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Der Israelit · 1900-07-19 · Heft 58 (19.7.1900) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 58 (19.7.1900)
Date
1900-07-19
Page
– (sequence 8)
Language
German
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1184 Deinen Fehler ertrankt bist und deßhalb nicht selbst schreiben kanntest. Gleich morgen Früh Iverde ich ihm den Brief schicken und ich halte mich überzeugt, daß Du sehr bald Antwort erhalten wirst." ln wechselte nach einmal den Eisumschlag und hatte darauf sehr bald die Eeumzthuuiig, seinen .Vtna den ruhig schlummern zu sehen. Als der Arzt am folgenden Margen erschien, kannte er allerdings eine sehr bedeutende Besserung kan statiren, aber da« Lieber >var nach nicht geschwunden, die Behandlung mit Eis mußte nach immer fortgesetzt werden, und außer einer Wärterin und den Eltern durste kein Mensch das Krankenzimmer betreten, denn mit Rücksicht auf die so leicht erregbare Constitution des jugendlichen Patienten hatte der Arzt die größte An he verordnet. Rickll einmal Werner und seine Frau dursten in den nächsten Tagen ihren Liebling sehen. Ban Tag zu Tag besserte sich jedoch das Befinden des kranken und schon am Beginn der kommenden Wache durfte er das Bett mit dem Ruhebett vertauschen, und jetzt warb auch den nächsten freunden der Familie, vor altern dein Ehepaar Werner, der Zutritt zu ihm gestattet. Es war in den Barmittagsstunden, als Werner und seine Frau in Elsa's Wohnzimmer traten. „Heute diirfen lvir hinein zu ihm," ries Frau Werner schon van lveitem, „ich .habe soeben den Doktor Müller gesprochen, er ist sehr zufrieden mit Heurp's Befinden und hat es ausdrücklich erlaubt, daß >vir zu ihm diirfen." „Dann habe ich gewiß nichts dagegen," erwiederte Elsa, nachdem sie die ihr so Theuren herzlichst begrüßt batte, „Henry wird glücklich sein, Euch bei sich zu sehen." „Wir sind auch glücklich, daß wir den Jungen Wiedersehen können," versetzte Werner. — „Weiß der Himmel, das lvar eine Zeit —" „Henry hat viel gelitten — Ihr werdet ihn sehr verändert finden — aber bitte, laßt es ihn nicht inerten." „Belvahre der Himmel! Darüber kannst Du un besorgt sein!" Werner öffnete bei diesen Worten die Thüre des Ikrauteuzimmers und Alle traten ein. —- Henrv lvar allerdings sehr bleich und schmal gelvorden, aber sein Blick lvar klar und der Ausdruck seiner Züge lvar vollkommen ruhig. Er streckte den Eintretenden lächelnd die schmalen lveißen Hände ent gegen. „Enten Morgen, lieber Henry," sprach Frau Werner, sich neben dein Ruhebette uiederlassend, und die dargebotene Hand des bleichen .stnalHu leise drückend. „Eott sei Dank! daß es Dir besser geht," fügte Werner hinzu, „lvir haben uns sehr nach Dir gesehnt." „Ich habe mich auch nach Euch gesehnt," fiel Henry lebhaft ein, „ganz gewiß — und —" „3t! Henry, st! Du darfst nicht viel sprechen, der Herr Doktor hat es ausdrücklich verboten —" „Daß ich viel spreche. Aber etwas darf ich lvohl lilit Dickel und Tante sprechen, das hat der Herr Dok tor erlaubt." „Das ist schön," sagte Werner, sich gleichfalls in ein Fauteilil niederlassend, „weißt Du, Du kleines Kerlchen, daß Du uns in diesen Tagen sehr gefehlt hast!" (Schluß folgt.) Der „J Sr ae lt t" erscheint kw e i m a 1. Montag* und DonnemtaK«, jedesmal in mindestens zwei Bogen. Breis pro Pierteljahr bei der Post 4 Mark ohne Bestellgeld. Ausland entsprechend höher. Man abonnirt gaiizjährlich, halbjährlich oder vierteljährlich. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an — Der Vuchhnndrl verllelirl dnrckl '<£>. ß. Stein n ckr r r, Vriprig, Nohplah Uv — Inserate 25 Pfennig die viergespaltene Petitzeile oder deren llkatim. Preis rer Zeile im Neelaniethcil 75 Pfennig. - Direete Franeozusendung xmtex* Streifband pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich 14 Reichs-Mark oder 16 Kronen österr., für'ö Ausland 16 Reichs-Mark, an die Expedition franco einsenden. Postzeitungsliste .486:?. Telephon 815. &iue Rücksendung der NN die Redaction eittgefandten Manufcripte findet nicht statt, man bittet deshalb, sich von allen Einsendungen eine Kopie zurückzuvehalten Slellensuchende erhallen auf Wunsch die Inseraten Beilage vier Wochen lang gratis und franco zugesandt. Ebenso stunden wir auf Wunsch die Zahlung des Ansertionsvetrags au nutzer Stelle Befindliche bis nach Erlangung einer solchen. Inhalt: (Hanptblatti. teilender Artikel: D'^ErvE tins.ii ,cnsoD tines. Zu beit drei ikllochen — Zeitungs mrchrichten n. Eorrewondenzeii: Deutschland: Berlin. Hamburg. Leipzig. Oppenheim. AuS 2llürltemberg. Wurzburg. Oeslerr. Ung. Monarchie: Alis llngarn. Frankreich: Paris. England: London. Finnland: Petersburg. — Feuilleton: Elsa. (Fortsetzung). Inhalt der ersten Beilage: Bitte um etlvas mehr Wahrheit und Klarheit. Zeitungsnachrichten u. Eorre spondeiizen: Deutschland: Mainz. Berlin. Frankfurt a. M. Oesterr. klug. Monarchie: Piset. Frankreich: Paris. Inhalt der zweite» Beilage: Zeitungsnachrichten u. (^orrespondeuzen: Deutschland: Berlin. Insterburg. Oesterr. Ung. Monarchie: Wien. Großwardein. Lemberg. England: London. Rußland: Wilna. Palästina: Tiberias. Marokko: Marokko. Extra-Beilage: Spenden Berzeichniise. Perantwortliche Redaction: Oscar Lehmann in Mainz. — Expedition des „Israelit", Scholtstraße Ar 2, Mainz. Druck und Perlag der J oh. Wir t h'scheu Hofbuchdruckerci'Actien Gesellschaft in Mainz Hierzu drei Beilagen.

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