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Der Israelit · 1900-05-17 · Heft 40 (17.5.1900) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 40 (17.5.1900)
Date
1900-05-17
Page
– (sequence 9)
Language
German
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AMWWWM, rgmig. m «-:-W ‘*5 Erste Mage jtt M 40 -es „Jsrnelit“. Aus -er Lehrerwelt. Nml« der jSftifdjtn Krhrer in iHbclnlanl)-Pe|tfalni (3i<? Köln). Wcticra(:iUrf ommlutifl am Lonntag, - en 22 2lpril IKUU, in -er (Elsässer Taverne am Vanrenzplatt zn Köln. Anwesend folgende 22 Ntitglieder: Alexander- Homberg, Baum—Bonn, Brisch—Miilheim a. Rh., Cohen—Rees, Cohn—Köln, Friedmann—Sinzig, I. Goldschmidt—Köln. M. Goldschmidt—Köln, Gundersheim—Heinsberg, Gut—Köln, Heyum — Köln, Frl. Liebermann—Düsseldorf, Michael—Werl, Ransenberg—Neuwied, Rothschild—Duisburg, Salomon- Bonn, Sassen—Linnich, Seelig—Siegburg, Sulmann—Köln, Vogel—Bornheim, Vogel—Ehrenfeld, Wolsf—Langweiler. Als Gäste: Herr Rabbiner Dr. Rosenthal—Köln, das Ehrenmitglied Rendant Bankier Wulf—Köln, Hauptlehrer Graf—Essen, als Vertreter des Verbandes der jüd. Lehrer-Vereine im deutschen Reiche, Hauptlebrer Fröhlich—Gladbach, als Vertreter des Vereins israelitischer Elementarlehrer Westfalens und der Rheinprovinz und Hauptlehrer a. D. Goldberg—Köln. 1) Um 2 Uhr eröffnete und begrüßte der Vorsitzende. M. G o l d s ch m i d t - Köln, die Versammlung in kurzen, herzlichen Worten. Hauptlehrer Graf brachte die Grüße des Verbandes und trat unter Hinweis auf das herrliche, jesaianische Friedensbild vom achten Peßachtage und auf den bekannten Wahlspruch viribus imitis warm für Frieden und Eintracht der jüdischen Lehrerschaft ein. In die Tagesordnung eintretend, bemerkte der Vorsitzende, daß zu dieser Versammlung eine Einladung an die Verwaltung der hiesigen Spnagogen-Gemeinde, die stets so warmes Interesse für unsere Bestrebungen gezeigt hat, nicht ergangen ist, weil die heutige Versammlung einen ausschließlich geschäftlichen Charakter trägt. Der Vorsitzende gab dann einen kurzen Rückblick über die Entstehungsursache des Kölner Vereins u. seine Einigungsbestrebungen. Wenn einerseits das segensreiche Wirken der Penstonskaste des Essener Vereins nicht bestritten werden kann, so wird andererseits Jeder zugeben müssen, daß dem zwar nominell vorhandenen Esser Vereine die wesentlichen Merkmale eines solchen - Satzungen, Beitrag und Vorstand - fehlten. Zudem war auck der Eintritt in die Kasse dadurch erschwert, daß außer den Nachzahlungen für alle Dienstjahre ein nach dem Alter verschiedener, unter Umständen doppelter Jahresbeitrag verlangt wurde. Seit Gründung des Kölner Vereins im Jahre 1894 bildeten die Abschaffung dieser Mißstände einen steten Gegenstand der Berathung unsererseits. Pfingsten 1899 vereinigte sich unser Verein mit dem süd-westdeutschen Verbände jüd. Lehrer zum „Westdeutschen Vereine jüdischer Lehrer." Gleichzeitig wurde beschlossen, eine Deputation zu dem ebenfalls Pfingsten tagenden Vereine der israelitischen Lehrer Westfalen's und der Rheinprovinz nach Essen zu senden, um sich auch eventl. mit diesem Vereine zu verbinden, lvenn der dadurch entstehende große Verein einen Vereinsvorstand und ein Vereinsstatut erhält. Da die Essener Versammlung sich mit diesen Forderungen einverstanden erklärte, vereinigte sich der Westdeutsche Verein jüdischer Lehrer mit dem Verein israelitischer Elementarlehrer Westfalen's und der Rheinprovinz zu dem „Verein der israelitischen Lehrer in Rheinland und Westfalen," der nunmehr der einzige, in beiden genannten Provinzen existirende jüdische Lehrer-Verein ist. Das Protokoll der Neulvieder Versammlung wurde nun widerspruchslos genehmigt. Herr Rabbiner Dr. R o s e n t h a l gratulierte hieraus zu dem Friedens- und Einigungswerke, auch auf den großartigen Provheten-Abschnitt vom achten Peßachtage Bezug nehmend. Weiter führte der geschätzte Redner aus, daß nicht nur die Lehrer unter sich, sondern 'auch mit den Rabbinern einig und friedlich sein möchten, dessen gedenkend, was sie eint, nämlich die Erziehung der jüdischen Jugend zu braven Gliedern der Judenheit. .Hauptlehrer Fröhlich erkennt an, daß der Kölner Verein den Sauerteig im Vereinsleben der jüdischen Lehrer Rheinlands gebildet hat, indem er stets fördernd und bewegend daraus eingewirkt hat. Was den Frieden zwischen Lehrern und Rabbinern betrifft, so wird dieser leicht zu erreichen und zu erhalten sein, wenn die Rabbiner nicht nur als Gäste mit schönen Reden aus den Lehrer-Versammlungen erscheinen, sondern auch thatkrästia an den Bestrebungen der Lehrerschaft Mitarbeiten. ohne vielleicht mit einer gewissen Geringschätzung aus den Lehrer herabzublicken. 2) H e h u m - Köln berichtet, daß er mit dem Inspektor des hiesigen Lehrlingsheims, I. Goldschmidt, Kasse und Bücher des Rendanten geprüft und Alles in beüer Ordnung gefunden habe. Auf seinen Antrag ertbeilt die Versammlung dem Rendanten, Bankier Wulf, Entlastung und ehrt seine großen Verdienste um das finanzielle Gedeihen des Vereins durch Erheben von den Sitzen. Ferner widmet der Vorsitzende den Verdiensten des Rendanten warme Worte. Herr Rabbiner Dr. R o s e n t h a t, der wegen der am gleichen Tage hier stattfindenden rheinischen Rab biner-Versammlung früher aufbrechen muß, betont nochmals, daß die Rabbiner als solche keine Herrsch-

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