Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 41 (1900)
- Issue
- Heft 43 (28.5.1900)
- Date
- 1900-05-28
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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882 thätiges Feld für die zwei letztgenannten zu finden ist. Es scheint daher ausgeschlossen zu sein, daß ein solcher Bewerber in Betracht gezogen wird. Ebensowenig ist es anzunehmen, daß die neuberufenen auswärtigen VorsteheramtSmitglieder der zum Rabbinate kombinirten Gemeinden Gelnhausen und Schlüchtern einem solchen Kandidaten ihre Stimmen geben werden. Uns thut es Noth einen mit Emst und Energie thätigen Rabb'.nen zu bekommen, der zunächst für Erhaltung beziehungsweise Einrichtung der religiösen Institutionen ein warmes Herz besitzt und dafür Sorge trägt, daß nur solche Personen zu Verwaltern der heiligen Gemeinde-Aemter zugelassen werden, die von der Wahrheit der mxa und rrran selbst durchdrungen sind und ihre Aemter nicht zur melkenden Kuh machen. Unser künftiger Ribbiner wird es sich angelegen sein lassen müssen, B'ro rmn insbesondere durch Einrichtung von Vorträgen in Stadt und Land den Leuten Gelegenheit zu geben, sich mit dem Inhalte der Thoravorschriften bekannt zu machen; denn wao -nobnn ntpycn Daß auf unseren neuen 21 gar manche Arbeit wartet, soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Hoffen wir, den rechten Mann an richtiger Stelle zu finden. Die Neuwahl eines Kreisvorstehers für den Landkreis Hanau fand gestern unter Leitung des Königlichen Landrathsamtes statt. Von den 20 wahlberechtigten Gemeindevorständen abgegebenen Stimmen sielen 18 auf Herrn David F ü r t h, Sohn des jungst heimgegangen n Rab. Michael Fürth s. A. Dieses Resultat wird um so freudiger allgemein begrüßt, als loch durch diese Wahl einerseits eine geeignete Person für jenes Ehrenamt als Ersatz gefunden wurde, und anderseits durch die große Majorität Vertrauen zu jener Familie bekundet, welche seit Jahrzehnt-n die Gemeindeinteressen in opferwilliger Weise dw cvb wahrnimmt. Die behördliche Bestätigung wird hoffentlich nicht ausbleibcn. Der psalmistische Ausspruch: 7:2 nrn findet hier voll und ganz seine Anwendung und Verwirklichung. O e st e r r.- U n g a r. Monarchie. Wien. (Das Legat der Baronin Hirsch-Wien.) Bekanntlich hat die im vorigen Jahre in Paris verstorbene Frau Baronin Clara Hirsch dem Wiener Magistrate 200,000 Frcs. für wohlthätige Zwecke vermacht. Nachdem dieses Legat, von welchem allerdings fast ein Viertheil an französischen und österreichischen Erbschastsgebühren in Abfall kam, erlegt worden ist, hat nunmehr der Bürgermeister über den größten Theil desselben in der Weise verfügt, daß er den verschiedenen Wohlthätigkeitsvereinen und Anstalten entsprechende Beiträge zuwendete. Es erhielten: Centralverein zur Beköstigung armer Schulkinder 20,000 K., Verein „Wert des heiligen Philipp Neri", und zwar: a) Kinderschutz 6000 K., b) Unterstützung reconvalescenter Arbeiterinnen 1000 K., St. Vincenz-Verein 5000 K, Verein zur Errichtung und Förderung von Seehospizen und Asylen für kranke, insbesondere scrophulose und rachitische Kinder ebenfalls 5000 K., Frauen-Wohlthätigkeitsverein für Wien und Umgebung 4000 K., Mater admirabilis - SBeretn, Haus der Barmherzigkeit in Währing und Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in der Leopoldftadt je 3000 K., Mnüa-Elisabeth-Verein, Katholischer Arbeiterinnen- Verein im Bezirke Alsergrund, Verein zur Erziehung katholischer Lehrlinge, Congregation der Töchter der göttlichen L'ebe, Unterstützungsverein für aus der Haft Entlassene und ihre Familien, Ferien-Colonien- Spar- und Unterstützungsverein, schließlich Asylverein für Obdachlose je 2000 K., Ottakringer Knabenhort, St. Antonius-Asylverein in Fünfhaus, Werk des heiligen Franciscus Regis, Wiener Frauenheim, Erster Blinden-Unterstützungsverein für Niederösterreich , Verein zur Unterstützung mittelloser taubstummer Kinder in Wien, Waisen-Asylvercin in Breitensce, Kinderbewahranstalt Favoriten, Leibnitzgasse, katholischer Arbeiterinnenverein in Ottakring je 1000 K., Verein zur Gründung eines Heimes katholischer Lehrerinnen auf der Wieden, Blaues Kreuz, Frauenverein für sociale Hilfsthätigkeit, Allgemeiner Wiener Jugendhort, Erster Uuterstützungsverein der Wittwen und Waisen der k. k. activen Diener in Wien, Verein der städtischen Raths- und Amtsdiener, Verein zur Fürsorge für Blinde in Hietzing, Knabenasyl des St. Josephs-Vincenz-Wohlthätigkeitsvereines Fünfhaus, Tellgasse, Communal- K'.nderbewahranstalten in Ottakring je 500 Kr., Verein katholischer Lehrerinnen und Erzieherinnen im!. Bezirk 300 K., Mathildenheim bei Leoben, Verein zur Ausspeisung armer Schulkinder im Bezirke Landstraße. St. Annen-Kindcrbewahranstalt, Kinderbewahranstalt in Simmering, jener in Hietzing und jener im Bezirke Landstraße je 200 K. Außerdem erhielten auf Wunsch der Erben und nach deren Anträgen: Israelitisches Blindeninstitut und Mädchen-Unterstützungsverein in der Leopoldstadt je 10,000 K., Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger Waisen der israelitischen Cultusgcmeinde je 3000 K., Kinderhort im 2. Bezirk, Große Pfarrgasse, Israelitischer Frauen-Wohlthätigkeitsverem in der inner» Stadt, Theresien-Kreuzerverein, Israelitische Kinderbewahranstalt im 2. Bezirk, Israelitisches Taubstummen-Jnstitut im 3. Bezirk, Verein zur Förderung der Handwerke unter den inländischen Israeliten je 2<>00 K., Frauenhort im 9. Bezirk 1000 K, Trcnbund im 2. Bezirk, Mädchcnhort im 2. Bezirk, Kaiser-Franz Joseph-Ambulatorium im 6. Bezirk je 500 K. Aus Mähren, 22. Ma'. In Boskowitz verschied der dortige Schächter und Vorbeter des Beth-