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Der Israelit · 1900-06-11 · Heft 47 (11.6.1900) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 47 (11.6.1900)
Date
1900-06-11
Page
– (sequence 2)
Language
German
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952 foimnenen Menschen und Mordbuben bestand und daß auch gegenwärtig die ganze Judenheit eine einzige Mörderbande darstelle, wird selbst Herr von Hertzberg- Lottin nicht behaupten. Er wird zugeben, zugeben muffen, daß es doch manchen anständigen, edel fühlenden und handelnden Mann unter den Juden gibt. Wie kommt es, daß nicht alle diese anständigen Elemente sich mit Abscheu und Widerwillen von einer Religion lossagen, welche den Meuchelmord empfiehlt und Menschenblut verlangt? Sollten nicht die Eingeweihten, die Kenner der „Geheimbücher," die Rabbinen und Gelehrten, es doch vorgezogen haben, einen derartigen Paragraph lieber der Vergessenheit anheimzugeben, aus den Handschriften und gar erst aus den Drucken auszumerzen, als das ganze Bekenntniß zu gefährden und ihm die besten und edelsten Anhänger zu entfremden? Welche Blindheit und Thorheit gehörte dazu, ein solches Geheimniß in Büchern stehen zu lassen, welche sich nicht nur alle Glieder eines über den ganzen Erdball zerstreuten Stammes verschaffen können, sondern auch seit mehreren Jahrhunderten nichtjüdische Forscher verstehen gelernt haben, und in welche sogar der Blutlügner Rohling sich Einblick und Einsicht verschafft zu haben behaupten kann? Und welches Wunder käme dein gleich, daß ein solches Geheimniß, nach welchem so viele Judenfeinde nicht seit Jahren, Jahrzehnten, sondern Jahrhunderten emsig gesucht haben, noch nicht so klar und deutlich gefunden sein sollte, daß jedes Kind das Buch, die Seite und den Paragraph anzugeben vermöchte? Ja, suchet und forschet nur in allen Folianten und Handschriften, setzet ganze Gesellschaften von Gelehrten und Uebersetzern ein, und ihr werdet auch kein Sterbenswörtchen entdecken, das so lautet oder auch nur entfernt so gedeutet tverden könnte, wie ihr es so gerne haben möchtet. Es wird euch nichts bleiben, als auch in Zukunft zu lügen, zu verleumden, zu verdächtigen, weil ihr wißt, daß die Dummglöubigen nicht alle werden. Setzen wir aber den undenkbaren Fall, ein Blutritual eristire, habe existirt, sei in den „Geheimbüchern" geboten und sei in denselben noch zu finden, oder sei aus Furcht, Bedenken und Vorsicht unterdrückt und nur als „heilige" Ueberlieferung den Rabbinen zur Tradition von Geschlecht zu Geschlecht überlassen. Wie denkt ihr euch denn die Ausführung? Daß jede jüdische Gemeinde sich ihr christliches Opferlamm aussuche und bei passender Gelegenheit durch ihren Rabbiner oder Schächter abschlachten lasse und sich so ihren Bedarf an Christenblut verschaffe, würdet ihr gerne behaupten, wenn sich nur hinlänglich Mordthaten ereignen wollten. Da aber nur ab und zu und an verschiedensten Punkten Christenkinder verschwinden, so sind nur zwei Möglichkeiten denkbar. Entweder es besteht neben der Geheimlehre auch ein Geheimbund unter den Juden, und diese Europa und Umgegend umspannende Vehme bestimmt nach geheimen Regeln die Henker, welche das nöthige Blut durch List und Gewalt zu liefern haben, jetzt in Damaskus, dann in Ungarn^ dann wieder bei Lauten a. Rhein, dann zu Polna in Böhmen, dann in Könitz in Preußen. Natürlich mit der möglichsten Abwechslung, um der Entdeckung vorzubeugen. Freilich in der letzten Zeit mußte Preußen auffallend oft herhalten: Lauten, Skurz, Könitz nacheinander! Oder aber die Ausführung erfolgt nicht planmäßig und nicht nach Ordre der unbekannten Oberen, sondern bleibt dem Zufall, oder dem Ermessen, oder dem frommen Eifer, oder vielleicht gar dem Handelsgeist der Einzelnen überlassen, welche ihrem Opfer auch den letzten Tropfen Blut entziehen, um ihn für theures, theures Geld an ihre Glaubensgenossen in Nord, Süd, Oft und West zu verkaufen. O, ihr Weisen und Edeln! Wenn die Juden auch eine Religion bekennen, welche sie fast auf eine Stufe mit den menschenfressenden Kannibalen stellt; wenn auch ihr Christenhaß und ihre Unbarmherzigkeit so weit geht, daß sie mit kaltem Blut kleine unschuldige Kinder und hoffnungsvolle Jünglinge und zarte Jungfrauen ihrem Moloch opfern: das gebt ihr doch zu, daß die Juden sich selbst nicht hassen, ihr eigenes Leben und das Leben ihrer Frauen und Kinder, ihre Geschäfte, ihre Heimath, ihre ganze Existenz gefährden wollen! Die Juden wissen doch, daß sie nicht mehr einen eigenen Staat bilden, wo man Christenkinder straflos hinmorden könnte. Die Juden wissen doch nur zu gut, wie viel Tausende und Abertausende ihrer Väter auf diese Anschuldigung hin von dem rohen Pöbel erschlagen, durch Folterqualen zu Tode gemartert oder auf Scheiterhaufen verbrannt worden sind. Sie wissen, daß ganze blühende Gemeinden mit einem Schlage vernichtet, sämmtliche jüdische Bewohner ganzer Provinzen oder Länder von Haus und Hof Vertrieben und in Roth und Elend hinausgestoßen worden sind. Und obschon sie das Alles wissen, sollten sie doch immer wieder von Neuem sich und alle ihre Glaubensgenossen auf Erden der grenzenlosesten Gefahr aussetzen? Sollten die „feigen" Alden hier im blinden Wahn sich mit der vagen Hoffnung tragen, daß ihr Moloch sie schützen und ihr Verbrechen unentdeckt bleiben würde? Sollten sie sich nicht sagen, daß, wenn es auch nur ein einziges Mal gelingen sollte, sie auf frischer That zu ertappen oder sie vollständig zu überführen, nicht blos für sie, die Thäter, sondern auch, und mit vollem Recht, für alle Mitwisser, d. h. für „ihre ganze Glaubensgemeinschaft auf dem Erdenrund." die letzte Stunde geschlagen habe? Nein, so fanatisch, so religiös-wahnsinnig, so bornirt sind die Juden nicht und für so dumm haltet ihr sie auch nicht. Die Juden haltet ihr nicht für so dumm, dergleichen zu thun. Aber die Massen haltet ihr für dumm genug, um ihnen solche Ungeheuerlichkeit von den Juden einzureden! Ihr wißt, daß die Juden keine Geheimbücher haben, keine haben können; ihr wißt, daß es fast keine jüdische Schule gibt, an welcher nicht christliche Lehrer angestellt wären, keine Synagoge, in der nicht die Gebete und die Predigten auch vor nichtjü-

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