. Sie durften keinem Brunnen naben, so lange ein Muselmann daraus trank, und in vielen Ttädlen war ihnen sogar nur das Wasser ein- ■dner Brunnen gestattet. Jedem angesehenen Manne mußten sie sveit ausweichen, auch durften sie sich nicht in Gegenwart eines vornehmen Mauren niedersetzen. Alle erniedrigenden lsteschäfte und Handlungen lagen den Juden ob, die maurischen Buben liefen ihnen nach und norden und höhnten sie ungestraft. Erhob ein Jude die Hand, und war es selbst zur Selbstvertheidigung, so wurde er peinlich eingezogen: verließ er die Stadt, in der er beimisch war, mußte er Kaution stellen, und faflirte er und batte mohamedanische Gläubiger, so verfiel er, als des Betruges schon im Voraus überwiesen, den; Gerichte und seine Glaubensgenossen mußten für ihn zahlen. Wie oft kam es vor, daß die Juden, trotHein sie hohes Schutzgeld bezahlten, der Plünderung der marokkanischen Truppen preisgegeben waren, wenn die Negierung ihre aufrührerischen Soldaten zu besänftigen und zu bezahlen hatte. Es sind nur wenige Städte im Sultanat Marokko gewesen, wo nicht die Inden zeitweise von solchen Erpressungen zu leiden hatten: doch eine so schaudererregende Plünderung der Juden, tote solche Sultan Mulei Jazed im Jahre 1790 zu Telnan anordnen und vollziehen ließ, ist in gleichem Maße nicht «nieder vorgekommen. So verachtet die Juden aber auch in allen Städten Marokkos waren, so gingen doch fast zu allen Zeilen die meisten Geschäfte von Bedeutung nur durch die Hände der Juden. Sie waren, wie meist auch noch heute. Kanfleute, Dolmetscher, Steuereinnehmer, Zollbeamte, Geheimschreiber, Münzmeister, Intendanten, Konsule der europäischen Mächte, und übten selbst bei der Negierung große Gewalt aus. Auch alle nützlichen Handwerke «nitrben von ihnen betrieben, sie waren Schmiede, Goldarbeiter und Juweliere. Auch jetzt noch gehen alle bedeutenden Geschäfte durch die Hände der Juden, denn durch ihren Spekulationsgeist sind sie dem klugen Mauren denn doch noch weit überlegen, und seitdem die Franzosen ihnen Gleichberechtigung verschafft haben, ist der Bazar von Algier sehr schnell in ihre Hände übergegangen. Doch diese Gleichberechtigung der Juden hat ihnen von Seiten der Mohame-

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