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Der Israelit · 1900-01-22 · Heft 7 (22.1.1900) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 7 (22.1.1900)
Date
1900-01-22
Page
– (sequence 5)
Language
German
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iwiiu^iuy^^ - am*"? 125 mann" versehen sein. Die Folgen waren aber ganz andere, als die von den Engländern beabsichtigten. Man kauft mit Vorliebe diejenigen Maaren, die diese Kenntlichmachung trugen, weil sie eben besser und billiger sind, und wir hoffen, daß die geschäftliche Führung unserer Glaubensgenossen durch die Verfügung eine in Zukunft noch einwandfreiere werden wird, so daß Jeder, ob Jude oder nicht, besonders gern d i e Läden, deren Inhaber jüdische Vornamen tragen, frequentiren wird.) Vitona, 18. Jan. Eine seltene Feier fand gestern hier statt. Der 92jährige Klausrabbiner Rabbi Jacob C e h e n und seine ebenfalls hochbetagte Frau begingen das Fest ihrer diamantenen Hochzeit. Schon in aller Frühe ivaren Familienmitglieder der Jubilare, Mitglieder der Klaus, Bekannte und Freunde der Cohenschen Fainilie in den Räumen des Klausinstituts erschienen, wo sich nach Beendigung des Morgengebets ein erhebender Act abspielte. In den festlich erleuchteten Räumen, wo der greise Jubilar seit mehr als 60 Jahren seine einflußreiche Lehrthätigkeit entfaltet, wo er noch heute in seinem hohen Alter als einer der Ersten beiin Gebete anwesend ist, überreichte ihm Herr Oberrabiner Dr. L e r n e r im Namen des Königs die EhemcdaiUe und hob in kurzen, markanten Worten die herrlichen Eigenschaften der Jubilare hervor, die eine Zierde der jüdischen Gemeinde und des Judenthums sind. Im Namen der Klaus sprach dann Herr Klausrabbrner Duke s zu Herzen gehende Worte, an die der Sohn des Jubelpaares, Herr Rabbiner Dr. Eohen in Jchenbauseu, auknüpfle, um seinen Dank auszudrücken für die Sechiah, die ihnen zu Theil wurde, und um den Wunsch, der alle Anwesenden beseelte, zum Ausdruck zu bringen, daß es dem Jubelpaare vergönnt sein möge, auch fernerhin in körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische als ein Muster eines jüdischen Ehepaares dazustehen. Daß die Zahl der Gratulanten Legion war, und daß zahlreiche Geschenke von Korporationen und Private dargebracht wurden, ist bei der Beliebtheit der GefeicrHn selbstverständlich. tkkcndobnrg, 15. Jan. Ein schönes Fest, das sich in unseren Mauern vergangene Woche abspielte, veranlaßt mich, die löbliche Redaction des „Israelit" aufzt<suchen. Am 7. Januar feierten Herr Nt artin Nt eper und seine Gattin, die rühmlichst bekannte Dichterin, wir erinnern nur an die Gedichte zu den Oppenheim'schen Blidern. Frau Rosa Meyer, das Fest ihrer silbernen Hochzeit. Eine große Menge von Gratulanten waren persönlich erschienen, um ihre Glückwünsche darzubringcn, außerdem liefen noch briefliche Gratulationen und telegraphisch dargebrachte Glückwünsche nach vielen Hunderten ein. Unter den vielen werthvollen Geschenken, die in großer Menge aus Rah und Fern eintrafen und für die Hochachtung und Verehrung des Jubelpaares kräftiges Zeugniß ablegten, ragte besonders das schöne Geschenk des Oberrabbiners Herrn Dr. 2er; -w- - Ar*-1- 'A neu- Altona hervor, das in Verleihung des „Chower"- Titcls dem Jubilar als Ueberraschung von Herrn Dr. jur. L e w i - Altona überbracht wurde. Diese Auszeichnung ist einent Würdigen zu Theil geworden, denn Herr Meyer ist Einer derer, deren Wahlspruch tft:'arr -px" iL'x Diese Würde ist werth eines Mannes, der sich in seiner wahrhaftigen und aufrichtigen Liebe für unsere Emunah, für das Fortbestehen unserer Gemeinde unendliche Verdienste erworben hat. Zur Gratulation baKcu sich auch viele Deputationen eingefunden. So erictiien eine Deputation der isr. Eultusgemeinde und eine Abordnung der Chewra Kadischa, deren Vorsteher der Jubilar ist und überbrachten nebst ihren werthvollen Geschenken auch die besten Wünsche der Gemeinde. Ein hiesiger Leseverein, der sich aus der Intelligenz der städtischen Bürgerschaft zusammensetzt, sendete 15 Vorstandsmitglieder und überbrachten dieselben ein sehr »verthvolles Silbergeschcnk, dabei hielt der Vorsteher, Herr Rector Luchs, eine herzliche Ansprache. Die Verdienste des Jubilars als Vorsteher unserer Gemeinde wurden besonders von Herrn Gerichtssecretär H olde vollauf gewürdigt. Er verstand es, in schönen Wörter seine, sowie der Gemeinde Wünsche, für den ninmerastenden Geist, für die nie schlaff werdende Kraft des Jubilars, kräftig Ausdruck zu verleihen. Aber auch die edle Gattin darf an der Seite ihres würdigen Gatten mit Ehre benannt tverden. Diese edle Frau. versteht es nicht nur. in ihrem nächsten Kreise Glauben und Treue zum angestammten Väterglauben aufrecht zu erhalten, sie ist nicht nur das Musterbild jüdische» Fraueutugend. sie versteht es auch, mit der Kraft ihrer gedankenreichen Poesie die Herzen ihrer Glaubensgenossen in der Ferne für das Schöne und Erhabene unserer beit, Religion zrr entzünden, wie wir selbst Gelegenheit bauen aus ihrem Werke „Jüdisches Leben" wahrzunehmen. Uns beseelt aber der Wunsch: Möge es diesem Paare gegönnt sein, deur edlen Werk, das sie bis jetzt so kräftig unterstützten, auch fernerhin, in den späten Tagen des Greisenalters, kräftig zur Seite stehen zu kvuucu. Mögen sie im Verein ihrer lieblichen Kinderschaar gemeinsam das edte Werk von i-ttt; pp nT~xnir ir unserem Kreise vollenden. Amen. Vuo 2.LestPhalen. Zu Ihrem Bericht über die Syuc.gogen-Eimveihung in H ö r d e lasse ich hier noch eine»: kleinen Nachtrag folgen, den ich dem „Dortmunder Generalanzeiger" entnehme, der ausführlich über das Fest und das ihm folgende Bankett berichtet hat. — Danach antwortete Herr Rabbiner Dr. Frank aus Köln auf ein ihm ausgebrachtes Hoch, „daß der erste Erbauer eines Gotteshauses Moses in der Wüste gewesen sei. Moses sei seinerzeit verstimmt gewesen und deshalb habe er zu den Israeliten gesagt: Baut eine Synagoge. Denn während des Baues hätte Moses Ruhe vor dem Bolle gehabt. Das damalige israelitische Volk sei ein unruhiges Volk gewesen, der Herr Bürgermeijter darf es auch hören. Moses hätte seine liebe Noih mit dem Volte gehabt, denn sie hätten in der Wüste

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