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Der Israelit · 1900-11-15 · Heft 91 (15.11.1900) · page 35

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 91 (15.11.1900)
Date
1900-11-15
Page
– (sequence 35)
Language
German
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SS Salo Cohn in Begleitung einiger Reisegefährten die Schule, und verweilte IV2 Stunden in den Klassen. Wir sind zu der Hoffnung berechtigt, dass das innige Interesse, welches dieser wohlwollende und wegen seiner menschenfreundlichen Gesinnung rühmlichst bekannte Herr dem Waisenhause und der Schule entgegen gebracht, sich einem weiteren Kreise einflussreicher Glaubensgenossen in Wien mittheilen, und dass der von dem Wiener Vorstände gefasste Plan einer Sammlung zum Bau eines eigenen Schulhauses, der Realisirung näher gerückt werde. ^Herr Meyersohn, Bevollmächtigter [der „Jewisb Colonisation Association “, nahm persönlich eine flüchtige Prüfung der Klassen vor, und sprach sich sehr befriedigt über die Resultate des Unterrichts aus. Die Zahl der zahlenden Schüler ist im Wintersemester auf 14 gestiegen. Dieser Umstand, ebenso wie die Thatsache, dass die Schule mit 105 Kindern schloss and im Dante des Wintersemesters kein einziger Austritt erfolgt ist, können angesichts der hiesigen Verhältnisse als erfreulicher Fortschritt bezeichnet werden. (Forts, folgt.) Palästinensischer Hilfsverein Zwölfter Bericht. (I. Fortsetzung und Schluss.*) Für ärztliche Hilfe in Safed bewilligten wir 240 Mk., für den Arzt in Hebron 100 Mk., und sandten dieser Gemeinde für 125 Frcs. Arzneien gratis. In unserer Klinik zu Jerusa- 1 em wurden in dem Berichtsjahre 21,585 Kranke behandelt, und verschiedenen Aerzten 5781 Besuche honorirt, wovon 1099 den Patienten gar nicht, 4682 mit etwa 18 Pf. berechnet wurden. In der Apotheke wurden 2959 Rezepte gratis, 11,386 zu ca. 14 Pf abgegeben. Die bedeutende Zunahme der Kranken und der Rezepte erklärt es, dass die Ausgaben um 1900 Frcs. grösser sind als im Vorjahre. — Dem Hospital in Jaffa konnten wir 1233 Mk. auszahlen, die uns von Herrn Baron Wilh. v. Rothschil d, dem Comitö für die russischen Juden, Herrn Jacob Sichel u. A. zugewendet worden waren. Das russische Comitö übergab uns ferner, anlässlich der zu Anfang des Jahres herrschenden Theuerung, 500 Frcs. für die Hungernden. Dem Unterricht in der Landessprache widmen wir nach wie vor volle Aufmerksamkeit. Derselbe findet sowohl in Jerusalem als auch iu Hebron statt, und beanspruchte ca. 1300 Frcs. Für den Torah- Unterricht der Lehrlinge verausgabten wir ca. 300 Frcs. Siebenundvierzig Lehrlingen zahlten wir das Lehrgeld mit 1870 Frcs. Für 8 Darlehen verwendeten wir 860 Frcs., denen 1500 Frcs. Rückzahlungen gegenüber stehen. 220 Frcs. wurden auf Anordnung des Lokalcomitös als uneinbringlich gestrichen. Für Unterstützungen verausgabte das Lokalcomitö in Jerusalem ausserdem ca. 580 Frcs. Für den Lehrer und Schächter in Rami eh, das Bad ♦) S. Nr. 752. und andere Unkosten daselbst wendeten wir ca. 200 Frcs. auf. Sodann bewilligten wir einem jungen Manne aus Jerusalem zur Beendigung seiner juristischen Studien in Konstantinopel 200 Mk. Zu erwähnen ist noch, dass wir den Herren Rafalowitsch und Sachs in Jerusalem zur Herausgabe eines Albums von Palästina mit 80 von den genannten Herren photographisch aufgenommenen und trefflich ausgeführten Ansichten einen Vorschuss von 400 Mk. gewährten. Wir können dieses Werk allen Freunden des heiligen Landes aufs Wärmste empfehlen. ln unserem Lokalcomitd in Jerusalem haben sich einige Veränderungen vollzogen. Herr Nathan Hamburger ist aus demselben ausgetreten. Herr Jacob Reifmann ist am 27. März d. J. aus diesem Leben abberufen worden. Für Ersteren trat der Dajan der Aschkenasim, R. Löb Michels, in das Comite ein; für Letzteren Herr Feibel Reifmann, Sohn des verewigten seitherigen Mitgliedes. Wir danken den Herren des Comites, die in so uneigennütziger Weise unsere Wirksamkeit au Ort und Stelle unterstützen, auf’s Beste. Wir danken ferner allen Denjenigen, welche uns durch Beiträge und Spenden in den Stand setzten, zum Wohle unserer Glaubensgenossen im heiligen Lande thätig zu sein. Insbesondere drücken wir unsere Erkenntlichkeit unserem eifrigen Verwaltungsmitgliede, Herrn Dr. Salvendi in Dürkheim aus, der unserer Kasse im Jahre 1899 wieder 8100 Mk. zuführte. Hätten wir viele Freunde, die so erfolgreich sich für unseren Verein bemühten, dann würden wir nicht unsere Bilanz mit einem so grossen Fehlbeträge abgeschlossen haben. Unseren Ausgaben

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