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Der Israelit · 1900-04-02 · Heft 27 (2.4.1900) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 27 (2.4.1900)
Date
1900-04-02
Page
– (sequence 4)
Language
German
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564 und Mädchenschule. Im Zuge bemerkten wir die Herren Rabb. Dr.Dr. B o n d i - Mainz, Kahn- Wiesbaden, K o t t e k - Homburg, Marx- Darmstadt, Wachenheimer - Aschaffenburg, ferner die Herren Cchuldirector Dr. B a r n a ß - Pfungstadt, Rector Dr. Hirsch Hildesheimer - Berlin und, wie bereits oben bemerkt, viele Deputationen auswärtiger Gemeinden und Körperschaften. Die Reihe der Reden eröffnete Herr Rabbiner Dr. Breuer- Frankfurt a. M. Redner zeigte sich als Meister in der Kunst des öffentlichen Vortrags. Was er sagte, überzeugte ebensosehr, wie es ergreifend auf das Gemüth der Zuhörer wirkte. Es ist kaum möglich, den Eindruck, den seine Worte ausübten, zu schildern. Unter Zugrundelegung des Verses „Haun we-auscher bebesso we-zidkosau omedes load" zeigte er die Bedeutung Mendel Hirschs für die jüdische Schule im Allgemeinen und für die Frankfurter Schulen im Besonderen. Als Redner den erst Heimgegangenen Bruder des Verblichenen, Herrn Jsaac Hirschs. A., erwähnte und das innige Band, das die beiden Brüder umschlang, da erreichte die Ergriffenheit der Trauergemeinde ihren Höhepunkt. Herr Louis F e i st sprach im Namen der Israelitischen Religionsgesellschast und beschrieb den Einfluß Mendel H i r s ch 's auf die wichtigsten Institutionen derselben. Der Bruder des Heimgegangenen, Herr Julius Hirsch, legt dar, was Dr. Mendel seiner Familie gewesen und wie er es verstand, in die Intentionen des großen Vaters einzugehen. Herr Manfred G o l d s ch m i d t dankte im Namen des Schulrathes. Herr Rector Schnabel sprach im Namen des Vereins der Ferienkolonien, Herr Michael Rapp für die Verwaltungs-Commiffion der Israelitischen Volksschule. Herr Dr. Jonas B o n d i sprach von seinen persönlichen Beziehungen zu dem Dahingeschiedenen, von dessen großer Selbstlosigkeit, wie er auf die Ideen und Gedanken seines Vaters so einging, daß er sie sich voll zu eigen machte, und trotzdem er ein unbestrittener Meister in der Religionsphilosophie, darauf verzichtete von dem System seines Vaters abweichende Ansichten zur Geltung zu bringen. Herr I. K ö st e r i ch redete im Namen des Lehrerkollegiums der Volksschule. Herr Maximilian Michel sprach unter Anwendung geistreicher Zahlensymbole als Freund und Schüler. Herr Jacob Rosenheim erklärte den Wunsch der Schüler gegenüber dem Heimgegangenen Lehrer: Harenu koporas mischko-wau, indem er die Bedeutung H i r s ch 's für Gemeinde, Schule und Haus zeigte. Herr Professor Dr. S u l z b a ch sprach im Namen der Lehrer. Er zeigte die Bedeutung H i r s ch 's als College und Vorgesetzter. Der eine große Gedanke, dessen Inhalt wohl sämmtlichen Reden zu Grunde lag, läßt sich in die Worke kleiden: Direktor Dr. Mendel Hirsch war der Jude des neunzehnten Jahrhunderts, wie er Samson Raphael Hirsch s. A. als Ideal vorschwebte. ftirttt, 27. März. In der Psangstwoche d. I. tagt die deutsche Lehrerversammlnug in Köln. Die Vorbereitung für diese Versammlung, zu welcher 6—8000 deutsche Lehrer hier erwartet werden, sind seit geraumer Zeit in vollem Gange. Diesen Vorbereitungen gemäß scheint die Tagung eine großartige und imposante zu werden. Mit der Versammlung ist auch eine Lehr- und Lehrmittelausstellung verbunden, die sowohl nach Schulsystemen, wie nach Unterrichtsfächern geordnet ist. Für das Gebiet des katholischen und evangelischen Religionsunterrichts sind schon viele Anmeldungen eingelaufen. Da bei unseren hiesigen Kollegen in jeder Hinsicht volle Parität herrscht, und auch eine große Anzahl jüdischer Lehrer hierherkommen wird, soll zum ersten Male auch auf dem Gebiete des jüdischen Unterrichtes eine Lehr- und Lernmittelausstellung stattfinden und zwar im Anschluß an die der beiden anderen Consessionen. Wir haben an uns bekannte Verlagsbuchhandlungen in dieser Hinsicht bereits geschrieben und einige haben dieser Aufforderung Folge geleistet. „Aber die meisten Verfasser und Verleger für den jüdischen Religionsunterricht scheinen unseren Aufruf nicht beachtet zu haben." Wir wiederholen daher ans diesem Wege das Ersuchen an sämmtliche in Betracht kommende Verfasser und Verleger, ihre Werke bis spätestens 8. April d. I. Mitunterzeichnetem Mitgliede des Ausstellungsausschusses. Herrn Lehrer S u l m a n n , Schildergasse 82, zuzusenden. Derselbe ist auch gerne bereit, nähere Auskunft über die Ausstellung, Bedingungen u. s. w. zu ertheilen. Wir halten es für eine Ehrenpflicht des jüdischen Buchhandels, auch seinerseits dafür beizutragen, daß die Ausstellung auf dem Gebiete des jüdischen Religionsunterrichtes so reichhaltig und vollständig wie eben möglich sei Der Ausstellungsausschuß für das Gebiet des jüd. Religionsunterrichtes. G o l d s ch m i d t. Gut. S u l m a n n. Weierweiler, 29. März. Unter großer Theilnahme wurde gestern der im Alter von 70 Jahren verstorbene Kaufmann, Herr Jacob L e v y , zur letzten Ruhestätte geleitet. Der Verblichene war Vorsteher der Gemeinde und hat mit seltenem Pflichteifer dieses Ehrenamt bekleidet. Jede freie Stunde widmete er dem Studium der Thora. Den Armen war er ein Helfer, der Lüge und der Heuchelei ein Feind, seinen Freunden ein wahrer Freund, seinen Glaubensgenossen und seinen Mitmenschen eine Zierde! Auf dem Friedhofe hielt Herr Prediger Friedlaender die Trauerrede, anknüpsend an den Wochenabschnitt, mit Zugrundelegung des Textes ’mps -i-cnxn

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