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Der Israelit · 1900-10-22 · Heft 84 (22.10.1900) · page 31

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 84 (22.10.1900)
Date
1900-10-22
Page
– (sequence 31)
Language
German
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Hamburg', wo er 1693 ein Rätsel über den Tabak cienr nppuo rrrn) schrieb, wie er auch ein Jahr vor her ein Lied drucken Jiess. das er der dw ho;1? n&np mon in Worms bei Übergabe einer neuen Thorarolle a. 1677 gewidmet hatte1). Er schrieb auch ein Rätsel über die Brille2). 1697 hielt er sich in Hanau auf, wo er im Hause eines Enkels des R. Elia Loanz aus dem Gräberbuche seines Schwiegervaters Juspa Schames (s o. 8. 45) den Eintrag über R. Elia kopirte3). Nach der Restaurirung von W oi'ins kehrte er dahin zurück4) und starb dort am ‘20. Tischri (20. Oktober) 1712. Seine Frau Mindele, die Tochter des eben genannten Juspa Schames, starb in W o r m s am 20. Siwan (23. Juni) 17235). Das Wormser Memorbueh S. 24 nennt einen Sohn, Kalman, der vor dem Vater am 7. Ijar (13. Mai) 1712 starb; ein Sohn Wolf war Rabbinatsassessor in W o r m s, wirkte dort in dem von Löb Sinzheim gestifteten Lehrhause und starb am 27. Tischri (7. Oktober) 1760 (Memorbueh 8. 47); eine Tochter Chajele starb 1712 (das. 8. 24). Die Witwe des genannten Kalmann heiratete in 2. Ehe den Vorbeter Mordechai in Mainz; eine Tochter aus 1. Ehe, title, starb als Braut 1734 in Mainz (Mainzer Memorbueh No. 558, wo sich der Zusatz findet, dass die Verstorbene dhbidi nx:m bon nnBircB gewesen ist). e. M a n 1 i n See. Menachem (Manlin) See6) war vor der Katastrophe Vorbeter in Worms und flüchtete mit vielen Genossen nach Metz (s. o. 8. 4), wo er wahrscheinlich geboren war, da dort der Nanie See sich häufig findet7). Auch in der neuen Heimat wirkte er als Vorbeter. Als im 1 Cf. Wolf bibl. hebt. I, ‘2061; Cat. Bodl. No. 6998; Cat. Bosenthal 8. 1172 No. 15 IT; der Anfang des Liedes lautet: tnipn. nvro nvvDi D'pjN ttnn -w 'np mw tnura nsuNi PPhn. 2) Kaufmann, Jair Cliajim Bachrach 8. 76 n. 3) Ebendas. 4) Von ihm rührt der Eintrag im sog. grünen Buch fol. 225 von P’J n"*iy 1689, der eine Specificatiou des der jiid. Gemeinde gehörigen Silberschatzes enthält; cf. Kaufmann das. 8. 74 n. Auch bewahrt das Wormser isr. Gemeindearchiv einen Brief mit seiner Namensunter.schrift d. d. 4. Siwan 1702, in welchem er aus Auftrag des Vorstandes in Worms nach Heidelberg an die isr. Vorsteher der Pfalz in Forderungssache sich wendet; vgl. Löwenstein, Kurpfalz 8. 102 n. 6) Vgl. Wormser Memorbueh 8. 34 Z. 8 v. u., wo P’D ‘D anstatt p'D 0 zu lesen ist. 6) Die Deutung des vielfach umstrittenen Familiennamen N’TÖ, die Kaufmann in Revue XX 8. 309 gibt, wird neuerdings von Freudenthal (Aus der Heimat Mendelssohns, 8. 299) wieder angefockten 7) Cf. Revue XX, 310. Jahre 1698 zwei Sendboten ans Worms abgingen, um zum Wiederaufbau von Synagoge. Gemeindennd rrivathäusern Gelder zu .sammeln, kamen sie auch nach Metz, wo in ihr Oollektenbuch8) folgender Eintrag gemacht wurde: x:cn*n 'niStr *n:rt '.rnSnp ns reysr nvn- "nyctt* *:x' o-r; xo^ett, p"p 'zvr.rz "'Teeei "y-sree n:;: -ira ’dv rb'bz sys bh(t: p:z rartr. srp b:p h rrüß •Entnx'i;bhec 'zb' 'z^pz he-ieh -yo ',sn;rx r6np nx"! sb m'n'cz'i nzpnz b :n nbnpn ,nsi abtr 'S n'zsp nno&z vnox zv nz bz nenn xH ve-e mxiea rwen l'th L“ *) .T?ß»y 7a rPy.v virt? r,w >n nvyb erm Tncn sn^L'n pia rvszb xpn; 'h: -try bv' rncynbi w:zb bnnz tjjt pz'n bsn ppn rszz nvz vyb po p'pn fr x-T p;o Bros ,‘llpn cn; ptrjnn wss 7‘Htx täte ns ~i~zb rr;n xnL' *xnn ren 'n er zmz : Ex-L" “T'issrE zpy Manlin See starb in Metz vor 1709. Seine Söhne Isack und Simon Koblenz sind im dortigen Gemeindebuch verzeichnet (Revue XIX. 128 ff). (Fortsetzung folgt) Geschichtliches über die Israeliten der Donaustaaten. Alitgetheilt von f>r. E. M. Oeriunn (Dr. Enc), Berlin. Ueber die Austreibung der Israeliten aus Ungarn im Jahre 1376 und deren Niederlassung an den Donauufern in den Städten Turnul (Rumänien), Nicopolis, Plewna, Widin, und Sophia (sämmtlich in Bulgarien) giebt es mehrere geschichtliche Zeugnisse, die im Nachstehenden zur Sprache kommen sollen. Es dürfte bekannt sein, dass Ludwig I., König von Ungarn die gesammte israelitische Bevölkerung »eines Reiches im Jahre 1376 vertrieb. Dieselbe wandte sich nach dem nächstgelegenen Grenzort Ungarns nach dem Orient hin, nämlich Turnul, welcher zu Rumänien gehört. Der damals regierende Fürst der Walachai, Dan II., erlaubte ihnen, sich in seinem Fürstenthum niederzulassen. Diese humane und kluge Handlungsweise brachte dann dem Lande grosse Vortheile, denn durch Niederlassung von Israeliten in dem schon erwähnten Grenzort Turnul kam dieser in hohe Blüte und wurde ein wichtiges Handelsoentrum der Donau-Fürstenthiimer1). 8) Eine Abschrift des Originals, das mir aus dem Besitz des sei. Moses Mannheimer in Worms zur Verfügung gestellt wurde, befindet sieh in meiner Handschriftensammlung und soll in diesen Blättern veröffentlicht werden. 1) Vergl. U b icin i, „Provinces romnaiues“, Seite 33-

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