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Der Israelit · 1900-03-08 · Heft 20 (8.3.1900) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 20 (8.3.1900)
Date
1900-03-08
Page
– (sequence 4)
Language
German
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388 Wünschen für eine baldige völlige Herstellung desselben innigster Ausdruck verliehen ist, erwiderte derselbe tiefbewegt in Worten, welche die bekannte große Bescheidenheit und Herzensgute, die seinen edlen Charakter auszeichnen, auf's Neue bekundeten. So großen Dank müsse er ablehnen. Er könne nur sagen, stets bestrebt gewesen zu sein, mit voller Hingebung für die „Freie Bereinigung" zu wirken, und was in seinen Kräften gelegen, das habe er freudig für dieselbe gethan. In diesem Sinne, als wohlmeinende Anerkennung seines S t r e b e n s , nehme er die ihm in der Adresse und bei deren Ueberreichung gewidmeten freundlichen Worte mit tiefempfundenen Danke entgegen und erwiedere sie mit den besten Wünschen für das Gedeihen der Bereinigung, welche zu immer größerer und umfassenderer Wirksamkeit gelangen möge und welcher sein lebhaftes, inniges Interesse stets gewidmet bleiben werde. Möge dem hochverehrten Manne eine recht baldige Wiederherstellung seiner Gesundheit und noch eine lange Reihe beglückter Jahre beschieden sein! .Hannover. An Stelle des Herrn Jsaac Hirsch s. A. ist in der am 27. v. Mts. stattgehabten Wahl Herr Sammy N e u b e r g , der schon seit langer Zeit in der Verwaltung unserer Gemeinde (zuerst als Repräsentant, später als Vorstandsmitglied) sich auf's Beste bewährt hat. zum zweiten Gemeindevorsteher gewählt. — Der „Verein ehemaliger Religionsschülerinnen," dessen Vorsitzende Frau Landrabbiner Dr. Gronem a n n ist, veranstaltete vor einigen Tagen ein Wohlthätigkeitsconcert, das nach jeder Richtung hin als ein wohlgelungenes bezeichnet werden kann. Der Verein bezweckt nicht nur die Erhaltung der Freundschaft unter den ehemaligen Kameradinnen, sondern verfolgt auch wohlthätige Ziele. Wir freuen uns, konstatiren zu können, daß der Verein seine Aufgabe in schönster Weise löst. (Hriinstadt, 1. März. Der verflossene Sabbat L'bpL' rcns war für die hiesige Gemeinde in Wirklichkeit ein „guter Schabbos;" denn an ihm wurde der letzte Schmuck eingeweiht, womit die Renovirung unseres Gotteshauses zum würdigen Abschlüsse gebracht wurde. Schon vor Jahren trug man sich mit dem Gedanken, dem Dienste Gottes auch hier eine neue Stätte zu widmen. Nur die Rücksicht auf die unerschwinglichen Opfer, die hieraus für unsere nicht besonders wohlhabende Gemeinde erwachsen wären, ließen diese löbliche Absicht nicht zu Stande kommen. Unsere Gemeinde mußte sich damit begnügen, eine innere Verschönerung unseres alten Gotteshauses im vorigen Sommer ausführen zu lassen, die übrigens mit verhältnißmäßig geringen Kosten doch zweckentsprechend und anmuthend für jeden Besucher ausgefallen ist. Zu Ehren der Anwesenheit unseres Herrn Bezirksrabbiners Dr. S a l v e n d i - Dürkheim wurden nun am letzten Sabbat die aus dem Goldstickereigeschäfte I. Bloch in Straßburg hervorgegangenen Synagogengewänder, Paroches und Schulchandecke, zum ersten Male dem Beschauer entfaltet. Anknüpfend an dieses freudige l Ereignis; für unsere Gemeinde, führte unser allverehrter Bezirksrabbiner ungefähr Folgendes aus: Es war mir, als ich gestern Abend diese heilige Stätte betrat, eine besonders freudige Wahrnehmung, dieselbe zeitgemäß erneuert und in einem schönen und ansprechenden Aeußern hergerichtet zu finden. Meine Freude erhöhte sich noch, als ich vor dem hochheiligen Thoraschrein den strahlenden Vorhang erblickte, der zum ersten Male Ihr Gotteshaus schmiickt und durch die Pracht seiner Ausführung einen herrlichen Zierrath dieser geweihten Stätte bildet. So schön, Herz und Auge erfreuend aber auch dieser kostbare Vorhang ist, das hinter ihm Ver borgene, die gottgeoffenbarte Urkunde der Thora nämlich, iiberragt ihn an innerem Werthe so ungemein hoch, wie der Himmel hoch über der Erde, Unsere Kinder mit ihrem Wissen reich zu schmücken, bildet eine unserer ersten und heiligsten jüdischen Pflichten. Und was die so schön renovierte Andachtsstätte anbetrifft — den schönsten Schmuck des Gotteshauses bildet der regelmäßige und zahlreiche Besuch desselben seitens der Gemeindemitglieder. Diesen Schmuck verleihen Sie auch Ihre m Gotteshause, für dessen würdige Er Neuerung Sie bedeutende materielle Opfer gebracht, wenn diese keine vergeblich gebrachten sein sollen! Möge es Ihnen Allen vergönnt sein, noch Jahrzehnte lang von dieser heiligen Stätte aus Ihre Gebete nach Oben senden zu können und an den gottgeheiligten Festtagen des Jahres des Anblickes dieses herrlichen Vorhanges sich erfreuen zu dürfen! Diese herrlichen Worte fanden einen mächtigen Widerhall in den Herzen unserer zahlreich erschienenen Gemeindemitglieder und reihen wir denselben hier noch unfern innigen Dank all' jenen Wohlthätern und Spendern an, die zu dem Zustandekommen des so herrlich schönen Werkes ihre mildthätige Hand geöffnet haben. Wir können aber auch nicht umhin, der obengenannten Firma hier öffentlich unser wärmstes Lob auszusprechen für die mit so vieler Sorgfalt und seltenen, Kunstverständnisse ausgeführten Arbeiten. $- O e st e r r. - U n g a r. M o n a r ch i e. Lemberg, 6. März. (Die Affaire Ara - t e n.) Aus Stanislau wird polnischen Blättern gemeldet: Es scheint keinem Zweifel mehr zu unterliegen, daß sich Michalina Araten gegenwärtig innerhalb des Stanislauer Kreisgerichtssprengels aufhält. In Folge telegraphischer Requisition des Krakauer Strafgerichtes hat das Kreisgericht in Stanislau die unverzügliche Ausforschung des Aufenthaltsortes verfügt. Der Untersuchungsrichter Hroboni wird zu diesem Behufe heute Nacht Stanislau verlassen, um in der Umgegend das Versteck des Mädchens, welches im Betretungsfalle dem Gerichte eingeliefert werden soll, ausfindig zu machen. Lemberg. Dem Rechenschaftsbericht der hebräischen Schule „Chinuch Lanaar" (Schulbericht von Dr. M u n k) entnehmen wir:

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