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Der Israelit · 1900-11-08 · Heft 89 (8.11.1900) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 89 (8.11.1900)
Date
1900-11-08
Page
– (sequence 18)
Language
German
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1844 oder „Jossa"; Deutsch: „Das Grab im Vusento"; Rechnen: „Einführung in die Zinsrechnung"; Geschichte: „Rudolf von Habsburg"; Geographie: „Königreich Sachsen"; Naturkunde: „Die Kreuzotter". Bei der mündlichen Prüfung wurden u. A. folgende Fragen gestellt: Pädagogik: „Formaler und materieller Unterricht": „Der Inhalt des Kinderfreundes"; Rousseau's „Emil": „Die Bedeutung Friedrich Wilhelm l. für die Pädagogik"; „General-Landschulreglement"; „Das Gedächtniß": „Wie bringen Sie die Kinder zu einem lauten und deutlichen Sprechen?"; „Absentenlisten"; „Vor- und Nachtheile der mehrklasstgen Schule vor der einklassigen"; „Die normalen Volksschuleinrichtungen"; „Allgemeine Bestimmungen wie Ministerialerlasse". Religion: „Wie lehren Sie die Geschichte von David und Goliath auf der Unter- und Oberstufe?" „Zweck des Religionsunterrichtes." „Warum lassen Sie auch nicht verstandene religiöse Stoffe auswendig lernen und welche Gefahr liegt darin?" „Warum gebrauchen Sie beim Religionsunterricht Wandtafel und Kreide?" „Auf welche Tagesstunden sind die Religionsstunden zu legen und warum?" „Wie ertheilen Sie den Unterricht in bibl. Geschichte auf der Unterstufe?" zu zeigen an „Abrahams Berufung". „Welche physischen Belehrungen geben Sie vom heiligen Lande?" 2c. Deutsch: „Wie verfahren Sie beim Anschauungsunterricht?" Die Regeln über „z" und „tz". „Wozu dient das Lesebuch?" „Satzanalyse"; „Wie muß ein gutes Lesebuch beschaffen sein?" „Dir Normalwortmethode"; „Die Ordnung beim Schönschreiben"; „Die Regln über „ig" und „lich". Geographie: „Welche Anforderungen sind an eine gute Karte zu stellen?" „Die erste Geographiestunde"; „Das Kartenzeichnen"; „Was wissen Sie von der vergleichenden Lehrmethode?" „Anschaulichkeit im geographischen Unterricht"; „Wie erklären Sie der Unterstufe die Himmelseinrichtungen?" Gleobiotte: „Welche geschichtlichen Thatsachen haben die Neuzeit herbeigeführt und verdienen deshalb in der Volksschule der größten Beachtung?" „Nennen Sie diejenigen Kapitel aus der Kulturgeschichte, die auch in der Volksschule zur Betrachtung herangezogen werden müssen!" „Weisen Sie an Beispielen aus der Geschichte nach, wie Sie aus der Geschichte religiöse und sittliche Lehren entwickeln?" „Was denken Sie über die Stiehl'sche gruppierende Methode?" „Wie erzieht man die Kinder zur Vaterlandsliebe?" „Welche Begebenheiten ans dem 1L. Jahrhundert behandeln Sie?" „Verdienste des Philantropen um den Geschichtsunterricht." „Welcher Vortheil und welche Gefahr ist mit der Benutzung eines Geschichtsleitfadens verbunden?" „Die chronologisch regressive Methode." RechnenundRaum lehre: „Anschaulichkeit im Rechnen"; Verhältniß zwischen Kops- und Tafelrechnen"; „Wie werden Rechenregeln gefunden?" „Wie befördern Sie die Selbstbeschäftigung in Rechnen und Raumlehre?" „Einrichtung und Gebrauch der Rechenhefte"; „Stoffvertheilung des geometrischen Unterrichts": „Kreisberechnung in der Schule"; „Die Pyramide, schulgemäße Behandlung"; desgleichen „Der Scheitelwinkel" und „des Kreises und seiner Linien." Naturkunde: „Die Gesundheitspflege im naturkundlichen Unterricht." „Welche ausländisckie Pflanzen behandeln Sie?" „Welche Versuche lassen sich ahne großen Kostenaufwand aufstellen?" „Auswahl des naturkundlichen Unterrichts." „Was nehmen Sie vom Drucke der Luft durch?" „Wie behandeln Sie die Säugpumpe?" „Behandlung der Biene"; desgl. „des Maulwurfes". M u s i k : „Zweck des Gesangunterrichtes in der Volksschule." „Wie verfahren Sie bei der Einübung eines Voltsliedes?" „Woraus ist bei dem Singen im Allgemeinen zu achten?" „Wodurch iü das Sinken des Tones zu verhindern?" „Wie verfahren Sie beim Einüben zweistimmiger Lieder?" „Das Athmcn beim Singen". Jeder Kandidat mußte ein Lied spielen und fingen. Fünf Lehrer bestanden die Prüfung. V'cn-2Lcistc»see, bei Berlin, 1. Nov. In der hiesigen israelitischen Taubstummen-Anstalt fand am letzten Sonntag unter außerordentlich reger Betheiligung die Feier des 25jährigen Jubiläums der Erzieherin und Lehrerin Frl. Anna Reich statt. In der prächtig dekorirten Aula der Anstalt versammelte sich gegen 12 Uhr eine weit über alle Erwartungen große Anzahl von ehemaligen Zöglingen der Jubilarin, von Freunden und Gönnern der Anstalt und von Angehörigen der Schüler. Der Verein „Freunde der Taubstummen, Jedide Jlmim," dem die Erhaltung der Anstalt obliegt, war durch Berliner und auswärtige Mitglieder seines Vorstandes vertreten. 'Aus Berlin waren erschienen: Herr Geheimrath D. Boas, Herr Ludwig G i n s b e r g , Herr Adolf S al o m o n und Herr Willibald Löwenthal. Von auswärts waren anwesend Herr Gustav Köhler aus Fürstenwalde und Herr Alphons Jacobsohn aus Leipzig. Gerade über den Besuch dieses edlen Menschenfreundes war die Festversammlung und besonders die Jubilarin selbst auf's höchste überrascht und erfreut; mar es doch schon lange her, daß er die Anstalt, die ihm so viel zu danken hat, mit seiner Anwesenheit beehrte. Nach einem einleitenden Willkommengruß eines kleinen Zöglings der Anstalt hielt im Aufträge des Lehrerkollegiums Herr Israel die warm empfundene Festrede. In begeisterten Worten schilderte der Redner die Verdienste, die sich die Jubilarin um die Anstalt erworben, beschrieb ihr selbstloses und unablässiges Schaffen für das Wohl und Gedeihen ihrer Zöglinge. Mit vollem Recht könne man das stille, unermüdliche und stets freudige Wirken der Gefeierten mit dem Pestalozzis in Stanz vergleichen. Auch sie könne von sich sagen: „Ich war vom Morgen bis zum Abend in ihrer Mitte. Meine Hand lag in ihrer Hand, mein Auge ruhte auf ihrem Auge. Meine Thränen flössen mit den

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