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Der Israelit · 1900-06-21 · Heft 50 (21.6.1900) · page 29

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 50 (21.6.1900)
Date
1900-06-21
Page
– (sequence 29)
Language
German
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1049 ließ, findet sich bei Soncino hier der Mordechai, der in späteren Drucken seine Stelle im Gefolge des R'if (Alfasi) fand. Josua Salomo Soncino druckte mit dem Kommentar des Maimonides nochmals die ganze Mischna ab, während bekanntlich die späteren Drucke hier nur Abkürzungen der Mischnajot geben. Die ersten Talmudausgaben haben noch kein Titelblatt, noch keine Paginirung, und sind die Seiten und Blätter anders eingetheilt, wie bei uns. So zählt bei uns Berachot bekanntlich 64 Blatt, bei Soncino, wenn wir uns ein Blatt für den Titel hinzudenken, 100 Blatt. Beza hat bei uns 40 Blatt, bei Soncino, ebenso ge-; der ersten Talmudausgabe in Bezug auf Papier, Buchstaben, Farbe und Rand ist eine vorzügliche. Punkte finden sich nur in Raschi, an deren Stelle im Talmudtext und in den Tossot das Doppelkomma (wie Anführungszeichen) tritt, das sich aber besonders ln der Gemara viel reichlicher findet, als die bei uns nur selten stehenden Doppelpunkte und Punkte. Nur bei den Traktaten Berachot und Beza ist der Druckort Soncino und der Drucker Josua Sahma genannt, bei den übrigen oben genannten Traktaten fehlt der Name des Druckers und des Druckortes. Es ist trotzdem! ziemlich sicher, daß der Druckort Soncino ist und der ‘drv SM KW '■mm rechnet, 59 Blatt. Wie bei diesem schwierigen Frühdruck nicht anders zu erwarten, sind trotz der Durchsicht des hochgelehrten und tüchtigen Correktors (Magiha) R. Aron von Straßburg, noch viele Druckfehler stehen geblieben; denn R. Aron hatte bis jetzt nur Gelegenheit gehabt, Handschriften verbessernd durchzusehen, und wie jeder Fachmann weiß, birgt gerade die Gleichmäßigkeit des Druckes für den Correktor viele Schwierigkeiten. Die Ausgaben Soncino's sind jedoch werthvoll, weil sie uns viel ursprüngliche Lesarten richtig bewahrt haben, die in späteren Drucken absichtlich oder unachtsam entstellt wurden. Die Ausstattung Drucker der berühmteste Druckherr aus der Familie Soncino R. Gerson ben Moses, genannt Menzlein, bekannt auch unter dem Namen Hieronymus Soncino. R. Gerson Soncino ist Brudersohn unseres R. Josua Salomo. Als Drucker nennt er sich zuerst im Traktat Sanhedrin, der 5258 (1498) gedruckt wurde. Im Jahre 5259 (1499) druckte R. Gerson Soncino in Pesaro den Traktat Jebamot und hier findet sich zum ersten Male in einem Talmuderemplar ein Titelblatt. Die Erwähnung des verdienstvollen und nicht genug zu rühmenden R. Gerson Soncino veranlaßt

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