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Der Israelit · 1900-11-15 · Heft 91 (15.11.1900) · page 36

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 91 (15.11.1900)
Date
1900-11-15
Page
– (sequence 36)
Language
German
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24 in Höhe von 20,350 Mk. stehen nur 11,965 Mk Einnahmen gegenüber, und unser Kassenbestand ist auf 6695 Mk geschmolzen! Wh* richten deshalb an alle Glaubensgenossen, die es mit dem heiligen Lande wohl meinen, die dringende Bitte, uns durch Jahresbeiträge und Spenden zu unterstützen. Es giebt ja so viele Gelegenheiten im Leben, wo das jüdische Herz zum Geben drängt. Denken Sie dann auch an Jerusalem und seien Sie versichert, dass Ihre Gaben durch unseren Verein eine richtige Verwendung finden werden. Die laut Statut alle drei Jahre abzuhaltende Generalversammlung fand am 24. Mai 1900 dahier statt. Nachdem der zweite Vorsitzende, Herr Professor Dr. Werner, der schweren Verluste, die der Verein in den letzten drei Jahren erlitten hat, in warmen Worten gedacht hatte, erhoben sich die Anwesenden zu Ehren der dahingeschiedenen Herren; Rabbiner Dr. J. Hildesheimer, Dr. H. Heinemann und Gustav Hirsch von ihren Sitzen. Der Schriftführer berichtete über die Thätigkeit des Vereins in den Jahren 1897, 1898 und 1899. Im Ganzen verausgabte der Verein ca. 60,000 Eres. Für den Armenarzt und die Apotheke wurden 30,500 Eres, ausgegeben, und hiervon durch die Einnahmen aus der Privatpraxis, Vergütung der Kolelim, Handverkauf u. 8. w. 11,500 Frcs., durch Jahresbeiträge und Spenden 2100 Frcs. gedeckt. Die Zahl der in der Ktinik behandelten Patienten betrug ungefähr 53,000, die Zahl der vom Verein honorirten Besuche 9747, gegen 51,500 und 8000 in den drei vorhergegangenen Jahren. Für ärztliche Hilfe in Hebron und S a f e d leisteten wir Beiträge in der Gesammthöhe von 600 Mk. Für zinslose Darlehen an 42 Personen wurden ca. 3700 Frcs. verwendet, denen Rückzahlungen in Höhe von ca. 3000 Frcs. gegenüberstehen. Für 99 Lehrlinge wurde das Lehrgeld mit 4340 Frcs. bezahlt. Der Unterricht im Arabischen an verschiedenen Talmudtorahschulen, die Beihilfe zu den Talmudtorahschulen in Jaffa, Gaza u. s. w., die Handwerkerabendschule, und der Torahunterricht der Lehrlinge in Jerusalem und Hebron kosteten ca. 5000 Frcs. An baaren Unterstützungen in dringenden Fällen wurden auf Anordnung des LokalcomitGs in Jerusalem ca. 2600 Frcs., für die Unterhaltung der Ansiedelungen in Rami eh und Sichern und ihrer rituellen Einrichtungen ca. 1700 Frcs. verausgabt. Einem jungen Manne aus Jerusalem gaben wir zur Vollendung seiner juristischen Studien in Konstantinopel 400 Mk. Ein nicht zu unterschätzendes Verdienst erwarb sich der Verein auch durch die kostenlose Uebermittelung von Gaben an Anstalten und Privatpersonen im heiligen Lande. Der Betrag, der durch ihn zur Auszahlung gelangte, betrug in den 3 Berichtsjahren zusammen 12,500 Frcs. Laut Bericht der Revisoren ist dem Ausschüsse die Entlastung ertheilt worden. Alsdann wurde zu den Ergänzungswahlen geschritten. Der vom Vorstande kooptirte Herr Professor Dr. Werner wurde tür die Amtsdauer des sei. Herrn Dr. Heine mann (bis 1906) von der Versammlung bestätigt, die ausscheidenden Verwaltungsräthe; Dr. Cohn, Franklin, Fürth, Dr. Kohn, Marx, Michael, Dr. Salven di und Dr. Stein einstimmig bis 1909 wiedergewählt, und bis 1906 an Stelle des sei. Herrn Rabb. Dr. Hildesheimer Herr Rabb. Dr. Horovitz in Frankfurt a. M., ferner an Stelle des verstorbenen Herrn Gustav Hirsch (bis 1903) Herr Dr. Hirsch Hildesheimer in Berlin neu gewählt. Die grossen Verdienste, welche sich Herr Rabb. Dr. Salven di um den Verein seit dessen Gründung erworben, glaubte die Versammlung in besonderer Weise ehren zu sollen, und zwar dadurch, dass sie ihn einstimmig zum Ehrenmitgliede des Vereins ernannte. Zu Revisoren für die nächsten 3 Jahre wurden bestimmt die Herren: Simon Bock und Julius Landsberg dahier. In der Sitzung des Verwaltungsraths, welche unmittelbar nach der Generalversammlung stattfand, wurde der geschäftsführende Ausschuss aus den Herren: Rabbiner Dr. Horovitz, Prof. Dr. Werner, Fürth, Geiger, Cr am er, Goldschmidt, Michael und Posen, sämmt« lieh in Frankfurt a. M, und Bezirksrabbiner Dr. Salven di in Dürkheim a. d. H. zusammengesetzt. Der geschäftsführende Ausschuss ernannte seinerseits Herrn Rabbiner Dr. Horovitz zum ersten Vorsitzenden und beliess die übrigen Aemter in den seitherigen Händen. Die neu in den Verwaltungsrath eingetretenen Herren haben schon so viel zum Heile Palästinas gewirkt und ihr Interesse für das Land unserer Väter in so hervorragender Weise kundgegeben, dass der Verein sich zu seiner Wahl wohl Glück wünschen darf und den Gewählten für die Annahme des ihnen zugedachten Amtes tiefen Dank schuldet. Wir erhoffen von ihrer Mitwirkung reiche Früchte zum Besten unserer Bestrebungen, zum Heile notbleidender Glaubensbrüder. Droek der Jeh. W irth’scken Hofbuohdruckerei Aotien-öeselLaohaft, Hains,

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