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Der Israelit · 1900-02-08 · Heft 12 (8.2.1900) · page 26

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 12 (8.2.1900)
Date
1900-02-08
Page
– (sequence 26)
Language
German
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262 höfisch und Stenvgravhie gelehrt wird: dieselben er freuen sich sehr reger Betheiligung und geben den. jungen, in die Großstadt kommenden Kaufleuten Gelegenheit, ihre Abende in nutzbringender Weise zu verbringen. Purim und Chanuka wurden in der üblichen Weise gefeiert. Am Purim schloß sich an die Verlesung der nb'L: eine Ansprache des Herrn Dr. Grombacher. Unser Chanukahfest vereinigte etwa 700 Theilnebmer tgroßentheils Mitglieder) in dem Saale des Kaufmännischen Vereins, wo Herr Dr. I. Horovitz die Festrede hielt, an tvelche sich die Absingung der Chanu kah-Hymne sowie musikalische und deklamatorische Vorträge schlossen. Die Generalversammlung wählte in den Vorstand die Herren S. Singer, Vorsitzender, Dr. I. Hei - n e m a n n , I. Lamm, S. S p a n g e n t h a l,?£. Horovitz, I. Wolf, L. Rosenfeld, W. Mainz, A. M e l a. Der neue Vorstand hat seine Arbeiten bereits energisch begonnen und mehrere schöne und gut besuchte Vorträge eingerichtet. Hoffen wir, daß der Verein, der durch unseren Ehrenpräsidenten Herrn Rabb. Dr. Horovitz ins Leben gerufen und durch die Fraksurt-Loge ll. O. B. B. stets mit Rath und That gefördert worden ist, einer recht erfolgreichen Thätigkeit entgegengeht! Aus Württemberg. Am 11. Mai 1899 wurde in Stuttgart ein Verein zur Förderung des Handwerks und Ackerbaues gegründet, der die israelitische Jugend einem Arbeitsfelde zusühren will, dem sie durch eigenthümlichen Wandel der Zeiten und Verhältnisse entfremdet worden sind. Schon früher verfolgte die Jsr. Oberkirchenbehörde gleiche Tendenzen, hatte auch besondere Mittel für diesen Zweck bereitgestellt und in einem Erlaß an die Rabbiner, Vorsänger und K. U.-Aemter des Landes empfiehlt sie dringendst, dem genannten Verein in jeder Weise Unterstützung und Förderung zu gewähren durch Beiträge, Auswahl passender Zöglinge, liebevolle Aufnahme der Lehrlinge und durch spätere Unterstützung bei Errichtung eines selbstständigen Be triebes. München, 7. Febr. lIsraelitischer Verein für Krankenpflege, Bestattungswesen und religiöse Belehrung sChewra Kadischa).) Ein für die Entwickelung dieses Vereins denkwürdiges Jahr ist nun zurückgelegt. Münchens „Chewra Kadischa," die in kürzester Zeit auf ihr hundertjähriges Bestehen zurückblicken kann, hat zum dritten Male während dieser den äußeren Namen gewechselt, um in neuer Form an der Hand eines für die Bedürfnisse der Großstadt modifizirten Statutes die alten Ideale zu pflegen, die bisherigen heiligen Zwecke einer „Chewra Kadischa" hochzuhalten. Bei Erstattung des ersten Rechenschaftsberichts seit der Umgestaltung des „Israelitischen Frommenverein" in den „Israelitischen Verein für Krankenpflege, Bestattungswesen und religiöse Belehrung (Chewra Kadischa)" nimmt die Leitung des Vereines Anlaß zur Erneuerung des Gelöbnisses, daß der Verein, wie dies ja auch fortab in seinem Namen zum Ausdruck gelangt, auch in aller Zukunft auf dem durch die Worte ni^i v'bin npr min no‘?m nnp x"Qn C’i“" umschriebenen Arveitsfelde seine Pflichten innerhalb der hiesigen Gemeinde gewissenhaft erfüllen lvird. Denjenigen Herren, tvelche sich um die Reorganisation des Vereins und seiner Statuten in hohem Grade verdient machten, stattet die Vereinsleitung wärmsten Dank ab. Die Herren Ernst A r n st e i n und Moritz Wechsler, die mehr als ztvei Dezennien der Vorstandschaft des „Israelitischen Frommen-Vereins" angehörten und während dieser Zeit den von ihnen über nommenen Obliegenheiten pünktlichst nachkamen, sahen sich leider veranlaßt, aus dem Vorstande auszuscheiden. Mögen diese Herren in dem Bewußtsein, einer heiligen Sache gedient zu haben, den Dank für ihre langjährige, selbstlose Thätigkeit finden. Mit Genugthuung ist zu ronstatiren, daß der Verein seit seiner Reorganisation um 61 Mitglieder zugenommen hat. Wenn die Gesammtzahl der Mitglieder (982) noch nicht im Einklänge zu der Zahl der Mitglieder unserer Cultusgemeinde steht, so darf dies dem Umstande zugeschrieven werden, daß die stattgehabte vollständige Umgestaltung des Vereins noch nicht allge mein bekannt ist. Aus seine Thätigkeit im Allgemeinen braucht wohl nicht hingewiesen zu werden, hat doch derselbe während seines nahezu hundertjährigen Bestehens wohl fast jedem Mitgliede der Gemeinde direct oder in direct seine selbstlosen Dienste nach Möglichkeit gewidmet. Im abgelausenen Jahre hat der Verein den Heimgang der Herren Abr. Bach, Isidor Brandeis, Mich. Einhorn, Sim. Engländer, Sal. Hirschinger, H. Kronheimer, Simon Lang, David Mayer, Samuel Mohr, Jsaac Oettinger, Simon Raff, Elias Rosenthal, Mor. Roth, Seligm. Ullmann, Adolf Weil und Jsac Wolf zu beklagen; denselben wird ein ehrendes Andenken bewahrt bleiben. Für die dem Vereine im verflossenen Jahre zugewandten Legate und Schenkungen wird den edlen Spendern seitens der Vereinsleitung wärmster Dank zum Ausdruck gebracht. Der Verein erhielt 1899 an Schenkungen 2488.65» Mart an Legaten. Von Herrn Elias Rosenthal Mk. 200, Herrn Simon Lang M. 300, Frau Fanny Fürther Mk. 500, von Frau Dr. Julie Brentano und Frau Jeanette Guttmann für ihre sel. Mutter Frau Clara Schwab Mt. 150, insgesammt Mk. 1650. Vereinnahmt wurden 1899: Zinsen aus Vereinsverniögen Mk. 1584.50, Mitgliedbeiträge Mk. 4032, Spenden 1788.50, Spenden-Sammlung durch die Gemeinde Mk. 700.15, Mainas Jad Mk. 244.90, Mieths ertrag von zwei Synagogenplätzen Mk. 70, rückvergütete Beerdigungskosten Mk. 724.95, Legate Mk. 1650, zusammen incl. Mk. 274.28 Vortrag von 1898 Mk. 11,069.28. Verausgabt wurden: Unterstützungen an hiesige

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