Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 41 (1900)
- Issue
- Heft 99 (13.12.1900)
- Date
- 1900-12-13
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
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31 im Getreidehandel bereitet andererseits, wozu noch allerdings der Umstand in Anbetracht kommt, dass die überseeische Beförderung durch den regelmässigen und schnellen Dampf&chiffsverkehr sehr leicht geworden, alles dies lässt das Anhäufen grösserer Getreidevorräthe unnöthig erscheinen. Nur noch wenige Spekulanten, auf günstige Konjunkturen hoffend, reserviren bei ganz niedrigen Marktpreisen einen Theil ihrer Ernte. Die Umgebung Gaza’s z. B., einschliesslich des Beduinengebietes mit einer Einwohnerzahl von 150,000 Seelen, legt durchschnittlich von jeder Ernte ca. 150,000 Keli zurück, während die Gesammtproduktion in Weizen, Gerste und Dura auf ca. 2 V2 Millionen Keli sich beläuft. Ein Keli ist ungefähr 20 kg. Im Gegensätze zu den Palästinensern hatten die alten Egypter sich zu diesem Zwecke kegelförmige Magazine oberhalb der Erde erbaut, die, der Sicherheit wegen, nach oben gemündet haben, welche Mündungen mittelst Leitern erstiegen werden mussten. Der Grund liegt offenbar darin, dass, weil der Boden dort viel feuchter, er zu unterirdischen Fruchtmagazinen auch ungeeignet ist. So weit mein Freund. Ich will bloss hinzufügen, dass letztere Behauptung theilweise in der Bibel ihre Bestätigung findet. S. II. B. M. 1, 11. Dr. L. Grünhut, Direktor des deutsch-jüdischen Waisenhauses in Jerusalem. Bericht des Vereins zur Erziehung jüdischer Waisen in Palästina für das Jahr 1809. (Verwaltmigssitz: Frankfurt a. Main.) (I. Fortsetzung.*) Das Schulgeld, sowie die speziell für diesen Zweck gespendeten 4 0 Fr cs seitens des Herrn Michels aus Crefeld, wurden wie gewöhnlich zur Bekleidung armer Tagesschüler verwendet. Ein Uebei schuss konnte der Schülerbibliothek zugewiesen werden. Diese wurde durch Anschaffung guter Jugendltktüre, sowohl in hebräischer als in deutscher Sprache, vergrößert und bietet, abgesehen von dem didaktischen Nutzen, den Kindern Freude und Vergnügen in den Mussestnnden. Im Laufe des Schuljahres wurden mehrere kleine geographische Ausflüge, u. a. auch nach den neuentdeckten Gräbern auf dem Seopus, unternommen. Eine Spende von 50 Frcs. seitens des Herrn Salo Cohn und eine solche von 30 Mk. wie im Vorjahre seitens der Herren Gebrüder Schwarz in Nürnberg, zu denen hoffentlich noch andere Beiträge hinzukommen, werden ermöglichen, im nächsten Schuljahre den seit lange beabsichtigten, an Belehrung so reichen Ausflug nach Sichern und den interessanten Ruinen Sebastia’s (Samaria’s) zc machen.“ Zu diesem Berichte bemerken wir, dass Herr Salo Cohn am 1. April d. J. in der Plenarsitzung des Vorstandes der Wiener israelitischen Cultusgemeinde über seinen Besuch in der Lämmelschule berichtet hat. Der *) L. Nr. 754. Wiener Vorstand, der zugleich als Kuratorium der Lämmelstiftung fungirt, hat, wie er unserer Verwaltung schrieb, aus dem Berichte des Herrn Salo Cohn „mit aufrichtiger Befriedigung die fortschreitend ausgezeichneten Erfolge dieser Unterrichtsanstalt entnommen und einstimmig beschlossen, dem Schuldirektor Herrn Ephraim Cohn den Ausdruck der Anerkennung zu überreichen.“ Unterm 25. Mai schreibt Herr Direktor Cohn: „Das neue Schuljahr hat am 25. April mit 137 Zöglingen begonnen, welche sich auf die einzelnen Klassen wie folgt vertheilen: Hebräische Klasseneinteilung: I. Klasse 21 Schüler 1111 n n IV. „ 41 „ Summa lb7 Schüler; Deutsche Klasseneinteilung: I. u. II. Klasse 28 Schüler III. „ 48 „ IV. „ 61 „ Summa 137 Schüler, und zwar 17 Interne (10 Sephardim und 7 Aschkenasim) und 120 Externe (92 Aschkenasim, 25 Sephardim, 2 Mohamedaner und 1 Christ. Diese relativ bedeutende