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Der Israelit · 1900-07-09 · Heft 55 (9.7.1900) · page 21

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 55 (9.7.1900)
Date
1900-07-09
Page
– (sequence 21)
Language
German
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45 fwt^B L"n Tneo »nyct? cn:c Tn, F. 168a Nr. 248 n«j£*tt’ ~p-a- -“) S'* x:Te thtzs* *v'," s'Lri schliesst Pa*T fH3.n r:*x T2 T“;-s rijftir. E. S c ]i a a r e h a m u s s a r. Dieses Werkchen ethisch-moralischen Inhaltes ist bis jetzt nicht veröffentlicht, worden. Dasselbe ist handschriftlich in 3 Exemplaren vorhanden 1) in der Vaticana (-od. 4. 2;i) 2) in dei' Nationalbibliothek zu Paris Nr. 839 21) und 3) in der Pambridger Bibliothek Nr. 377 2r>) 8. 1—4a. Zur Geschichte der Juden in Worms. II. Wormser Flüchtlinge. (Fortstzung-.) c. Elieser Liberin ann. Elieser Libennann, der 1689 von Worms nach Amsterdam flüchtete, gehörte der Familie Mansbach an. Dieser Name, der heute noch in jüdischen Kreisen vertreten ist, scheint, mir weit eher auf das talnmdische “ss;ö zurück Zufuhren sein, als auf die Stadt Ansbach ’). Der erste Träger dieses Namens ist Naftali Herz, Sohn des ff erscholl. Eine talnmdische Rechtsfrage zwischen ihm und Elia Bl in behandelt, (Jod. 21.8-1 der ßodleiana. Der Sohn des Naftali Herz hiess di Bach Josef und ist unter dem Namen Juspa Schamasch bekannt. Er studirte 1620 in Fulda unter 11. Piuchas Horwitz 2) und kam 1623 nach Worms, wo er 30 Jahre als Synagogendiener, Beglaubter und 22) Resp. Mohn. TIilcli Mischpat § 14. 28) Vgl. Assemani Catal. p. 214. 24) Schiller. Katalog der Cambridger Bibliothek p. 227 Nr. 70. 25) Si.diiller a. a. U. n. p. 08. ln diesem Codex trügt Abigedurs Sehaare hamtissar den Titel nTtt'nn n“UN nrrEO DnDTO TEi niTDIT Heilpriun in Seder badar<ab, Autorenverzoichniss, ,schreibt ein Werk lincn rnjN dem R. Elieser, dem Bruder unseres B. A., zu; möglicherweise ist es das oben bezeiehnete Werkchen der Cambridger Bibliothek. 1) Vgl. Hock, die Familien Prags, 8. 878 n. Der Ibsprioig der Familie weist jedenfalls auf Worms hin. Träger des Namens finden sich in Amsterdam und Prag(V); ein Rabbiner Jakob Mansbach in Kreuznach wird in KGA 2DJ?’ iTQttf II Nr. 101 genannt; er gehörte, wie alle Wormser Mansbach, dem Levitenstamm an. Es gibt übrigens auch Mansbach, die ihren Ursprung aus einem in Kurhessen liegenden Dörfchen gleichen Namens herleiten. 2) Derselbe war zuerst Appellant in Prag, dann Rabbiner in Fulda; von Fulda kam er als Rabbinatspräses nach Prag, wo er 1653 aus dem Leben schied; vgl. TN» mn nV'st’ Nr. 123; Lieben, Galed Nr. 138. Leine Thoraschreiber fungirte, bis er am Sabbat 13. Schebat (5. Februar) 1678 3) aus dem Leben schied. Seine Frau Rebecka Peierche», Tochter des gelehrten K. Jeeliiel, starb 1688. Aus der Ehe gingen 3' Söhne und 2 Töchter hervor. Der älteste Sohn, Jacob, starb schon a. 1666 (Memorbuch 8. 28); der jüngere, namens Samuel, starb 1699 (Memorbuch S. 21); der jüngste ist der in der Uebersclirift genannte Elieser Libennann. Von den Töchtern war die eine, namens Mindele, an Samuel Sofer in Worms verheiratet, von dem als Wormser Flüchtling weiter unten die Rede sein wird. Die andere Tochter, Tamar, war au Löb Batenheim verheiratet und starb 1666. Juspa Schamasch ist Verfasser des noch ungedruckten s]cv »trp^ 'd eines Kommentars zum Gebetbuch; er schrieb ferner das *is*B "D und das q»d: ne>yo die von seinem Sohne Elieser Libermann in A m s t e r d a m dem Druck übergeben wurden; endlich stellte er auch die Wormser Minliagim zusammen (Ood. 909 Oxford). — Elieser Libermann fand die Werke seines Vaters handschriftlich vor und liess sie in Amsterdam4) drucken (1690 ff). Kr selbst verfasste gemeinschaftlich mit Abraham Margaliot eine pz'pS (Amsterdam 1705). Elieser Libermann, der 1724 in Amsterdam starb, hinterliess 3 Töchter und 2 Söhne, worunter ein Sohn, Namens Isack Sekle, der das oben 8. 12 mitgeteilte Klagelied auf die Zerstörung von W o r m s verfasste und wahrscheinlich gemeinschaftlich mit seinem Vater nach Amsterdam geflüchtet war. Isack Seide erhielt seine Ausbildung an der Jeschiba in Metz. Das Bethamidrasch a«n in Amsterdam besitzt ein von dessen Hand geschriebenes Buch, das Erklärungen zum Pentateuch und am Schluss die Schilderung verschiedener Zeitereignisse, sowie endlich eigene genealogische Aufzeichnungen enthält, die jedoch nur geringen geschichtlichen Wert haben 5). (Fortsetzung folgt.) erste Frau Lipet war die Tochter des Bezalel und Enkelin des hohen R Löw; die zweite Frau .Tutel, Tochter des Samuel Esriel, starb 1641 in Prag- (Hock 8. 243). Sein Sohn Jesaja starb 1640 in Prag tdas. S. 91); ein anderer Sohn, David, war Rabbinatsassessor in Wien (vgl. Buber Dttf ’t£W Nr. 414). 3) Vgl. Levysohn, Epitaphien S. 69; Memorbuch 8. 28. Bär in muy Einleitung S. VI hat die unrichtige Jahreszahl D"f1. 4) Ein Abraham b. Salomen Levi, aus der Familie Mansbach, war ebenfalls Buchdrucker in Amsterdam; cf. Cat. Bodl. Nr. 7740. 5) Eine Abschrift derselben verdanke ich der Güte des Herrn Sigmund Seeligmaun in Amsterdam.

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