Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1900-01-29 · Heft 9 (29.1.1900) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 9 (29.1.1900)
Date
1900-01-29
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
82% known words query
IRI
…/2446951-2449049-2449059--49976-2500431
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

v -..I „ j, 1.11. . 172 sammtheit mit der Würde (sie!) der (Gemeinde uttt deren statutarischen Bestimmungen in Gintlang zu bringen nicht vermögen. Der Vorstand der Svnagogen-Gemeinde. < Unterschrift.) Wir dieser Antnvort ivaren die von dem Vorstände der Spnagogengemeinde eingeleiteten Ansgleichsver Handlungen abgebrochen. Die Solge war, dag zunächN 2-"» Vlitglieder der Adas) Israel innerbalb der gefetz lichen 7vvift ihren definitiven 'Austritt aus der Spnago j gengemcinde vollzogen, trotz der 'Machinationen solcher Personen, ivelche den Verwaltungsorganen Siebes dienstc zu erweisen glaubten, irotz der versuchten Unter minieruna der neuen Schechitabinstitinion der Adas) Israel, trotz aller Mlein und Winkelarbcit." 'Juich dieser Iesisiclluug des ^batbestandes und! seiner Darstellung seitens der Ausgetretenen, lassen ivir i nunmehr zürn Schlüsse unsere 'Auffassung der ganzen , Sachlage folgen. (Schlufz folgt.) Zeitungsnachrichten und (Korrespondenzen Deutschland. Berlin. 2-",. Iari. Herr Blareus A d l c r, Vcit glied der Innung „Bund der Bau-, 'Maurer und Ziin merincister" bat eine „I5bronit der Gesellschaft zur Verbreitung der Handwerke lind des 'Ackerbaues unter deii Inden im Vreusiischeu Staate für die Jahre 1812 bis j 1828" bearbeitet, der nur folgendes entnehmen:! Die Begründung der „Gesellschaft zur Verbreitung > der Hand werte und des Ackerbaues unter den Juden in: prcusiischcu Staate" üeht in naher Beziehung zur : Gmam ipatiarr der preusiisehen Juden. Durch Vaiem vorn 22. Januar 182.2, wurden die Gesetze der „Gesellschaft zur Beförderung der Industrie" j genehmigt. uv I me mit folgenden Werten eingeleite: j sind: j „Nachdem durch das Gdi't vom l l. März 1812 j .... Gimnohueru jüdischen (Alandens alle bürger j liehen Beehre und I-reigeiten der (Christen beigelegt! rvcrden .... bat sich zur Beförderung der Industrie; unter den Bewohnern der Bönigl. Preussischen Stau- ' ten jiidischer Vcligion, itanlentlieh zur Verbreitung! der .Handwerte und der Laudwirthschaft eine Gesellj sehast gebidel . . . ." e's besteht also ein ursächlicher Ausammelihaug! zivischeu dem Grlasi des Gmemeipatiousedikts und der , Bcgründuiig der Gesellschaft. Die 'Männer, ivelche , diese ins Leberr riefen, ivaren sich beivusit, aii der Gman.! eivation thier Glaubensgenossen mitznarbeiten, die! Ideen des (Gesetzes in die Wirtlichkeit überzuführen.! Süion am 1. 'Angnsi 1812, roeuige Vi'onate narb I d ar (Aiiäiluug, tonnie das Gomile der Gesellschaft in c; :er in'.;irung" zu ihren Gesetzen mittheilen: „dasi. gegeiiivärtig eine nahmhafte Anzahl jüdischer J Aliadeii bei sJJfciftcrn verschiedener Gerverbe, znin | 2heil dlireh Präliiien. untergebracht ist, und der Versuch. der so glücklich ausgefallen, läsit einen der Absicht entsprechenden Grfolg mit Zuversicht er io arten." Die 'Archive der Gesellschaft lasier', rins leider über die näehsieii Jahre ohne jede Nachricht, erst voiri Jahre 182-", ab liegeir - auch von da ab mir manchen Lücken - ■ Berichte über die Dhätigrcit der Gesellschaft vor. Die erster! Jahre nach der Begründung niüssen dem Aus blühen der Gesellschaft nicht förderlich gewesen sein. Der Brieg mit Jean t reich nahm die materiellen M reifte der I'i de risch att in Anspruch, die Reform bewegung. der Ilebertritt vieler Asiitglieder zunr Ghristenthnm noch dazu aus den fübreudeu Breifeu muszten inr Innern die Brüste der Gemeinde lähmen. Iirsgesammt sind von 1822 vis Gude 18818 mit Beihülfe der Gesellschaft 11 <>2 Lehrlinge ausgebildet ivorden. von welchen >02 vollständig ausgeternt haben. 2dZ2 vor Bc-endigl-ng der Lehrzeit ihre Lehrstelle ver liesien oder verstarben, 71 zur Heit sich in der Lehre befinden Hierfür sind vereinnahmt und verausgabt von 1812- 1822 nnbetannt. Bon den seit 1822 dis Gilde 1828 vereinnahmten Act. 2o2.«;i2.2o sirid verausgabt ivorden 'Alt. 428,111.-27. so dasi Nck. 71.2t»2.92 ver bleiheii. Davon gehören zum eisernen Iouds 'Marl 22.2'>1.<»1, und Gasienbesiand vom 21. Dezember 1828 VA. 1,>>02.22, zusammen Bit. 71,222.22. Gs mar der (siesellsehast nicht vergönnt, in so um sassender 'A.'eise zu lvirten, wie ihre Leiter gcivünscht hätten, sie harte sich bei den lärglirhen AAitteln, die ihr zu Gedote standen, darauf beschränken müssen, im .^leinen thätig zu sein. Ilm so grösier waren ihre moralischen Grtolge. Bei der führenden Stellring, ivelche die Berliner Genreinde einnimmt, hat das Beispiel unserer Gesellschaft zur Begründung zahlreicher Vereine mit gleichen Vestrehurigeu in perschiedenen Dheilen Deutschlands und Desierreichs gerührt. Gs rvar natürlich, dasi die Beariindung gleicher Gesellschaften in der Provinz der Gesellschaft Beiträge entzog, die sieh nunmehr im Wesentlichen aus die Mitglieder der Berliner Gerneinde angciviesen sah. Indessen selbst unter diesem Gesichts puntte erscheinen die Mittel, die der Gesellschaft zur Verfügung gestellt wurden, ausfallend gering. 'Auch in der Geschichte unserer Gesellschaft ist die bedaucrus mc r t he 7s bat suche er keim bar, dasi unsere Glaubeusge nosien zivar ovterwillig sind, das Glend zu rnildern, nicht aber ihm vorzubeugeu. Auch der jüdische Gemein l’iiir. Hat seine Routine. Wie er mir svruugweise sich he thätigt hat, um die Ge ist es schätze der jüdischen Berga ugeiipeit zu heben, ist er gleichgültig gegen die Bestrebungen unserer Gesellschaft geblieben. Das bittere Wort, dasi der Jude zivar für den kranken Juden sorge, nicht aber für den gesunden, hat sieh an unserer Gesellschaft traurig beivahrheitet. Nur wenn der alte Juden

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.