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Der Israelit · 1900-07-26 · Heft 60 (26.7.1900) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 60 (26.7.1900)
Date
1900-07-26
Page
– (sequence 18)
Language
German
Belongs to
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1234 Halts-Verzeichniß und Stellen-Register diesem störenden Mißstand entgegentrete. Der Umstand, daß der Verfasser diesen Wunsch noch nicht berücksichtigt hat, läßt uns hoffen, daß noch ein Schlußband folgt, der auch diesen einzigen Mangel des hochinteressanten, lehrreichen Wertes hoffentlich abstellen wird. -p: D'ini 'dSkNT HdSp rfTüK **= t’ri'zb ,D'jnT nc x n c c : n r> n: "!: x w *: ir B-Bwrn '"7. Esrajim Sofer und S. Leib Lowenthal, Jerusalem. (Selbstverlag.) Dem kürzlich erschienenen, an dieser Stelle besprochenen ersten Theil ist in wenigen Wochen das zweite Heft gefolgt. Es ist dies besonders in Jerusalem ein gutes Zeichen für die innere Lebensfähigkeit des ganzen Unternehmens, das wir bei dem vorliegenden Werte doppelt freudig begrüßen. Bei dem groß ange legten Plan des Ganzen wäre es doppelt bedauerlich, wenn das schöne Unternehmen, alle Agadah des Dal mud Jeruschalmi, gesammelt mit Kommentaren herauszugeben, nicht zu Ende geführt würde. Gelingt es jedoch den Unternehmern, das Ganze in der bisheri gen Weise rasch zu Ende zu führen, so dürfen wir in kurzem eine seltene Bereicherung der agadischen Litteratur besitzen, die lange Jahrhunderte ein frommer Wunsch war. Unsere besten Wünsche begleiten daher die wackeren Herausgeber und die sichere Hoffnung, daß ihr Wert bei allen Jreunden der Thora die rechte Beach tung und Würdigung durch Anschaffung desselben finden toerden. Zeitungsnachrichten und Correfpondenzen. Deutschland. Mainz, ini Juli. Dieser Tage hatten wir die Ehre, Herrn Rabbiner Joses Nissan Sammet '"5 bei uns zu sehen. Herr Rabbiner Sammet sucht durch seine Reisen und Sammlungen eine Reihe russischer Jeschibot zu stützen und fördern, die hauptsächlich von Schülern des unvergeßlichen R. Israel Salanter s. A. in's Leben gerufen wurden. Der Vorort dieser Jeschi bot ist Norvgrudok in Rußland, mit welcher Haupt Talmudschule eine Reihe kleinerer Jeschibot in organischer Verbindung stehen. Alle diese Talmud Hoch schulen setzen sich zum Ziele, Rabbiner heranzubilden, die eine möglichst umfassende und gründliche Thora kenntniß besitzen und dabei auch den Bedingungen bezüglich modernen Wissens genügen, welche die russische Regierung für die Anerkennung als Kronsrabbiner stellt. Kenner russischer Verhältnisse wissen zu beurtheilen, wie nach vielen Seiten hin segensreich diese Jeschibot wirken müssen. Jeden, dem es am Herzen liegt, daß in den großen russischen Gemeinden Thoratenntniß und wahre Frömmigkeit sich weiter entfalte und vermehre, wird Herrn Rabbiner Sammet mit Ehrerbietung empfangen uub sich angelegen sein, das große Werk nach Kräften zu fördern. rrv^xiVn rrrn Frankfurt a. M., im Juli. (Offiziöse is e rschleierun g.) Man schreibt: Zufällig fiel mir die Nummer des offiziösen Blattes „La Roumanie" aus Bukarest in die Hände, in welcher es den ausländischen Zeitungen auf die Artikel bezüglich der Lage der rumänischen Inden antwortet. Ich habe viele Jahre in Rumänien gelebt, kenne die Lage der dortigen Juden, sehr gut und inöchte nun einige Jrrthümer des offi ziösen Blattes richtig stellen. Rach der „Roumanie" sollen 24 Juden in der letz ten Session naturalisirk worden sein, ivährend in Wirklichkeit riur Zweien dieses hohe Glück zu Theil ge lvorden ist, nämlich de.u Herrn Dr. Gaster, Seeretär des Justizministers Diseseii und Herrn Dr. Rosenthal, Seeretär des Advokaten Eornea — eines einflußreichen Konservativen. Es ivnrdeu lvohl noch Andere natura lisirt. aber - - getaufte Juden. Die rumänischen Mi nister, hohen Beamten lt. Professoren wetteifern form lich mit einander, um die Zahl der zum Ehristenthum bekehrten Juden zu vermehren. So zählt der Minisll-r Dr. Jskrati schon 2,4 Pathenkinder. Sodann behaupte! „La Ronntanie", daß 24 Prozent der staatlich angestell ten Aerzte Juden sind. Einst lvar dies vielleicht der Jall, aber schon seit mehreren Jahren gib! es in ganz, Ruinänien nur einige jüdische Aerzte in Staaisstel lungeu. lleberhanpl lvird ein jüdischer Arzt, der im Lande geboren ist, im Lande studirt l)at und sein Dol tor Diplom von der rumänisechu J-attulta! hat, nicht definitiv ernannt, sondern nur für eine bestimmte Zeit tontraktlich engagirt, aber trotz des Kontraktes kann er jederzeit von dem Präfekt ohne einen besonderen Grund des Dienstes entlassen werden. So entließ vor einigen Jahren der vielgenannte Präfekt von Dorehoi Moruzzi drei Aerzte, nämlich Dr. Anghel, Dr. Ornstein und Dr. Halpern, obgleich sie ihren Dienst musterhaft versahen und ihre Kontrakte noch auf zivei Jahre laukeken. Der artige Entlassungen sind sehr häufig im Lande borge kommen. Jerner meint „La Roumanie", daß die Lage der rumänischen Inden sich nicht verschlimmert hätte — das ist schon lvahr, denn schlechter kann sie nicht inehr sein! -Hameln. 17. Juli. Zur Verhaftung des Bürger meisters Prött in Nerzen berichte! die „D. u. Wes. Z." folgendes: Vor einiger Zeit lvurden bei den verschiedenen Kassen unseres Nachbarortes Aerzen größere Fehlbeträge entdeckt. Die derzeitige Annahme, daß dieselben auf Veruntreuungen des Bürgermeisters Prött zurück zuführen seien, bestätigte sich, und erfolgte deßhalb am 9. Juli die Verhaftung des Genannten. t ffsmnriiiniTiaffrr WMMlLWIiiiNiartUi

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