Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 41 (1900)
- Issue
- Heft 13 (12.2.1900)
- Date
- 1900-02-12
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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iyy UWA ynuppm-t len wissen, daß das Volk im Besitze noch zahlreicher sonstiger Schmuckgegenstände war, wie 10-2 ci: ,rr, und andere.. Auch der göttliche Vorwurf der Hartnäckigkeit des Voltes scheint angesichts dieser Verirrung nichts weniger als begründet. Wenn ein Volk, von dem es einmalheißt: np'i — n -ipe '2 oyn vx' i nnrtjm(2. B. M., Cap. 4, V. 31) ferner "rz 'rDS'i )m!zv nro:: (Cap. 14. V. 31), während wir dann wieder in dem Munde desselben Volkes dem Zweifel an Gott in der Frage begegnen: px nx i:2ip2 n trn (Cap. 17, V. 7), kann man von einem solchen Volke mit Recht sagen, wie es hier geschieht: nin cyn nx ’n'X“> x*n spiy ntrp oy Wenn ein Volk Gott auf der einen Seite sein ycw nipyj entgegen jubelt und auf der anderen Seite seinen selbstgeschaffenen Götzen huldigt, wenn es so begeistert zum Mischkan wie zum Egel sein Gold hergibt, so spricht das für das Wetterwendische, Haltlose, Unzuverlässige dieses Volkes, aber doch wahrlich nicht für seine Hartnäckigkeit? Und mit derselben Hartnäckigkeit, die hier als Motiv für das Auflodern des göttlichen Zornes geltend gemacht wird, plaidirt Moscheh zu Gunsten seines verirrten Volkes, und erbittet für dasselbe Gottes fernere Gegenwart, weil es ein hartnäckiges Volk sei, mit den Worten: ntyp cy '2 usnpa n xj 7S xn -py (Cap. 34, V. 9)! Dieses Plaidoyer ist auch sonst reich an auffallenden Momenten, von welchen hier einige folgen mögen. Moscheh fragt: „Warum, 0 Gott, soll Dein Zorn erglühen über Dein Volk, das Du herausgeführt hast aus dem Lande Mizrajim mit großer Kraft und mit starker Hand?" (2. B. M., Cap. 32, V. 11.) Man sollte meinen, der Abfall Israel müsse nur um so schwerer und unverzeihlicher erscheinen, je größer die Kraft und je stärker die Hand Gottes für die Befreiung seines Volkes gewaltet hat. Hat aber Israel sich wirklich ein schwer zu sühnendes Unrecht zu Schulden kommen lassen, wie kann dieses Vergehen durch die Erwägung gemildert werden, daß die Egypter sagen könnten, Gott habe sie in böser Absicht hinausgeführt, sie in den Bergen umzubringen und sie zu vernichten von der Fläche des Erdbodens (Cap. 32, V. 12)? Können das große Unrecht und die Verantwortung dafür etwas von ihrer Schwere durch solche Erwägungen in Wirklichkeit einbüßen? Wir wollen mit der Aufzählung der zahlreichen anderen Schwierigkeiten dieser ganzen Erzählung hier abbrechen und eine Lösung der hier erwähnten versuchen und zwar nach einer lichtvollen Darstellung dieses Capitels von Rabbi Elieser Aschkenasi im vierten Theile seines Werkes n wo, das den Titel mw wo führt. Zum richtigen Verständniß der ganzen Sachlage muß daran erinnert werden, wie die israelitische Gesammtheit trotz des nach Jahrhunderten zählenden Aufenthaltes in der fernen Fremde, ihrer Eigenart und der von den Vätern überkommenen Familienüberlieferung 254 in treuer Anhänglichkeit zugethan blieb, trotz aller ungünstigen Beeinflussungen, welche diese Eigenthümlichkeit zu beseitigen suchten. Ihr trauriges Sclavenloos war ihnen schon durch ihren ersten Stammvater als eine göttliche Fügung bekannt, auch die Dauer ihrer Unterdrückung war ihnen von Abraham her auf 400 Jahre durch Ueberlieferung mitgetheilt, wie dies in den Worten der göttlichen Verheißung ausgesprochen ist: „Wissen sollst du, daß Fremdlinge deine Nachkommen sein werden in einem Lande, daS ihnen nicht gehört, man wird sie knechten und sie ihre Armuth empfinden lassen, vierhundert Jahre." (1. B. M., Cap. 13, V. 13.) Was sie aber nicht wußten, das war der Umstand, daß die Zählung dieser vier Jahrhunderte schon mit dem Tage ihrer Verkündung begonnen hatte, daß der eigentliche egvptische Druck nur 210 Jahre dauern sollte, und daß die Quantität durch die raffinirte Qualität des Druckes ausgeglichen war. Als daher nach kaum mehr als 200jähriger Sclaverei die Stunde der Freiheit schlagen sollte, hatte der von Gott erwählte Befreier, der das treue Festhalten des Volkes an den Traditionen seiner Väter nur zu gut kaunte, gerechte Bedenken, man werde ihm nicht glauben, weil eben die vier Jahrhunderte noch nicht abgelaufen waren, welche ihnen von den Ahnen her als die Zeit der Knechtschaft geläufig war. Wegen dieser ihrer gläubigen Zuversicht in die väterliche Ueberlieferung mußte Moscheh annehmen, daß sein Volk keinem Befreier Vertrauen entgegen bringen werde, der schon jetzt diese Befreiung im Aufträge Golics onbahnen wolle und aus dieser Voraussetzung heraus weigerte er sich, die ihm übertragene Sendung zu übernehmen mit der Begründung: „Sie werden mir nicht vertrauen und meiner Stimme kein Gehör schenken, denn sie werden sagen, Gott ist dir nicht erschienen" (2. B. M., Cap. 4, V. 1). Daß Moscheh das Volk aus dem Lande ihrer Knechtschaft zu führen berufen sei, glaubten sie in der That auch dann nicht, als er sich durch seine Wunderthaten als von Gott gesandt legitimirte. Sie glaubten, daß Gott ihrer gedenke und ihr Elend mildern werde, aber alles, ohne daß sie deßhalb Mizrajim verlassen müßten. B\jy nx nx*i •ei bxnv' rx n nps 2 iyoLm tyn px* .vnnon np-i Sie dachten sich die Erlösung anders. Egypten, ihre zweite Heimath, wollten sie nicht verlassen, sondern dort wollten sie die ihnen auferlegte abhängige Stellung so lange ertragen, bis die dafür bestimmten Jahrhunderte abgelaufen waren. Als daher Moscheh's Intervention bei Pharao ihre Lage nicht nur nicht verbesserte, sondern sie derart verschlimmerte, daß man ihnen sogar das Stroh zum Brennen der Ziegel versagte und trotzdem die gleiche Arbeitsleistung beanspruchte, so glaubten sie in diesem Mißerfolg eine so starke Bestätigung ihrer Ansicht erblicken zu dürfen, daß sie Gottes Einschreiten gegen diese Bestrebungen mit den Worten anriefen: n xm nny -ryni ny*ic nx onpxon OLLw or^y .u:nr6 on'2 2*in nnb