Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 41 (1900)
- Issue
- Heft 9 (29.1.1900)
- Date
- 1900-01-29
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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wmmmm mm i;s bell-.', vergessen 3ic ober nicht, buf; Sic nnr dunn C>'r folg haben können, ivemr Sie als die erste Pflicht des zu gründenden Vereines den Kampf gegen die Unwissen heil i. E. .-<S"N7! cy betrachteil, unb dazu rufe ich Ihnen zu pxpir. _ (Herr Provinzialrabbiner Dr. Eahn in Fulda der sammelt monatlich 1—2 mal die Lehrer seines Bezirkes unr sich, lim mit ihnen Thora zu lernen. Red.» Aettrrrrg-nachrichte« und Csrrefpoudeuzen Deutschland. .Vkuinz, 24. Jan. (Verband b ni t | ch israelitischer L e h r e r v e r e i n e.) Dem uns vorliegenden Protokoll der Vorstandssitzung zu Berlin, am 25. Dezember, entnehmen wir nachstehende Punkte, die in dem von uns bereits veröffentlichten Jahresberichte noch nicht erwähnt sind: Aus Anlaß eines Spezialfalles bittet der Vorsitzende, alle Fälle, in denen Kultusbeamten von den Aufsichtsbehörden das Tragen eines Talars verboten worden sei, zur Kenntnis; des Vorstandes zu bringen. Bezüglich der den Zöglingen der jüdischen Seminare verweigerten Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienste wird beschlossen, dem Reichstage eine Petition zugehen zu lasten, in welcher init einer historischen Darlegung der Angelegenheit das Ersuchen verknüpft wird, den gegenwärtig bestehenden Seminaren die Berechtigung zur Ausstellung von Zeugnissen über die wissenschaftliche Befähigung für den einjährig-freiwilligen Dienst zu ertheilen. Der Vorsitzende gibt einen Ueberblick über seine Thätigleit im verflossenen Jahre. Es sind in demselben von ihm befördert worden 547, bei ihm eingegangen 442 Schriftstücke; durch den Schriftführer haben ihre Erledigung gefunden 261 Schriftstücke, und eine etwa gleich große Anzahl von Schriftstücken sind bei demselben eingegangen. Der Schatzmeister, Kollege G u t k i n d - Cassel, erstattete den Kassenbericht. Es betrugen iin verflossenen Jahre die Einnahmen 6614,50 Mk., die Ausgaben 66.53,66 Mk., so daß sich ein Defizit von 39,13 ergibt. Die Mitgliederlisten der Einzelvereine sollen durch den Druck veröffentlicht werden, und zwar soll für die Veröffentlichung der Bestand der Vereine vom 1. April 1899 maßgebend sein. Ein Antrag, den Vorstandsinitgliedern auf ihren Wunsch Reisekosten 2. Klasse zu vergüten, wird abgelehnt; desgleichen auch ein Antrag, „solchen Mitgliedern Reisekosten 2. Klasse zu vergüten, die mehr als 300 Km. weit zu fahren haben," doch soll dieser Antrag dem nächsten Delegiertentage zur Beschlußfassung untere breitet werden. Die Subvcnlioi!e.il an bic Eiiizelvercine Mir biS Jahr 1900 werden festgesetzt. Mit Rücksicht ans das abermalige Defizit sollen in diesem Jahre nicht mehr als 1200 Mk. zur Vertheilnng gelangen; dementsprechend werden die Zuschüsse der ineisten Vereine um kleinere Beträge gekürzt. Der Vorsitzende der Kommission zur Abfassung einer Denkschrift über die. Verhältnisse der jüdischen Volksschulen, B l u m e u f e l d Adelebsen legt eine Denkschrift vor, die nach einem Entlvnrfe des Kollegen S p a tz Affaltrach verfaßt ivorden ist. Es »vird be schlossen, den Kollegen Bernhard mit der nochmaligen Durchsicht der Denkschrift zu vetrauen, diese in dem zu begründenden Verbandsorgan abzudrucken und an den Geineindebund das Ersuchen zu richten, einen Sonder abdruck Herstellen zu lassen und demselben die uöthige Verbreitung zu geben Kollege W e r t h e i m c r Hel den bergen erstattet Bericht über die Lage der jüdischen Lehrer im Großher zogthum Hessen. Referent berichtet aiil Schlüsse seiner Ausführungen, daß demnächst dem Grvßh. Ministerium eine Vorlage über die Besserstellung der isr. Lehrer in Hessen über reicht werden wird. (Es haben im Laufe des verflösse neu Sornmers gemeinschaftliche Versammlungen der im Großherzogthum Hessen bestehenden zloei Lehrervereine (Isr. „Lehrerverein im Großherzogthum Hessen" und „Unabhängiger isr. Lehrerverein im Großherzogthum Hessen") stattgefunden, um g e m e i n f a m die nöthigen Schritte der Regierung gegenüber zu thun und wurde auch über die Vorlage eine Einigung erzielt, die von den Präsidenten der beiden Vereine unterzeichnet, dein nächst an die Regierung abgehen wird. Höchst auffal lend ist es nun, daß Herr Wertheinier nach dem vorliegenden Protokoll über die Angelegenheit derart be richtet, als wenn n u r der „Isr. Lehrerverein" die Vor läge niachen lvürde. In diesem Verschweigen der Thal suchen liegt System. Wie ist ein solches Gebühren zu nennen? Red.) Beschlußfassung über das Verbandsthema für das Jahr 1900. Nach kurzer Berathung stimmt der Vor stand dem Anträge des Kollegen Jacobsohn Leipzig zu, den Einzelvereinen die Berathung folgenden Themas für das Jahr 1900 anheimzugeben: „Soll die systematische Religionslehre in der Volts und Religionsschule als besonderer Unterrichtsgegenstand behandelt werden?" Die Vereine sollen ersucht werden, ihre Ansichten in Thesen zu formulieren und dieselben, sowie die Re ferate selbst, dem Verbandsvorstande einzureichen. Geschäftliches: Der Vorsitzende theilt mit, daß er im April nach Frankfurt a. M. übersiedele und darum den Vorsitz im Verbandsvorstande niederzulegen gedenke. Nach längerer Berathung willigt derselbe jedoch ein, den Vorsitz noch weiter zu führen, sodaß nach Para graph 4 der Verbandssatzungen vom April 1900 ab Frankfurt a. M. als Sitz des Verbandes zu betrachten ist. Mit der Leitung der Geschäfte des Verbandes wird bis auf weiteres der zweite Vorsitzende, Kollege Blumen-